Mit Lesen gesund und aktiv Altern

Lesen bildet

01.08.2011

Gesundes, aktives Altern ist eine der größten Herausforderungen für unsere alternden Gesellschaften. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Lesen. Denn: Erhalt und Förderung von mentaler Gesundheit und lebenslangem Lernen werden immer wichtiger. Lesen kann uns helfen, diese Ziele zu erreichen. Wie schon Joseph Addison (1672-1719) trefflich bemerkte: "Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.“

Teilnehmer für Studie gesucht!

Lesen verändert
Lesen ist fundamental für unser Leben. Es ist zentrale Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, Alltag und Lebensqualität. Lesen hat auch einen positiven Einfluss auf unsere persönlichen, sozialen, kulturellen, sogar körperlichen Aktivitäten und unser Wohlbefinden. Viel mehr noch: Lesen ist eine ganz besondere geistige Aktivität und bestimmt, wie wir altern. Denn Lesen, insbesondere Lesen im Alter, erhält und fördert mentale Gesundheit und lebenslanges Lernen. So lautet die These von Dr. Susanne Schuett, Universität Wien.

Gesundes kognitives Altern und Lesen
Lesen im Alter und dessen positiver Einfluss auf gesundes kognitives Altern wird derzeit am Institut für Klinische, Biologische und Differentielle Psychologie, Lehr- und Forschungspraxis, der Universität Wien untersucht. Leiterin des internationalen, von der Deutschen Forschungs-gemeinschaft geförderten Forschungsprojekts ist Dr. Schuett. Projektpartner sind Univ.-Prof. Dr. Ilse Kryspin-Exner vom genannten Wiener Institut und Prof. Dr. Josef Zihl von der Universität München und dem Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Die Erkenntnisse liefern einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Förderung von Lesen im Alter und von gesundem kognitiven Altern in unserer Gesellschaft.

Leseförderung: von Anfang an, ein Leben lang, bis ins hohe Alter
Derzeit konzentriert sich die Forschung auf Lesen bei Kindern und Jugendlichen. Hier werden auch mehrheitlich Förderungsinitiativen gesetzt. Und dies auch nicht ohne Berechtigung. Dennoch ist es erstaunlich, wie wenig wir über das Lesen im Alter wissen und wie wenig Lesen im Alter gefördert wird. Dies ist alarmierend. Denn bereits der "normale“ Alternsprozess verändert das Lesen und kann es—nicht selten—nachhaltig beeinträchtigen, bis hin zur völligen Aufgabe des Lesens. Nimmt man die im Alter sehr häufig auftretenden Sehstörungen, dementiellen Syndrome, Schlaganfälle und die Altersdepression hinzu, wird klar, dass Lesen im Altern keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Für die Projektpartner und -mitglieder rund um Dr. Schuett ist es deshalb imperativ, dass Lesen erforscht und gefördert werden muss—und zwar von Anfang an, ein Leben lang, bis ins hohe Alter.

Teilnehmer gesucht
Für die Erforschung und Förderung von Lesen im Alter sowie von gesundem kognitiven Altern mittels Lesen im Rahmen von Dr. Schuetts aktueller Studie sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag.
Wir suchen TeilnehmerInnen jeden Alters (ab 50J.) und jeder Generation (50+, 65+, 80+). Wenig- oder Nicht-Leser sind ebenso gefragt wie Viel-Leser und Vor-Leser, oder auch reine Hörbuch-Leser bzw. Zuhörer, die sozusagen mit den Ohren lesen. Sehr interessiert sind wir auch an Internet-Lesern, denn die Studie wird nicht nur als "face-to-face“-Befragungsstudie (kurze Fragebögen, Testverfahren) durchgeführt, sondern auch als Online-Studie im Internet. (Link zur Studie: https://www.soscisurvey.de/lesenaltern/)

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Bitte kontaktieren Sie uns aber auch, wenn Sie einfach nur Interesse an unserer Studie und assoziierten Initiativen haben.

Information und Kontakt:
Dr. Susanne Schuett (Projekt- und Studienleitung)
Universität Wien, Institut für Klinische, Biologische und Differentielle Psychologie, Lehr- und Forschungspraxis, Liebiggasse 5, 1010 Wien.
Telefon: 01 4277 47972
eMail: susanne.schuett@univie.ac.at
homepage.univie.ac.at

Weiterempfehlen Drucken Quelle: Dr. Susanne Schuett, Universität Wien, 2011
Foto: Mel Curtis Photographs

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