Selbstvorwürfe

"Hätte ich, täte ich, wäre ich …“ Solche Gedanken lassen Selbstvorwürfe entstehen.
HENRY FORD:
"Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen.“
Konstanze denkt ständig daran: Hätte sie ihre Ersparnisse nicht bei Immofinanz angelegt, würden sie jetzt keine Existenzängste plagen. Peter nimmt sich immer noch übel, dass er seiner großen Liebe keinen Heiratsantrag gemacht hat, sondern die Freiheit bevorzugte. Sie bevorzugte daraufhin die Ehe mit einem anderen.
Dass ein Fehler geschieht, merkt man erst hinterher, denn sonst hätte man ihn ja nicht gemacht. Unser Verhalten richtet sich im Augenblick unseres Handelns nach situativen Möglichkeiten, Erfahrungen, Wissensstand, der persönlichen emotionalen Befindlichkeit sowie dem Glauben, in dieser Situation das Richtige zu tun. Ob dem auch so ist, zeigt danach die daraus resultierende Konsequenz. "Im Nachhinein ist man immer gescheiter“, weiß schon der Volksmund. "Hätte ich nur anders gehandelt, dann könnte ich heute …“
Selbstvorwürfe kosten Energie und setzen Ihr Selbstwertgefühl herab. Vergangenes können Sie nicht mehr ändern, deshalb setzen Sie lieber Ihre Energien für Zukünftiges ein. Damit meine ich: Lernen Sie aus der Vergangenheit und den damit verbundenen Versäumnissen, Fehlern und nicht wahrgenommenen Möglichkeiten.
Der Theologe F. Oetinger (1702–82) formulierte dies folgendermaßen: "Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“
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Quelle: Mag. Gabriele Fischer, Lebens- und
Sozialberaterin












