Im September geht's wieder los!

Nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, auch für viele Omas und Opas gehen die Ferien zu Ende.
Vielen von uns kommen mit dem nahenden Schulbeginn auch Gedanken
und Erinnerungen an die eigene Schulzeit. Die natürlich nicht mehr
mit der heutigen vergleichbar ist.
ERNST DES LEBENS
Früher hieß es bei Schuleintritt oft, dass "der Ernst des Lebens
beginnt“. Heute geht es darum, dass Lernen Freude machen
soll, Bildungsinhalte begeistern und motivieren sollen. Vielfach
betrifft der Schulstart auch die Großeltern in verschiedenster Art
und Weise: beim Kauf der Schultasche oder Füllfeder, durch das
Hinbringen zur bzw. Abholen von der Schule, durch das gemeinsame
Mittagessen, die Nachmittagsbetreuung mit oder ohne
Hausaufgabemachen usw.
GUTER START
Damit der Start ins neue Schuljahr, eventuell sogar als
Taferlklassler, optimal gelingt, einige Tipps dazu:
Schultasche: Das Angebot ist nahezu unüberschaubar, schon allein
wegen der abgebildeten Motive und Farben. Doch im Vordergrund
sollen auch die Sicherheit und Gesundheit stehen. Achten Sie
darauf, dass ausreichend Reflektoren, die das Licht zurückwerfen,
angebracht sind. Damit wird das Kind bei schlechter Sicht erkannt.
Breite Gurte, gepolsterter Rückenteil, leichtes Gewicht und
ergonomische Form erhöhen den Tragekomfort.
SCHULWEG ÜBEN
Ganz wichtig ist, den sichersten Weg zur Schule zu finden. Zu viele
Gefahren lauern im Straßenverkehr. Vor allem mit Schulanfängern
soll der Weg mehrmals geübt werden. Eltern und Großeltern sind
Vorbilder! Straßenquerungen nur auf Fußgängerübergängen bzw. mit
genauem Links-rechts-Schauen, nur bei Grün gehen! Wenn der Schulweg
mit Bus, Bahn, Straßenbahn, U-Bahn, Fahrrad etc. zurückgelegt wird,
ebenfalls mehrmals probieren, alles erklären, alle Hinweise geben.
Übrigens: Der kürzeste Schulweg muss nicht zwangsläufig der
sicherste sein. Lieber zwei Minuten länger, aber dafür eine
gefährliche Kreuzung weniger, sollte die Devise sein.
AUSREICHEND FREIZEIT
Nach einem anstrengenden Schulvormittag mit Aufmerksamkeit,
Konzentration und langem Sitzen ist zunächst Pause angesagt. Wenn
das Mittagessen zu Hause eingenommen wird, bitte auf gesunde und
ausgewogene Ernährung achten (mehr dazu in der nächsten Ausgabe).
Nach einem abwechslungsreichen Spiel, wenn geht mit viel Bewegung,
haben alle wieder ausreichend Energie, die Hausaufgabe zu machen
oder zu lernen. Bei den Kleinsten Druck auszuüben, führt meist zum
Gegenteil. Unterstützen, fördern und motivieren Sie den Nachwuchs.
Gerade Opa und Oma nehmen sich noch Zeit und zeigen und erklären
Dinge auf höchst faszinierende Art und Weise. Lauschende Ohren und
leuchtende Augen bezeugen dies.
ELTERNVERTRETER DR. GERALD NETZL IM GESPRÄCH
Seniorkom.at: Was machen die Elternvereine bzw. der
Dachverband genau?
Netzl: Die Elternvereine vertreten – seit
mittlerweile 50 Jahren – die Interessen der Eltern an
der Schule. Sie sind Teil der Schulgemeinschaft. Der Dachverband
vertritt die Interessen der Erziehungsberechtigten im
Bildungsministerium, bei Schulgesetzen, bei allen schul- und
bildungspolitischen Themen.
Seniorkom.at: Wie sieht es mit Omas und Opas in
Elternvereinen aus?
Netzl: Oft schaffen es die Eltern aus den verschiedensten
Gründen nicht, sich im Elternverein der Schule zu engagieren. Dann
freuen wir uns umso mehr, wenn dies die Großeltern tun, sie sind
herzlich willkommen. Wir profitieren von der Lebenserfahrung der
älteren Menschen.
Seniorkom.at: Auch im Sinne eines Miteinander von Jung und
Alt.
Netzl: Genau. Der Generationendialog ist uns sehr wichtig.
Die Generationen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Und
es geht auch um Verteilungsgerechtigkeit.
Seniorkom.at: Ihre bildungspolitischen Schwerpunkte?
Netzl: Das österreichische Schulsystem muss gerechter
werden, auch in dem Sinn, dass Kinder aus Arbeiterfamilien oder
zugezogene Schulkinder gleiche Bildungschancen haben wie Kinder aus
der Akademiker- oder Unternehmerschicht
Dr. Gerald Netzl ist Vorsitzender des überparteilichen
Dachverbandes der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen (1,2
Mio. PflichtschülerInnen).
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Quelle: UG













