Himmelsspektakel über Österreich

Zurzeit sind die Nächte in Österreich und dem Rest Europas besonders romantisch: Bei klarer Nacht huschen hunderte Sternschnuppen übers Firmament. Ein Aberglaube besagt, dass dabei heimliche Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man nur ganz fest daran denkt und den Wunsch nicht verrät. Diese Schnuppen stammen aus dem Meteorstrom der Perseiden, der vor allem von 10. bis 14. August aktiv ist. Da das Erscheinen der Perseiden mit dem Todes- und Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt, der im Jahre 258 mehrfach auf einem eisernen Grillrost gefoltert worden sein soll, werden sie auch "Tränen des Laurentius“ genannt.
Astronomen haben errechnet, dass sich in der kommenden
Freitagnacht zwischen 22.00 Uhr bis 04.00 Uhr früh die
Sternschnuppen am besten beobachten lassen. Man rechnet mit rund
hundert Sternschnuppen pro Stunde, die bei klarer
Sicht von der gesamten Nordhalbkugel der Erde aus zu sehen sein
werden. Wo kommen diese Teilchen denn her? Die Perseiden bestehen
aus "Abrieb“, also Staub des Kometen
109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn um die Sonne
immer um den 12. August diese Staubspur, die dieser Komet im All
hinterlassen hat. Die Staubteilchen rasen dabei mit hoher
Geschwindigkeit in die Atmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum
Leuchten. Der gesamte Aktivitätszeitraum der Perseiden erstreckt
sich vom 17. Juli bis zum 24. August.
Die erste bekannt gewordene Beobachtung der Perseiden fand vor etwa
zwei Jahrtausenden in China statt. In Europa stammt die erste
bekannte Beobachtung aus dem Jahr 811. Sternschnuppen entstehen,
wenn kleine Teilchen aus dem Weltall in rund 100 Kilometern Höhe
durch Reibung in der Erdatmosphäre verglühen. Im Grunde sind es
Leuchterscheinungen am Himmel. Ein Teilchen ist dabei nicht größer
als ein bis zehn Millimeter.
Sternschnuppen lassen sich das ganze Jahr über beobachten. So
gehäuft kommen nur noch die "Leoniden“ im November vor, die
allerdings sind nur selten zu beobachten, da der Himmel in dieser
Jahreszeit meist Wolken verhangen ist
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Quelle: hma











