Reisebeschwerden 2010

Symbolbild Urlaub am Strand

Halbzeit in der Urlaubssaison. Viele haben e ihn schon hinter sich manche noch vor sich – den Urlaub, eigentlich die schönste Zeit des Jahres? Doch nicht immer läuft alles nach Wunsch. Heuer gibt es allerdings relativ viele Beschwerden. Die Arbeiterkammer sammelt sie und hat schon einen ersten Erfahrungsbericht zusammengestellt, so zusagen die Hitparade der Urlaubsmängel. Die größten Aufreger 2010: die Unterbringung – schmutzige Hotels, verschimmelte oder schlecht gereinigte Zimmer, die Vulkanasche oder die Ölpest vor den Badestränden Ägyptens sorgten heuer für Unmut.

Fast jeder vierte Urlauber ärgerte sich heuer über die Unterbringung. Waren es im Vorjahr 45 Beschwerden, gab es heuer dazu 55. Die Urlauber klagten vor allem über die schlechte Unterkunft, etwa abgewohnte, schmutzige Hotels und Zimmer, Schimmel im Zimmer und/oder im Bad oder schlechte Zimmerreinigung. Hie und da fiel die Klimaanlage aus oder fehlten zugesagte Fernseher oder Wellnessbereiche. Auch Lärm oder eine schlechte Verpflegung gaben Anlass für Kritik.

Fragen zum Storno waren heuer ein zentrales Thema: Wegen der Ölpest im Roten Meer war ein gutes Drittel verunsichert und versuchte eine kostenlose Stornierung abzuklären. Der Rest entfiel auf Anfragen zur Höhe der Stornogebühren. Probleme rund um den Preis haben dieses Jahr mehr Anfragen ausgelöst. Stichwort: nachträgliche Preiserhöhungen auf Grund von Wechselkursschwankungen, vor allem zum Dollar. Das führte teilweise zu saftigen Preiserhöhungen – bis zu acht Prozent.

Wenn ihnen die schönste Zeit des Jahres schon soviel Ärger bereitet und damit den Erholungswert der Ferien vermindert hat, dann lassen Sie sich wenigstens finanziell entschädigen. Was ist da zu tun?

* Machen Sie nach der Rückkehr Ihre Ansprüche mit einem eingeschriebenen Brief gegen den Reiseveranstalter geltend.

* Lassen Sie sich bei Ihren berechtigten Beschwerden nicht mit Gutscheinen abspeisen. Eine Preisminderung ist in bar zu gewähren. Orientierung bietet die Frankfurter Tabelle.

* Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude ist möglich. Voraussetzung: zumindest erhebliche vom Reiseveranstalter verschuldete Mängel.

* Für den nächsten Urlaub: Beanstanden Sie Reisemängel vor Ort. Dokumentieren Sie die Mängel, damit Sie Beweise haben – Fotos, Zeugen, Videos.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: ak/hma

2 Kommentar(e)

despina schrieb vor 555 Tag(en) 8 Stunde(n) 1 Minute(n)

Mir ist das auch passiert....

Bereits vor 10 Jahren buchte ich mit einer Freundin 2 Einzelzimmer all inclusive in der Türkei. Wir sind nicht heikel, aber damals war es schon teilweise unzumutbar.

Ich kann nur bestätigen - Fotografieren, eine Art Protokoll über alle Unzulänglichkeiten erstellen und von der örtlichen Reiseleitung unterschreiben lassen. Die Dama hatte sich anfangs gesträubt, aber da wir nicht die Einzigen in der Gruppe waren, die beträchtliche Beschwerden vorbrachten, blieb ihr nichts anderes übrig. Da ich rechtsschutzversichert bin, habe ich vorerst einmal den Veranstalter persönlich in Wien aufgesucht, dort wies man mir elegant die Tür mit der Bemerkung, da beißen S' auf Granit, wir zahlen nichts. Ich habe am gleichen Tag noch alle Unterlagen samt Fotos zum Anwalt gebracht und habe prompt nach 3 Wochen den halben Gesamtreisepreis von uns beiden am Konto gehabt - und das ganz OHNE Gericht und Klage, der Veranstalter wollte sich, da damals noch neu in Wien, nicht sein Image anpatzen.
Man muß sich nur rühren und wissen was zu tun ist, einen Erfolg gibt's meistens damit !

rusalka schrieb vor 554 Tag(en) 23 Stunde(n) 43 Minute(n)

mich wundert,

dass bei der vielzahl von reiseveranstaltern es vorkommt, dass man in schlechten zimmern untergebracht wird, das essen nicht in ordnung ist oder die qualität der urlaubsdestination sonstwie zu klagen anlass gibt.

bisher hatte ich, ausser in london, aber es ist ja allgemein bekannt, dass dort die unterbringung in den hotels meist spartanisch, um nicht zu sagen mieserabel ist, noch nie anlass zu wirklicher klage.

bei billigangeboten muss man abstriche machen.
für einen spottpreis, inkl. flug kann man kein 5*****hotel verlangen. wird es mit der sauberkeit nicht allzu ernst genommen, wirkt ein kleines trinkgeld dem zimmermädchen zugesteckt, wunder.
auch in zeichensprache, versteht man die landessprache nicht.

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