Zecken-Mythen

Rund um den "gemeinen Holzbock“, der – vollgesogen mit Blut – auf das Sechsfache seiner Größe anwachsen kann, existieren zahlreiche Mythen. Die Gerüchte, die den Menschen im Ernstfall sogar gefährlich werden können, klären wir hiermit auf.
Mythos #1: Zecken fallen von Bäumen
Im Gegenteil, sie sind eher in Bodennähe, maximal auf einer
Höhe von 1,5 Metern, zu finden. Sie halten sich hauptsächlich im
Gestrüpp, in hohen Gräsern, an Wald- und Wegrändern sowie im
Unterholz von Parkanlagen auf. Spaziergänger streifen die Zecken
dann im Vorbeigehen von den Pflanzen ab.
Mythos #2: FSME nur im Frühsommer gefährlich
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren treten tatsächlich
vermehrt im Frühsommer auf, Sie können sich jedoch während der
ganzen Zeckensaison (von April bis September) damit infizieren.
Die Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken. Sollten
Sie nicht durch eine Impfung geschützt sein, so stecken Sie sich
mit dem Erreger sofort beim Stich an. Bis zu 40% der Infizierten
erkranken auch tatsächlich an FSME.
Von 1. Jänner bis 31. Juli 2010 können Sie den
verbilligten Impfstoff in jeder Apotheke kaufen. Für eine
Teilimpfung zahlen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre EUR 23,20,
Erwachsene EUR 27,30.
Mythos #3: Bin geimpft, mir passiert nichts
Die Impfung schützt Sie, solange sie alle 5 Jahre aufgefrischt
wird, vor FSME. Allerdings können Zecken auch Borreliose
übertragen. Die Bakterien befinden sich im Darm der Tiere und
gelangen erst einige Zeit nach dem Zeckenstich in die Wunde. Das
erste Anzeichen für die Erkrankung ist eine bis Rötung der Haut mit
einem Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern, die in der Mitte
verblasst und einen roten Rand bildet. Sorgen Sie vor, indem Sie
den Zeck sobald als möglich entfernen.
Mythos #4: Im Uhrzeigersinn rausdrehen
Manche drehen den Zeck im Uhrzeigersinn raus, andere ersticken ihn
mit Klebstoff oder ölen ihn ein. Das kann gefährlich werden, denn
in seinem Todeskampf erbricht der Zeck seinen Darminhalt in die
Wunde. Da jeder zweite Zeck Borreliose-Bakterien in sich trägt,
kann es hierbei zu einer Ansteckung kommen. Packen Sie die Zecke
sanft am Halsbereich (nicht quetschen!) und ziehen Sie
vorsichtig an dem Tier. Verharren Sie einige Sekunden lang in
der Stellung, dann sollte der gemeine Holzbock von selbst
loslassen.
Mythos #5: Bei Borreliose nützt mir die Unfallversicherung
nichts
Im Deckungsumfang der privaten Unfallversicherung von Zurich
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Quelle: Zurich Connect











