Pflegefond dringend notwendig

Khol und Blecha

"Die Zukunft der Pflege ist gekennzeichnet durch die steigende Zahl der Pflegebedürftigen, einen massiven gesellschaftlichen Wandel mit geänderten Familienstrukturen, einem veränderten Arbeitsmarkt und veränderter geografischer Mobilität. Daher ist es notwendig, das gesamte Pflegewesen generell auf eine neue gesetzliche Basis zu stellen", betonte der Präsident des Pensionistenverbands Österreich (PVÖ) Karl Blecha und wird dabei von seinem Kollegen vom Seniorenbund, Andreas Khol unterstützt.

Um das Pflegesystem an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen, brauche es eine Lösung der Finanzierungsproblematik sowie Reformen bei der
Ausbildung von Pflegekräften, der Administration und Verbesserungen beim Pflegegeld und der Einstufung. Im Seniorenrat sei man sich seit Monaten einig einen Pflegefond einzurichten. Die Finanzierung soll dabei aus Steuern erfolgen, nicht aus einer Pflegeversicherung.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: pvö/sb/hma

5 Kommentar(e)

amie schrieb vor 622 Tag(en) 3 Stunde(n) 6 Minute(n)

Mindestens ebenso wichtig,

sehr geehrte Herren Blecha und Khol wäre Ihre Einflußnahme auf die beiden Streitparteien SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft) und die Ärztekammer. Weil sich die Beiden nicht einigen können, sind eine halbe Million SVA Versicherte ab 1.6.2010 im vertragslosen Zustand. Das heißt, daß Arztkosten in der Regel beim Arzt in voller Höhe zu bezahlen sind, dann bei der SVA eingereicht werden müssen, die dann mit einem im günstigsten Fall 20% Abschlag (Selbstbehalt) die Kosten irgendwann, sicher nicht sofort an ihre Klienten überweist.
Was das für Kranke vor allem chronische Kranke mit kleiner Pension bedeutet, ist lebhahft vorstellbar. Sie können sich eine gröbere Krankheit schlichtweg nur mehr leisten, wenn sie ihr Konto permanent überziehen.
Seitens der SVA wird man auf den Service der Ambulatorien der Gebietskrankenkasse hingewiesen. Dort ist keine Vorausszahlung notwendig.Jeder, der jahrenlang seinem Hausarzt vertraut, bzw. den Facharzt muß ab sofort auf diese verzichten.
Da wird ein Kampf auf dem Rücken derjenigen Versicherten ausgetragen, deren Versicherungsträger bislang immer zu den positiv bilanzierenden gezählt hat. Aber das ist halt viel einfacher als sich mit der mächtigen Gebietskrankenkasse anzulegen. Schäbig von beiden Parteien, ihren Machtkampf auf dem Buckel der immer brav zahlenden Versicherten auszutragen!

Netter45 schrieb vor 622 Tag(en) 45 Minute(n)

Pflegenotstand wird drückend!

Über die 24-Std.-Pflege ist ein Beitrag in der Rundschau und da wird so getan ob das eine besondere Errungenschaft ist, wenn eine pflegebedürftige Person 24-Stunden von einer Pflegerin aus der Slowakei betreut werden kann.
http://archiv.print-gruppe.com/ausgabe.php?id=6051
Dabei wird aber wesentliches vergessen!
Diese 24- Std- Betreuung kann sich nur ein ziemlich Reicher leisten - so wie Ex-BK Schüssel etwa für seine Mutter, aber sicher kein "Normalsterblicher!"
Wie soll das funktionieren bei einer Pension von ca. 1.500 € Pension und noch dazu freie Kost und Quartier geben?
Warum machen diese Rund-um-die-Uhr-Betreuung nur Frauen aus dem ehemaligen Osten? Will man, dass diese neuen EU-Länder nicht auch ihr Lohnniveau an unsrigem anpassen? Nur mit annähernd gleicher Sozial- und Wirtschaftsleistung kann die EU zusammen wachsen und überleben!
Es müssten dringend in Österreich wesentlich mehr Pflegeheime gebaut, bzw. bestehende ausgebaut werden, denn mit der derzeitigen Praxis, dass nur mehr Menschen mit mindestens Pflegestufe 3 aufgenommen werden, das derzeitige Pflegepersonal dies nicht verkraften wird. Diese werden psychisch und physisch überfordert und quittieren ihren Dienst!
Mit der Anpreisung von 24-Stunden-Betreuung ist nicht das Pflegeproblem gelöst - nur für jene kleine Gruppe, die sich zu den Reichen zählen können.

XXL007 schrieb vor 621 Tag(en) 19 Stunde(n) 29 Minute(n)

SVA

Ich hoffe auch, dass bald noch eine Lösung mit der SVA gefunden wird. Für junge Familien mit Kindern ist dieser vertragslose Zustand ziemlich untragbar! Die Gefahr der Verarmung ist da sehr schnell gegeben!

luxlec schrieb vor 618 Tag(en) 21 Stunde(n) 11 Minute(n)

Pflegefond

Seit Jahren schon wird eine Lösung dieses Problems immer wieder verzögert.
Ich wundere mich sehr darüber, da Österreich sonst Deutschland jeden Blödsinn nachmacht, daß die dort übliche, gut funktionierende Pflegeversicherung nicht in Betracht gezogen wird.
Wahrscheinlich gibt es hierzulande noch viel mehr "pflegende Angehörige", die dem System nichts kosten - die aber auch von der Pflegeversicherung Vorteile hätten.

Tonschi schrieb vor 357 Tag(en) 21 Stunde(n) 56 Minute(n)

Pflegefond

Die Gegenwart zeigt uns erschreckend auf wie schwierig es sein wird in nächster Zeit ,alte gebrechliche und behinderte Menschen ,pflegerisch gut zu versorgen,daher verstehe ich die zögerliche Studie für eine gute Pflegeversicherung überhaupt nicht.Jeder von uns sollte für sein Alter diesen Beitrag leisten.Ich war lange in der Pflege tätig und habe schon vor 20 Jahren Vorschläge gemacht und wurde dafür eher belächelt, als ernstgenommen.Tonschi

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