Pflegefond dringend notwendig

"Die Zukunft der Pflege ist gekennzeichnet durch die steigende Zahl der Pflegebedürftigen, einen massiven gesellschaftlichen Wandel mit geänderten Familienstrukturen, einem veränderten Arbeitsmarkt und veränderter geografischer Mobilität. Daher ist es notwendig, das gesamte Pflegewesen generell auf eine neue gesetzliche Basis zu stellen", betonte der Präsident des Pensionistenverbands Österreich (PVÖ) Karl Blecha und wird dabei von seinem Kollegen vom Seniorenbund, Andreas Khol unterstützt.
Um das Pflegesystem an die Herausforderungen der Zukunft
anzupassen, brauche es eine Lösung der Finanzierungsproblematik
sowie Reformen bei der
Ausbildung von Pflegekräften, der Administration und Verbesserungen
beim Pflegegeld und der Einstufung. Im Seniorenrat sei man sich
seit Monaten einig einen Pflegefond einzurichten. Die Finanzierung
soll dabei aus Steuern erfolgen, nicht aus einer
Pflegeversicherung.
Weiterempfehlen
Drucken
Quelle: pvö/sb/hma
5 Kommentar(e)
Netter45 schrieb vor 622 Tag(en) 45 Minute(n)
Pflegenotstand wird drückend!
Über die 24-Std.-Pflege ist ein Beitrag in der Rundschau und da
wird so getan ob das eine besondere Errungenschaft ist, wenn eine
pflegebedürftige Person 24-Stunden von einer Pflegerin aus der
Slowakei betreut werden kann.
http://archiv.print-gruppe.com/ausgabe.php?id=6051
Dabei wird aber wesentliches vergessen!
Diese 24- Std- Betreuung kann sich nur ein ziemlich Reicher leisten
- so wie Ex-BK Schüssel etwa für seine Mutter, aber sicher kein
"Normalsterblicher!"
Wie soll das funktionieren bei einer Pension von ca. 1.500 €
Pension und noch dazu freie Kost und Quartier geben?
Warum machen diese Rund-um-die-Uhr-Betreuung nur Frauen aus dem
ehemaligen Osten? Will man, dass diese neuen EU-Länder nicht auch
ihr Lohnniveau an unsrigem anpassen? Nur mit annähernd gleicher
Sozial- und Wirtschaftsleistung kann die EU zusammen wachsen und
überleben!
Es müssten dringend in Österreich wesentlich mehr Pflegeheime
gebaut, bzw. bestehende ausgebaut werden, denn mit der derzeitigen
Praxis, dass nur mehr Menschen mit mindestens Pflegestufe 3
aufgenommen werden, das derzeitige Pflegepersonal dies nicht
verkraften wird. Diese werden psychisch und physisch überfordert
und quittieren ihren Dienst!
Mit der Anpreisung von 24-Stunden-Betreuung ist nicht das
Pflegeproblem gelöst - nur für jene kleine Gruppe, die sich zu den
Reichen zählen können.
XXL007 schrieb vor 621 Tag(en) 19 Stunde(n) 29 Minute(n)
SVA
Ich hoffe auch, dass bald noch eine Lösung mit der SVA gefunden wird. Für junge Familien mit Kindern ist dieser vertragslose Zustand ziemlich untragbar! Die Gefahr der Verarmung ist da sehr schnell gegeben!
luxlec schrieb vor 618 Tag(en) 21 Stunde(n) 11 Minute(n)
Pflegefond
Seit Jahren schon wird eine Lösung dieses Problems immer wieder
verzögert.
Ich wundere mich sehr darüber, da Österreich sonst Deutschland
jeden Blödsinn nachmacht, daß die dort übliche, gut funktionierende
Pflegeversicherung nicht in Betracht gezogen wird.
Wahrscheinlich gibt es hierzulande noch viel mehr "pflegende
Angehörige", die dem System nichts kosten - die aber auch von der
Pflegeversicherung Vorteile hätten.
Tonschi schrieb vor 357 Tag(en) 21 Stunde(n) 56 Minute(n)
Pflegefond
Die Gegenwart zeigt uns erschreckend auf wie schwierig es sein wird in nächster Zeit ,alte gebrechliche und behinderte Menschen ,pflegerisch gut zu versorgen,daher verstehe ich die zögerliche Studie für eine gute Pflegeversicherung überhaupt nicht.Jeder von uns sollte für sein Alter diesen Beitrag leisten.Ich war lange in der Pflege tätig und habe schon vor 20 Jahren Vorschläge gemacht und wurde dafür eher belächelt, als ernstgenommen.Tonschi












amie schrieb vor 622 Tag(en) 3 Stunde(n) 6 Minute(n)
Mindestens ebenso wichtig,
sehr geehrte Herren Blecha und Khol wäre Ihre Einflußnahme auf die beiden Streitparteien SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft) und die Ärztekammer. Weil sich die Beiden nicht einigen können, sind eine halbe Million SVA Versicherte ab 1.6.2010 im vertragslosen Zustand. Das heißt, daß Arztkosten in der Regel beim Arzt in voller Höhe zu bezahlen sind, dann bei der SVA eingereicht werden müssen, die dann mit einem im günstigsten Fall 20% Abschlag (Selbstbehalt) die Kosten irgendwann, sicher nicht sofort an ihre Klienten überweist.
Was das für Kranke vor allem chronische Kranke mit kleiner Pension bedeutet, ist lebhahft vorstellbar. Sie können sich eine gröbere Krankheit schlichtweg nur mehr leisten, wenn sie ihr Konto permanent überziehen.
Seitens der SVA wird man auf den Service der Ambulatorien der Gebietskrankenkasse hingewiesen. Dort ist keine Vorausszahlung notwendig.Jeder, der jahrenlang seinem Hausarzt vertraut, bzw. den Facharzt muß ab sofort auf diese verzichten.
Da wird ein Kampf auf dem Rücken derjenigen Versicherten ausgetragen, deren Versicherungsträger bislang immer zu den positiv bilanzierenden gezählt hat. Aber das ist halt viel einfacher als sich mit der mächtigen Gebietskrankenkasse anzulegen. Schäbig von beiden Parteien, ihren Machtkampf auf dem Buckel der immer brav zahlenden Versicherten auszutragen!