UNO erklärt Wasser zu Menschenrecht

Symbolbild Treinkwasser

Was da jetzt am Sitz der Vereinten Nationen verabschiedet wurde gleicht schon einer mittleren Sensation: Sauberes Wasser ist von nun an ein Menschenrecht. Die Vereinten Nationen haben gestern den Anspruch auf reines Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Die von Bolivien vorgelegte und von 33 anderen Staaten unterstützte Resolution wurde in der Kammer der 192 Mitgliedsstaaten mit großer Mehrheit angenommen. Einige Staaten enthielten sich, Gegenstimmen gab es keine.

Die Resolution bedeutet kein Recht auf Wasser im Sinne des internationalen Rechts. Als Teil der Menschenrechtserklärung hat der Punkt aber eine hohe politische Bedeutung. Zum Beispiel dort, wo Bestzungsmächte der einheimischen Bevölkerung ihr Wasserrecht vorenthalten.

Die Resolution erinnert an das im Jahr 2000 von den Staats- und Regierungschefs der Welt gegebene Versprechen, im Rahmen der Milleniumsziele den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und grundlegenden Sanitäranlagen bis 2015 zu halbieren. Zudem werden Staaten und Hilfsorganisationen in dem Text aufgefordert, armen Ländern technische und finanzielle Hilfe in diesem Bereich zu leisten.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: apa/hma

2 Kommentar(e)

Netter45 schrieb vor 561 Tag(en) 10 Stunde(n) 43 Minute(n)

Österreich enthielt sich der Stimme

Für mich unverständlich enthielt sich gerade Österreich der Stimme - also war eigentlich dagegen, dass reines Wasser als Menschenrecht anerkannt wird.
Will man im Hintergrund den Ausverkauf und Privatisierung auch der Wasservorräte nicht behindern?

rsch schrieb vor 560 Tag(en) 8 Stunde(n) 34 Minute(n)

Privatisierung

Kaernten unter Joerg Haider war vor Jahren das erste Bundesland, das Wasser privatisierte an globale Imperien. So viel zur Heimatliebe der Unfreiheitlichen.

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