Das Paradies der Reblaus

Regionalguide

Schon Hans Moser besang in seinem Lied die Weinberge vor Wien. In Österreich wird der kostbare Rebensaft, den schon die Römer zu schätzen wussten, mit einer ganzen Region gewürdigt. Das Weinviertel besitzt ein ganz eigenes Flair und birgt viele geheimnisvolle und schöne Plätze.

Retz
Der Hauptplatz der Stadt Retz zählt zu den schönsten und größten Stadtplätzen Österreichs, der auch unterirdisch durchquert werden kann. Bemerkenswert ist der Pranger von 1561, der um 1800 fast vollständig abgetragen wurde. 1962 wurde er restauriert und wieder errichtet. Den Platz zieren rundum Bauten aus dem Barock und dem Biedermeier. Prachtvoll dominiert das Verderberhaus im venezianischen Renaissancestil die Gebäudefront, das Sgraffitohaus zeigt biblische Themen und Fabeln.
Retz beherbergt außerdem den größten Weinkeller Österreichs.

Nationalpark Thayatal/Podyji
Das Thayatal bei Hardegg ist eines der schönsten Durchbruchstäler Österreichs. Zwischen Thaya, Kaja und Fugnitz finden viele selten gewordene Tiere und Pflanzen Zuflucht. Viele vom Aussterben bedrohte Tiere wie Schwarzstorch, Fischotter oder Smaragdeidechse haben hier ihren Lebensraum.

Hügelgräber und Heiliger Stein
Die berühmten Hügelgräber, "Tumuli" genannt, stammen aus der Zeit um 600 v. Chr. Sie dienten als Grabstätten illyrischer Fürsten. Bei Bernhardsthal können diese Sehenswürdigkeiten aus der Hallstattzeit besucht werden.
Bei Retzbach liegt eine Kultstätte aus der Steinzeit. Ein Schalenstein und eine Kugelkette dienten kutlischen Handlungen und Opfern. Eine Aussichtssteg dient zur besseren Übersicht über die Stätte und gibt einen wunderschönen Ausblick über das Weinviertel.

Burgen und Ruinen
Eine der bekanntesten Burgen Ostösterreichs erhebt sich über das Weinviertel, die Burg Kreuzenstein. Ihr mittelalterliches Aussehen täuscht, denn sie wurde erst vor 150 Jahren erbaut. Die Burg bei Leobersdorf beherbergt nicht nur Exponate aus ganz Europa, sie ist auch Heimat einer der beliebtesten Adlerwarten.
Die Geschichte der Burgruine Falkenstein hingegen ist so alt wie die Besiedelung des Weinviertels. Sie entstand Mitte des 11. Jahrhunderts und ist seit 1571 in Privatbesitz. Heute finden jedes Jahr Sommerspiele und mittelalterliche Feste auf der Ruine bei Poysdorf statt.
Die Riegersburg ist das bedeutendste Barockschloss Niederösterreichs. Sie war Landsitz der Grafen Hardegg und später der Grafen Khevenhüller, in deren Familienbesitz sie heute noch immer ist. Sehenswert sind die noch funktionstüchtige Herrschaftsküche und der älteste Hundefriedhof des mährisch-böhmisch-österreichischen Raumes.

Fuchsenlucke
Diese natürliche Höhle bei Roggendorf wird auch "Teufelslucke" genannt. Um ihre Entstehung ranken sich zahlreiche Sagen. Die Höhle ist nach heutigem Wissen ca. 25.000 Jahre alt, sie stammt also noch aus der Eiszeit. Sie gilt außerdem als einer der wichtigsten Fundplätze von eiszeitlichen Tierknochen Österreichs. Hyänen, Mammut, Urrind, Pferd, Rhinozeros, Rentier oder Riesenhirsch haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Kellergassen
Eine Besonderheit des Weinviertels sind seine zahlreichen Kellergassen. Sie werden von Presshäusern gesäumt, hinter denen sich oft Jahrhunderte alte Weinkeller verbergen. Hier wird auch die Tradition der Holzfässer hochgehalten

Besuchen Sie auch die Regionsführer der anderen Bezirke auf Seniorkom!

Weiterempfehlen Drucken Quelle: Weinviertler Tourismusverband
Links: www.weinviertel.at
www.np-thayatal.at
www.retz.at
www.adlerwarte-kreuzenstein.at
www.schloss.riegersburg.at
www.wachau.at

Login

Klub

A1 Button