Die jüngste Hauptstadt Österreichs

St. Pölten besitzt das älteste verbriefte Stadtrecht Österreichs und ist doch die jüngste Landeshauptstadt. Das Stadtrecht wurde ihr 1159 von dem Passauer Bischof Konrad verliehen. Zahlreiche historische Sehenswürdigekeiten und eine Menge alljährlicher Veranstaltungen machen die 50.000-Einwohner-Stadt zu einem beliebten Touristenziel.
Rathausplatz
Dieser Platz diente schon in der Römerzeit als Ort zahlreicher
Jahrmärkte und Wochenmärkte. Sein heutiges Gesicht erhielt er 1995
vom Architekten Boris Podrecca. Eine Vielzahl an barocken
Bürgerhäusern, das Stadttheater und das Rathaus zählen zu den
schönsten Gebäuden des Platzes. Auch die Franziskanerkirche mit
ihrer Rokoko-Fassade und dem mächtigen Säulenaufbau ist einen
Besuch wert.
Ehemalige Synagoge
Die von Theodor Schreier im Jahre 1913 errichtete Synagoge wurde in
der Reichskristallnacht zerstört. 1980 bis 1984 wurde sie
rekonstruiert, die Ornamentformen im Innenraum wurden in ihren
Originalzustand gebracht. Heute befindet sich in dem Gebäude das
Institut für Geschichte der Juden in Österreich, sie dient als Ort
für kulturelle Veranstaltungen.
Kremser Gasse
Sie galt im 18. Jahrhundert als bedeutendste Straße von St. Pölten.
Sie war geprägt von Hotels und Gasthäusern. Viele der historischen
Gebäude stehen noch heute. Sehenswert ist das Stöhr-Haus von Joseph
Maria Olbrich aus dem Jahre 1899.
Domplatz
Der Domplatz ist neben dem Rathausplatz der größte der Stadt. Bis
1779 diente der nördliche Teil mit seiner gotischen Pfarrkirche als
Friedhof. Heute finden dort zahlreiche Veranstaltungen und jeden
Donnerstag und Samstag Wochenmärkte statt. Im Sommer werden hier
auch klassische und zeitgenössische Konzerte veranstaltet.
Wiener Straße
Schon in der Römerzeit gehörte sie zu den bedeutendsten
europäischen Reisewegen. Nach 1100 wurde sie zum Zentrum der
bürgerlichen Kaufmannsiedlung. Die zahlreichen Einkehrgasthöfe und
Restaurants entlang der Straße erinnern an diese Zeit. Die älteste
Apotheke, das ehemalige Bürgerspital und andere historische Gebäude
sind dort zu bestaunen.
Regierungsviertel
1997 übersiedelte die Niederösterreichische Landesregierung in
dieses neu errichtete Viertel im Norden Sankt Pöltens. Der
Kulturbezirk schließt gleich daran an. Hier verbindet sich moderne
Architektur mit großzügigen Grünflächen und Dachbegrünungen. Der
Verkehr wird um das Viertel gelenkt, damit sind optimale
Arbeitsbedingungen gewährleistet. Dem Regierungsviertel gehört der
Landtag, das Landesmuseum und das Landhaus an; aber auch ORF,
Klangturm, Festspielhaus, Landesbibliothek und Landesarchiv haben
dort eine neue Heimat gefunden.
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