Sich regen bringt Segen

Nordic Walking ist das optimale Ausdauertraining für den Herz-Kreislauf.

"Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
kürzt die öde Zeit.
Und er schützt uns durch Vereine –
vor der Einsamkeit."
JOACHIM RINGELNATZ

Ein Wunder eigentlich, dass die alte Volksweisheit im Titel dieser Geschichte vielen wohlbekannt ist, aber von einigen noch immer zu wenig gelebt wird. Birgt sie doch viel Wahrheit in sich. Und immer wieder kommt man auf neue Beweise für die Richtigkeit dieses Reims.

Dass durchaus in Maßen, aber regelmäßig betriebener Sport für Herz und Kreislauf zuträglich ist, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist, dass ein "bewegter Alltag“ auch vorbeugend gegen das Auftreten von Diabetes Typ 2 (fälschlicherweise oft als "Altersdiabetes“ bezeichnet) wirkt. Aber nicht nur vorbeugend – regelmäßige Bewegung ist sogar Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.

WEG MIT DEN KILOS
Erwiesen ist: Der Blutzucker sinkt merklich, wenn man überschüssige Kilos loswird. Und diese Gewichtsreduktion erfolgt nicht nur durch ausgewogene Ernährung, sondern viel mehr durch regelmäßig betriebenen Sport.
Zugegeben: Aller Anfang ist nicht leicht; haben Sie jedoch einmal begonnen, sind Sie in einer Spirale, deren Weg eindeutig nach oben führt.

Und das geht so: Durch Bewegung verbrauchen Sie mehr Energie, wodurch Sie Fett abbauen. Gleichzeitig bauen Sie Muskelmasse auf, wodurch Sie wiederum mehr Energie verbrauchen. Auch schon im "Ruhezustand“ ist der sogenannte "Grundumsatz“ erhöht. Einfach regelmäßig weitermachen und dann purzeln die Kilos "wie von selbst“.
Positive Nebeneffekte: Bewegung baut Stress ab und hebt die Laune. Das wirkt in Folge auch nach außen: Freunde, Bekannte und Verwandte werden Sie um Ihre positive Ausstrahlung beneiden.

WAS, WIE UND WIE OFT?
Schon mit einfachen "Tricks“ bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag: Stiegen statt Lift, Fahrrad statt Auto, Spaziergang statt fernsehen … Wollen Sie nach diesem einfachen Einstieg mit Sport beginnen, so muss der erste Weg zu Ihrem Allgemeinmediziner oder zu einem Sportmediziner führen, der Ihnen nach gründlicher Untersuchung sagt, was Sie sich zumuten können (und auch sollen!). – Sinn- und freudvolle Möglichkeiten gibt es genug.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: UG

1 Kommentar(e)

kurt222 schrieb vor 522 Tag(en) 6 Stunde(n) 28 Minute(n)

Sich regen bringt Segen

Auszug aus dem Magazin "gesundes österreich“, 21. Juni 2010
In folgendem Text wird die Angelegenheit etwas "präzisiert"!

So fördert körperliche Aktivität die Gesundheit:

Seit Kurzem gibt es wissenschaftlich fundierte, einheitliche und leicht verständliche Richtlinien dafür, in welche Dauer und Intensität körperliche Aktivität gesundheitswirksam ist. Univ.-Prof. Mag. Dr. Sylvia Titze stellte die "Österreichischen Bewegungsempfehlungen" auf der 12. Präventionstagung vor
Text: Mag. Harald Leitner.

Die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität für die Gesundheit wird in der Gesellschaft zunehmend wahrgenommen. Bewegung und Sport werden als notwendiger Bestandteil nationaler Public-Health-Maßnahmen verstanden. So fordern auch die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Europäische Kommission dazu auf, der Bewegung auf nationaler Ebene mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
"Wenn wir in der Lage sind, Bewegung mit Freude, Übermut, Entspannung aber auch Gemeinsamkeit zu verbinden, dann haben wir die Basis geschaffen, die wir benötigen, die Bewegungsförderung voran zu treiben", sagte dazu Univ.-Prof. Mag. Dr. Sylvia Titze vom Institut für Sportwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz bei der 12. Österreichischen Präventionstagung des Fonds Gesundes Österreich Ende April in Wien.

Gesundheitswirksame Bewegung
Das Bundesministerium für Gesundheit, die Gesundheit Österreich GmbH und der Fonds Gesundes Österreich haben deshalb die Österreichische Gesellschaft für Public Health beauftragt, gemeinsam mit Kooperationspartner/innen aus Sport, Sportwissenschaft, Medizin und Public Health "Österreichische Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung" zu erstellen. In diesen sind neben Vorgaben für gesunde Bewegung auch Hintergrundinformationen enthalten sowie Angaben zu den relevanten Einflussfaktoren auf das Bewegungsverhalten der Bevölkerung. "Die Bewegungsempfehlungen sind ein Maßstab für die Gesundheitsförderungspolitik auf allen Ebenen. Sie sind Leitlinien für Entscheidungsträger/innen, um Ziele zu formulieren und eine Zielvorgabe für die Entwicklung von Projekten zur Bewegungsförderung sowie zu deren Beurteilung. Darüber hinaus sind sie eine Grundlage für die regelmäßige Erhebung der körperlichen Aktivität auf Bevölkerungsebene", schilderte Titze, die federführend an der Erstellung der Empfehlungen beteiligt war, deren Nutzen.

Allgemeine Prinzipien:
Das Dokument enthält Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene und für ältere Menschen. Mit Bewegung beziehungsweise körperlicher Aktivität ist dabei Jede Form von Bewe-gung gemeint, die durch Kontraktion der Skelettmuskulatur verursacht wird und mit einem erhöhten Energieumsatz einhergeht.

Den altersgerechten Bewegungsempfehlungen liegen allgemeine Prinzipien zugrunde:
• Geringfügige körperliche Aktivität ist besser als körperliche Inaktivität
• Mit steigendem Bewegungsumfang steigt auch die Gesundheitswirkung
• Die schädlichen Auswirkungen körperlicher Aktivität sind deutlich geringer als diejenigen von Bewe
gungsmangel
• Die Bewegungsempfehlungen wurden für gesunde Menschen formuliert
• Bewegung ist auch für Menschen mit Behinderung und chronischen Beschwerden gesundheitswirksam.

Altersspezifische Empfehlungen
Um die Gesundheit zu fördern, sollten Kinder und Jugendliche jeden Tag insgesamt mindestens
60 Minuten mit zumindest mittlerer Intensität körperlich aktiv sein.
An mindestens drei Tagen pro Woche sollten muskelkräftigende und knochenstärkende Bewegungsformen durchgeführt werden.
Darüber hinaus werden zusätzliche Aktivitäten empfohlen, die die Koordination verbessern und die Beweglichkeit erhalten.

Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren sollten wöchentlich mindestens 150 Minuten lang mit mittlerer Intensität oder 75 Minuten lang mit höherer Intensität aktiv sein, oder eine Kombination von Bewegungen mit mittlerer und höherer Intensität ausüben. Idealerweise sollte die Aktivität auf möglichst viele Tage der Woche verteilt werden, wobei Jede Einheit zumindest zehn Minuten durchgehend dauern soll. Zusätzlicher Nutzen für die Gesundheit wird erzielt, wenn die durchschnittliche wöchentliche Dauer der Aktivitäten erhöht wird. An zwei oder mehr Tagen sollte muskelkräftigende Bewegung mit mittlerer oder höherer Intensität durchgeführt werden, bei der alle Muskelgruppen beansprucht werden.
Für Menschen ab dem 65. Lebensjahr gelten grundsätzlich die gleichen Empfehlungen wie für Erwachsene. Wenn sie aufgrund von Beschwerden nicht in der Lage sind, 150 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität auszuführen, wird empfohlen, so viel Bewegung zu machen, wie es die Beschwerden zulassen insbesondere ältere Menschen sollten Aktivitäten ausüben, die das Gleichgewichtsvermögen erhalten, um die Sturzgefahr zu reduzieren.

Regelmäßiges Training
Die Intensität des Trainings kann ohne Messgeräte auf einfache Art und Weise eingeschätzt werden. So bedeutet mittlere Intensität, dass während einer Bewegung zwar noch gesprochen, aber nicht mehr gesungen werden kann. Bei höherer Intensität sind nur noch kurze Wortwechsel möglich. "Eine Faustregel besagt, dass 10 Minuten Aktivität mit höherer Intensität 20 Minuten mit mittlerer Intensität entsprechen", erläutert Titze, die auch Präsidentin der Österreichischen Sportwissenschaftlichen Gesellschaft (ÖSC) ist. Mit muskelkräftigender Bewegung sind körperliche Aktivitäten gemeint, bei denen das Körpergewicht, Gewichte oder andere Hilfsmittel als Widerstand eingesetzt werden. Beispiele für diese Bewegungsformen sind Liegestütze, Hanteltraining oder Übungen mit dem Thera-Band. Die Bewegungseinheiten sollten möglichst über die Woche verteilt und nicht am Stück durchgeführt werden. Einerseits sollen dadurch Schäden aufgrund von Überbelastung durch sporadisches intensives Training vermieden werden. Andererseits wird der Trainingseffekt durch die regelmäßige Ausübung der Aktivitäten gesteigert.

Zur Erinnerung: 150 Minuten sind 2,5 Stunden!!

Login

Klub

A1 Button

AMD-Info

Samariterbund