Wenn Essen krank macht

Das A und O eines gesunden Lebens ist eine ausgewogene Ernährung. Was aber tun, wenn der Körper auf "Gesundes“ mit unerwünschten Symptomen reagiert?
Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Rötung der Haut –
Sie kennen eines dieser Symptome und wissen nicht, woher es kommen
könnte? Vielleicht leiden Sie an einer
Nahrungsmittelunverträglichkeit. Für mehr als 1,6 Millionen
ÖsterreicherInnen (das sind rund 20 Prozent) endet laut
Expertenschätzungen der Genuss bestimmter Lebensmittel nämlich mit
körperlichen Beschwerden.
Allergie oder Intoleranz?
Neben einer "echten“ Nahrungsmittelallergie, unter der jedoch
nur 0,8 bis 2,4% der Erwachsenen leiden, machen den größten Teil
der Unverträglichkeitsreaktionen Lebensmittelintoleranzen aus. Der
Unterschied: Im Falle einer Allergie sieht das Immunsystem
eigentlich harmlose Nahrungsmittelbestandteile als "Feinde“
an und bildet zu ihrer Abwehr große Mengen an Antikörpern. Heftige
körperliche Beschwerden, die bis zu einem Kreislaufschock führen
können, sind die Folge. Nahrungsmittelintoleranzen können zwar
ähnliche Symptome wie Allergien hervorrufen, hier ist jedoch der
Auslöser für die körperlichen Beschwerden eine Unfähigkeit des
Körpers, einen bestimmten Stoff zu verdauen. Auf den folgenden
Seiten erhalten Sie eine Überblick über einige der häufigsten
Lebensmittelintoleranzen, wie z. B. die Laktoseintoleranz,
Histaminose oder Zöliakie.
Laktoseintoleranz
Bei der Laktoseintoleranz (Milchzuckerallergie) kann der
aufgenommene Milchzucker nicht abgebaut werden, da das Enzym fehlt,
das für die Verdauung des Milchzuckers zuständig ist. Die Folgen
sind Durchfall, Blähungen und krampfartige Bauchschmerzen. Um
Beschwerden zu vermeiden, sind daher Milch und Milchprodukte sowie
Lebensmittel, die daraus hergestellt werden, möglichst zu meiden.
Der Großteil der Betroffenen muss jedoch nicht gänzlich auf
Milchprodukte verzichten. Fermentierte Milchprodukte wie Joghurt,
Sauer- oder Buttermilch sowie gut gereifter Hartkäse sind für diese
Personen besonders geeignet, da sie sehr wenig Laktose enthalten.
Somit kann auch bei weitgehend laktosefreier Ernährung ein Teil des
Kalziumbedarfs gedeckt werden.
Zöliakie
Die Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) ist eine chronische
Dünndarmerkrankung, die durch Gluten (Getreideeiweißstoff)
ausgelöst wird und zu einer krankhaften Veränderung der
Dünndarmschleimhaut führt. Der Körper kann dadurch die zugeführte
Nahrung nicht mehr richtig aufnehmen und es kommt zu
Mangelerscheinungen. Da sich diese Autoimmun-Erkrankung nicht
heilen lässt, ist eine glutenfreie Ernährung zwingend notwendig.
Gluten kommen in Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer
und Dinkel sowie in den daraus hergestellten Produkten (Mehl, Brot,
Teigwaren, etc.) vor. Glutenhaltige Stoffe finden sich aber auch in
Light-Produkten und werden immer öfter als Geliermittel verwendet.
Um den Körper mit Ballasstoffen zu versorgen, kann z. B. auf
Hülsenfrüchte zurückgegriffen werden.
Nussallergie
Nüsse besitzen ein starkes Allergiepotenzial und können sehr
schwere allergische Reaktionen hervorrufen – allen voran die
Erdnuss, Walnuss und Haselnuss. Da die verschiedenen Nüsse zu
unterschiedlichen Pflanzenfamilien gehören, beschränkt sich die
Allergie meist auf eine einzelne Nussart. Oft reicht jedoch schon
die kleinste Menge aus – manchmal sogar bloß über Hautkontakt
oder durch Einatmen – um einen tödlichen allergischen Schock
auszulösen. Besondere Vorsicht ist daher auch bei Produkten
geboten, die Nüsse enthalten können, wie z. B. Schokolade, Brot,
Pudding, Soßenbinder, etc.
Histaminintoleranz
Histamin ist zwar eine natürliche Substanz und wird im Körper
produziert. Fehlt jedoch das Enzym, das das Histamin wieder abbaut,
kommt es zu einer Histaminintoleranz (Histaminose). Betroffen ist
von dieser erworbenen Erkrankung rund ein Prozent der Bevölkerung,
80% davon sind jedoch Frauen – vor allem ab dem 40.
Lebensjahr. In Lebensmitteln entsteht Histamin, wenn diese unter
Einsatz von Mikroorganismen reifen, wie z. B. Hartkäse,
geräuchertes Fleisch und Alkohol (vor allem Bier und Wein). Auch
unsachgemäße Lagerung kann den Histamingehalt in Lebensmitteln
erhöhen. Typisch für eine Histaminose sind Kopfschmerzen,
Verdauungsbeschwerden oder der sogenannte "Flush“
(Rotwerden). Wichtig für Betroffene ist auch zu wissen, dass eine
Reihe von Medikamenten den Abbau des Histamins blockieren kann. Sie
sollten daher auf histaminreiche Speisen verzichten, wenn sie eines
oder mehrere dieser Medikamente einnehmen müssen.
Fructose-Intoleranz
Probleme mit Fruchzucker können in zweierlei Formen auftreten: Bei
der Fructoseintoleranz handelt es sich um eine angeborene
Stoffwechselstörung, bei der Fruktosemalabsorption um eine
erworbene Krankheit – in beiden Fällen sollten die
Betroffenen vor allem Obst meiden, das mehr Frucht- als
Traubenzucker enthält, wie z. B. Apfel, Birne, Marille, Zwetschke
oder Mango. Fructose ist aber auch Bestandteil in Honig oder
Haushaltszucker.
Wichtige Schritte
Die Liste an Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist damit natürlich
lange nicht vollständig. Wenn Sie den Verdacht haben, bestimmte
Lebensmittel nicht zu vertragen, sollten Sie unbedingt einen
Facharzt (Ernährungsmediziner, Allergologen) konsultieren, um die
notwendigen Untersuchungen einzuleiten. Bestehen Sie nach der
Diagnose auf einer ausführlichen Ernährungsberatung durch
Diätassistenten, um einen auf Sie abgestimmten Ernährungsplan zu
entwickeln und Ihnen bei der praktischen Umsetzung der Diät im
Alltag zu helfen. Nur so können Sie vermeiden, weiterhin an
körperlichen Beschwerden bzw. durch das Weglassen bestimmter
Nahrungsmittel an Mangelerscheinungen zu leiden.
Chemischer Ersatz ...
Wenn Lebensmittel gänzlich vom Teller verbannt werden, kann das
Risiko einer Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen
steigen.
Nahrungsergänzungsmittel: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt,
leidet in unseren Breiten kaum unter Mangelerscheinungen. Bei einer
Nahrungsmittelunverträglichkeit können Nahrungsergänzungsmittel
jedoch helfen, den Körper mit den notwendigen Nährstoffen zu
versorgen. Gerade bei älteren Menschen kann dies notwendig sein, da
sie einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und
Mineralstoffen haben, der durch das Weglassen bestimmter
Nahrungsmittel zu Mangelzuständen führen kann. Die folgende
Auflistung zeigt die Substanzen an, die als Risikonährstoffe für
SeniorInnen gelten, sowie die Nahrungsmittel, in denen sie
hauptsächlich vorkommen und die Nahrungsmittelunverträglichkeit,
die unter Umständen zu einer Unterversorgung mit diesem Vitamin
oder Mineralstoff führen kann:
■ Vitamin D – Fette Meeresfische, Milch und
Milchprodukte, Eier (Laktoseintoleranz)
■ Folsäure – grünes Gemüse, Hülsenfrüchte (Linsen),
Kartoffeln, Zitrusfrüchte und Vollkornprodukte (Zöliakie)
■ Vitamin B12 – Fleisch, Hering, Seelachs, Eier, Milch
und Milchprodukte (Fischallergie, Laktoseintoleranz)
■ Vitamin C – Obst, Gemüse (Fruktose-intoleranz,
Fruktosemalabsorbtion)
■ Kalzium – Milch und Milchprodukte
(Laktoseintoleranz)
■ Magnesium – Getreideprodukte, Nüsse, Milch (Zöliakie,
Nussallergie, Laktoseintoleranz)
■ Jod – Seefisch, Speisesalz
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Quelle: GUIDE 50 PLUS/spu
2 Kommentar(e)
TomTom schrieb vor 481 Tag(en) 2 Stunde(n) 41 Minute(n)
Lactoseintoleranz
Bei Lactoseintoleranz kann man sich sehr gut mit Lactrase
helfen.und in angemesenen Mengen wieder Milchzucker zu sich
nehmen.Hilft auch sehr gut bei Tabletten (Cholesterin)etc.da in der
Hülle sehr viel Lactose verarbeitet wird
Ich hoffe,das diese Information hilfreich war















energie schrieb vor 542 Tag(en) 14 Stunde(n) 56 Minute(n)
Nahrungsergänzung
ich bin überzeugt man kommt heut zu tage nicht mehr ohne nahrungsergänzung aus! ich sprech aus erfahrung! keine chemie nur natur ! und du bist auch im alter fit und gesund!