Österreichs Musikhauptstadt im Land der Burgen

Eisenstadt liegt auf uraltem Siedlungsboden, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1264. Durch die Bestellung von Joseph Haydn zum Vizekapellmeister der Esterházy’schen Hofkapelle 1761 begann in Eisenstadt ein Kapitel europäischer Musikkultur. Dadurch verschaffte sich die Stadt weltweite Bekanntheit.
Schloss Esterházy
Schloss Esterházy ist Wahrzeichen und bedeutendstes Kulturdenkmal
des Burgenlandes. In der ersten Hälfte des 17. Jhdt. erwarb Familie
Esterházy die mittelalterliche Burg und baute sie großzügig um.
Noch immer erklingen bei festlichen Anlässen und Konzerten die
traumhaften Melodien von Josef Haydn in dem nach ihm benannten
Haydnsaal.
Bergkirche und Haydn-Mausoleum
1820 wurden Haydns sterbliche Überreste in die Gruft der Bergkirche
zu Eisenstadt überführt. Was für ein Schreck muss es gewesen sein,
als festgestellt wurde, dass ein wichtiger Teil fehlte – der
Kopf. Kurz nach Haydns Beerdigung wurde sein Schädel gestohlen und
befand sich von 1895 – 1953 im Museum der Gesellschaft der
Musikfreunde in Wien. Im Jahre 1932 ließ Fürst Dr. Paul Esterházy
in der Kirche das Haydn-Mausoleum errichten. 12 Jahre später gab
die Gesellschaft der Musikfeunde den Schädel heraus und er wurde
mit den übrigen Gebeinen in einem Marmorsarkophag im
Haydn-Mausoleum beigesetzt.
Attilabrunnen
Der Attilabrunnen in St. Georgen ist ein römischer Grabstein mit
dem Relief eines Ehepaares. Auf der Inschrift ist nur mehr der Rest
des Familiennamens "Atili“ zu lesen. Daher kommt der
fälschliche Name "Attilabrunnen" und die daran knüpfende Sage, dass
Attila hier begraben sei.
Rathaus
Der ganz besondere Bau stellt einen Mix aus verschiedenen Epochen
dar, die zusammen ein architektonisch interessantes wie einmaliges
Gebäude schufen. Die Grundform und die 1926 entdeckten
Wandmalereien dürften aus der Frührenaissance stammen. Sie wurden
später dem Barock angepasst. Am Mittelerker befinden sich das
Wappen der Freistadt und die Sonnenuhr. Von 1999 bis 2001 wurde der
Gebäudebestand aus den 50er –Jahren geschliffen und durch
einen zweckgerechten, modernen Neubau ersetzt.
Auch das Land rund um Eisenstadt hat einige Sehenswürdigkeiten zu
bieten. Hier sind Kultur und historische Plätze gleichermassen zu
Hause.
Seefestspiele Mörbisch
Die Seefestspiele Mörbisch wurden von Kammersänger Prof. Herbert
Alsen gegründet und stellen den Höhepunkt des sommerlichen
Kulturangebots dar. Die mörbischer Festspielbühne wird durch die
wunderschöne Naturkulisse des Neusiedlersees unterstrichen. Für
jeden Operettenliebhaber bilden die Seefestspiele jedes Jahr einen
Höhepunkt.
Marktgemeinde Hornstein
Im Jahre 1271 wurde Hornstein erstmals urkundlich erwähnt als
"terra Zorm“. Hornstein ist ein wichtiger Ausgrabungsort
prähistorischer und römerzeitlicher Funde. Der älteste Ortsteil ist
der Graben, die verwinkelten Gassen, Streckhöfe und Söllnerhäuser
im Südteil sind jünger.
Esterházyscher Meierhof
1674 ließ Graf Nádasdy die Burg renovieren und 1700 wurde sie durch
Kaiser Leopold I an Paul Esterházy verpfändet. Zu dieser Zeit wurde
sie als "Meierhof mit Hofstadel und Schäferei“ erwähnt. Im
18. Jahrhundert wurden hier bis zu 1000 Schafe gehalten. Außerdem
ist diese Kreuzscheune eines der größten derartigen Gebäude in der
Region.
Türkentor
Das Türkentor in Purbach ist eines der drei Tore, die mit der
Wehrmauer im Jahre 1630-1634 errichtet wurden. Das Türkentor,
Bruckertor und Rustertor waren die Zugänge zum Ort Purbach und
dienten ebenso zum Schutz. Auch heute noch findet man die
Vorrichtungen für die Zugbrücke und die kleine Eingangstür am
Türkentor.
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