Land der Störche und des Weins

Die Freistadt Rust ist mit 1.700 Einwohnern der kleinste Verwaltungsbezirk Österreichs. Der gesamte Altstadtbereich, der zu den malerischsten seiner Art zählt, ist heute denkmalgeschützt. Aber auch die anderen Bezirke im Norden des Burgenlandes und natürlich der Neusiedlersee haben ihre ganz besonderen Reize.
Rust
Die Fischerkirche ist der kunst- und kulturgeschichtlich
wertvollste Bau der Freistadt Rust. Die gotische Kirche steht auf
dem ehemaligen Friedhof, der von einer Wehrmauer umgeben ist. Die
einzelnen Bauteile der Kirche stammen aus dem 12. bis 16.
Jahrhundert. Im Inneren der Kirche befindet sich der spätgotische
"Dreiheiligenaltar" und die älteste Orgel des Burgenlandes.
Sehenswert sind auch die alten Grabsteine und Fresken, die von der
romanischen über die frühgotische bis zur spätgotischen Zeit
reichen.
Der Adlerbrunnen ist ein steingefasster Keltenbrunnen mit
bekrönendem Doppeladler. Er war einst ein Hoheitssymbol aus der
Zeit Kaiser Karls VI. (1720). Er wurde 1981, anlässlich der Feier
"300 Jahre Freistadt Rust", nach alten Ansichten unter Verwendung
originaler Eisenteile neu errichtet.
Das Torwächterhaus ging aus einem Eckturm und Teilen der Wehranlage
des seeseitigen Stadttores hervor. Bis zum Ende des vorigen Jhdts.
wohnte dort der Torwächter, der täglich um 22 Uhr alle drei
Stadttore abschloss und um 4 Uhr wieder öffnete.
Mattersburg
Mattersburg selbst ist die drittgrößte Stadt des Burgenlandes. Die
Gemeinde wurde erstmals 1202 unter dem Namen "villa Martini"
urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich wurde sie nach dem
Kirchenheiligen Martinus benannt. Bis 1924 hieß der Ort Matterdorf,
dann wurde zur Stadtgemeinde erhoben und in Mattersburg
umbenannt.
Das Wahrzeichen der Stadt Mattersburg ist das 150 Jahre alte
Bahn-Viadukt. Mit dem Rosaliengebirge hat Mattersburg ein tolles
Naturparadies direkt vor der Haustüre. Hier entspringt auch die
Wulka, die in den Neusiedlersse mündet und das wunderschöne
Wulkatal ernährt.
In Mattersburg befindet sich auch das erste Kulturzentrum des
Burgenlandes. Es wurde 1976 fertiggestellt und ist noch heute
Veranstaltungsort von Konzerten, Theater, Ausstellungen und
Seminaren. Die bekannte Burg Forchtenstein ist ebenfalls einen
Besuch wert.
Wiesen hat sich in den letzten Jahren vor allem als Ort für
Musikfestivals einen Namen gemacht. Jeden Sommer strömen tausende
Fans unterschiedlichster Musikrichtungen den Festplatz in Wiesen.
Ein Stück Kulturgeschichte ist das historische Fries von Wiesen,
das aus ca. 100.000 Mosaiksteinen besteht und Anfang der 80er Jahre
entstand.
Seefestspiele Mörbisch
Die Seefestspiele im Juli und August stellen jedes Jahr einen
kulturellen Höhepunkt dar und haben inzwischen Weltberühmtheit
erlangt. Unter der Intendanz von Prof. Harald Serafin werden
bekannte und beliebte Operetten aufgeführt.
Neusiedler See
Das wohl bekannteste Freizeitparadies österreichs hat für
Naturliebhaber und Sportfreunde alles zu bieten. Als Mekka der
Surfer hat er sich längst einen Namen gemacht, nicht zuletzt mit
dem Surfopening in Podersdorf erlangte er internationalen
Ruf.
Der See ist aber vor allem durch seine einzigartige Natur bekannt.
Er selbst ist nur rund 1,5 Meter tief und 36 Kilometer lang. 1993
wurde der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel gegründet. Er
bewahrt das einzigartige Gebiet rund um den Steppensee mit vielen
vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und Vogelarten, darunter der
Wachtelkönig, die Schleiereule oder die Großtrappe.
Die Orte Illmitz und Halbturn sind beliebte Ausflugsziele. Illmitz
ist die flächenmäßig größte Gemeinde österreichs und am tiefsten
gelegen. Bei den Kleinen besonders beliebt sind die seltenen weißen
Esel der Gemeinde. In Illmitz sind ausserdem zahlreiche
Weltmeisterweine zu Hause. Das Schloss Halbturn ist der
bedeutendste Barockbau des Burgenlandes und hat sich durch
Veranstaltungen und Ausstellungen einen Namen gemacht.
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Links: www.burgenland.at
www.seefestspiele-moerbisch.at
www.nationalpark-neusiedlersee.org
www.schlosshalbturn.at












