Achtung beim Einkaufen im Internet!

Einkaufen im Internet wird immer unkomplizierter und selbstverständlicher. Bereits mehr als die Hälfte aller Österreicher ab 14 Jahren hat schon im Internet eingekauft. Die zunehmende Beliebtheit des Online-Shoppings nützen aber auch immer häufiger schwarze Schafe unter den Anbietern aus, die auf Kosten unvorsichtiger Konsumenten verdienen wollen. Vielen Internet- bzw. E-Commerce-Einsteigern fehlt auch das Wissen um mögliche Fallen beim Online-Einkaufen zu erkennen. Zugleich mit dem Siegeszug des Online-Shoppings wächst daher auch die Anzahl der Beschwerden. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht des Internet Ombudsmann für 2009 auf.
2009 wurden 10.009 Beschwerden bearbeitet
Insgesamt 10.009 Beschwerdefälle wurden 2009 beim Internet
Ombudsmann (www.ombudsmann.at)
mit der Bitte um Unterstützung und außergerichtliche
Streitschlichtung gemeldet. In 88 Prozent aller Fälle gelingt
dies den Experten des Internet Ombudsmann auch. Insgesamt löste das
Ombudsmann-Team im Jahr 2009 so Streitfälle im Wert von 853.000
Euro. Mit 107 Euro war die durchschnittliche Schadenshöhe pro
Beschwerde im Jahr 2009 etwas niedriger als im Jahr davor (2008:
151 Euro pro Fall). Die meisten Beschwerden betrafen Probleme
rund um Verträge und Vertragsrücktritte (81,9 Prozent). In
diese Kategorie fallen auch vermeintliche "Gratis"-Angebote,
die rund 75 Prozent der Gesamtbeschwerden ausmachten.
Lieferprobleme (verspätete Lieferung, Lieferverweigerung)
sind der zweithäufigste Beschwerdegrund mit 7,3 Prozent, gefolgt
von falschen Preisangaben bzw. überraschenden
Zusatzkosten mit 2,6 Prozent.
Unerfreulicher Trend setzt sich im ersten Quartal 2010 fort:
mehr als 1.000 Beschwerden in einem Monat
Auch im ersten Quartal 2010 stieg die Anzahl der beim Internet
Ombudsmann gemeldeten Probleme weiter stark an. Deutlich mehr
als 1.000 Beschwerden muss der Internet Ombudsmann mittlerweile
jeden Monat bewältigen. Im gesamten ersten Quartal waren es
mit 3.649 Beschwerden um 32 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum
des Vorjahres (1. Quartal 2009: 2.757 Beschwerden). Auch bei den
2010 bisher gemeldeten Beschwerdefällen führen vermeintliche
"Gratis"-Angebote im Internet vor Problemen mit dem
Vertragsrücktritt.
Die Tricks der Online-Betrüger mit vermeintlichen
"Gratis"-Angeboten
Der Trick der Betrüger ist meist ähnlich: Eine attraktiv gestaltete
Website bietet angeblich Gratis-Download von Software,
Adressen für Fabrikverkauf, Routenplaner, Hausaufgaben etc. an. Die
Kostenhinweise werden von den Anbietern mehr oder weniger
versteckt. Der Konsument registriert sich bereitwillig, um das
vermeintliche "Gratis“-Angebot nutzen zu können. Einige
Wochen später folgt dann die böse Überraschung: Eine Rechnung
flattert ins Haus und für den Fall, dass man eine Zahlung
ablehnt wird sofort mit Inkassobüro und Rechtsanwalt
gedroht. Viele lassen sich von den Drohungen
einschüchtern und bezahlen – unnötigerweise!
Sogar Personen, die die Website niemals besucht haben, können von
den Zahlungsaufforderungen betroffen sein.
Im vergangenen Jahr betraf die häufigste Betrugs-Masche
kostenpflichtige Download-Angebote von eigentlich kostenloser
Software (z.B. OpenOffice, Adobe Reader, Firefox). Auf der
Hitliste der Beschwerdeverursacher belegen solche Internetangebote
die ersten drei Plätze. "Gerade bei 'Gratis'-Angeboten, die eine
Registrierung mit Name und Adresse erfordern, sollte man
misstrauisch sein. Denn auch im Internet hat niemand etwas zu
verschenken. Wer unsicher ist, ob er es mit einem seriösen Anbieter
zu tun hat, kann sich jederzeit beim Ombudsmann-Team erkundigen",
so Jungwirth.
Als Orientierungshilfe und um weiteren Schaden zu verhindern
führt der Internet Ombudsmann eine eigene Watchlist verdächtiger
Domains bzw. Betreiber, die regelmäßig ausgebaut und
aktualisiert wird. Auf der Internetseite finden Hilfesuchende neben
der Watchlist der "schwarzen Schafe" unter den Online-Anbietern
auch Musterbriefe für den Rücktritt von solchen Angeboten
und Tipps zu anderen häufigen Problemen.
Foto: WALEED - Design/flickr.com
www.ombudsmann.at
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Quelle: Internet Ombudsmann
2 Kommentar(e)
Mo47 schrieb vor 614 Tag(en) 12 Stunde(n) 19 Minute(n)
Eukolie ...
... genau so geht es, dann passiert nix ... aber alles anklicken, überall Namen und Mailadresse bekanntgeben ... da darf man sich dann nicht wundern!














EUKOLIE schrieb vor 615 Tag(en) 9 Stunde(n) 54 Minute(n)
Internet-Einkauf
Bevor ich etwas "gratis" herunterlade, schaue ich mir immer diese Webseite sehr genau an, ob nicht irgendwo ein Haken ist. Vor allem dann, wenn bei Gratisangeboten Name und/oder Mailadresse verlangt werden.
Im übrigen hat mein Firefox ein Add on namens WOT, das jede aufgerufene Webseite als gut, weniger gut oder schlecht bzw. unseriös anzeigt.
Kaufe prinzipiell nur bei bewährten und seriösen Firmen, wo auch eine Bezahlung mittels Kreditkarte verschlüsselt wird und damit sehr sicher ist.