Forum - Politik

Thema: Das größte Neonazi-Treffen in Europa..

SanPedro schrieb am 17.05.2017 10:24

Das größte Neonazi-Treffen in Europa..

.. fand am vergangenen Wochenende in Loibach bei Bleiburg in Kärnten statt.

Ca. 10 000 Menschen pilgerten dort hin zum Totengedenken an Ustasa-Kämpfer.

Die Ustasa war eine faschistische Bewegung, die an der Seite Hitlerdeutschlands einen kroatischen Staat errichtete und Serben, Juden und Roma, sowie kroatische Antifaschisten in Konzentrationslager deportierte.

Schätzungen der Anzahl der Ermordeten bewegen sich zwischen 300 000 und 750 000 Menschen, die dem Ustasa-Terror zum Opfer fielen.

Von einigen Historikern wird die Ustasa-Diktatur dem Klerikalfaschismus zugeordnet, da sich Kleriker aller Ebenen der kirchlichen Hierarchie beim Aufbau und der Organisation der Diktatur beteiligten.

Der Kärntner Verfassungsschutz sieht in dem Treffen keinen Neonazi-Aufmarsch, sondern eine kirchliche Veranstaltung für die Angehörigen von Gefallenen .

Die Veranstaltung sei konform mit den Österreichischen Gesetzen und daher nicht zu verbieten, betonte der zuständige Bezirkshauptmann.
Gegen Uniformen und Abzeichen, die in Kroatien verboten sind, in Österreich aber nicht, könne man nichts machen.

Das Treffen wird eine Art Pilgerstätte, da die organisierenden Vereine in Kärnten Grundstücke kaufen, Bühnen errichten und eine Gedenkstätte.

http://kaernten.orf.at/news/stories/2842236/

Goldhase schrieb am 17.05.2017 10:47

Antwort: katholischer Klerikalfaschismus

Es soll Leute geben, die haben Angst vor einem katholischen Klerikalfaschismus. Ob wirklich schon von jemandem Anzeichen für Vorbereitungen zur Errichtung einer katholischen Diktatur wahrgenommen wurden? Wie auch immer, man kann ja nicht vorsichtig genug sein.

Was werden wir alles von einem katholischen Terrorregime zu erwarten haben? Werden dann alle Leute eingesperrt, die bei einer Kontrolle keinen Rosenkranz in der Tasche haben, oder die dabei erwischt werden an einem Fasttag Fleisch zu essen oder gar die Sonntagsmesse geschwänzt haben?

Ein bisschen irritiert mich allerdings, wenn diese "Antifaschisten" die vor der Errichtung einer christlich klerikalen Diktatur warnen, genau die gleichen sind welche überhaupt keine Berührungsängste mit dem Islamismus haben, ja diese Gefahr ganz klein reden, obwohl überall in der Welt der islamistische Faschismus dabei ist hunderte Millionen von Menschen zu unterjochen.

sailing schrieb am 17.05.2017 12:02

Antwort: Und San Pedro glaubst die Titopartisanen waren besser ?

Ja, man hat eben einen kommunistisch eingetrübten Blick.Grafik, Smiley für :bat:


https://lupocattivoblog.com/2015/05/19/das-grausige-geheimnis-der-tito-partisanen/

SanPedro schrieb am 17.05.2017 20:18

Antwort: @sailing

Was soll deine beleidigende Bemerkung?

Ich entnehme deinem Postung, dass du es ganz in Ordnung findest, wenn sich auf Österreichischem Boden 10 000 Neonazis treffen. - Auch in Uniformen und mit Emblemen, die in Kroatien verboten sind!

Angesichts der unglaublichen Katastrophe, die der Faschismus für die Menschen unserer Elterngeneration bedeutete, ist wohl den meisten außer dir klar, dass ein Verharmlosen und Relativieren solcher Aufmärsche völlig fehl am Platz ist, wenn wir nicht wollen, dass sich die Geschichte weiderholt.

Österreich darf kein Tummelplatz für Neofaschisten werden, weder für kroatische Ustasa- Anhänger, noch für den ungarischen Jobbik, noch für "autochthone" Nazis!

Sicher wird' s einige Ewiggestrige geben, auch hier im
SK, die eine Wiederbelebung autoritärer, völkischer und rassistischer Traditionen ganz chick fänden, kein Zweifel!

kalamitsi schrieb am 17.05.2017 20:39

Antwort: Jo mei, SanPedro,

wegen so ein bisserl Faschismus muß man sich doch nicht aufregen. Dafür gibts Patriotismus zum Schleuderpreis und weit und breit keinen Moslem. Da pocht das rechte Herzerl gleich viel schneller.

Hebs schrieb am 18.05.2017 09:19

Antwort: dafür oder dagegen?

Ob wir dafür oder dagegen sind, interessiert niemanden auch nur einen feuchten Dreck. Ich möchte darauf hinweisen, dass man Wirkung nicht mit Ursache vermengen sollte. Auf welchem Nährboden entsteht denn der neuaufgeflammte Faschismus? Wer oder was musste zurückbleiben zugunsten jener, die unidentifiziert unsere Grenzen stürmten? Faschismus entsteht nicht durch "Nichts", das sollte auch einmal thematisiert werden.

Inana100 schrieb am 18.05.2017 10:11

Antwort: Faschismus

Zum Thema Hetze und Faschismus in Österreich: (zufällig gefunden)

Grafik, Smiley für :confused:

AG Leaks: Immer mehr Spuren Richtung ÖVP

Der Skandal um antisemitische und neonazistische Postings wird immer mehr zum Problem der Jungen Volkspartei und damit auch von Sebastian Kurz.

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Auf Twitter teilen
Von Michael Bonvalot

"Gemeinsam mit unserem Bundesobmann Sebastian Kurz waren wir auch dieses Jahr wieder beim europäischen Forum Alpbach.“ So beginnt ein Bericht auf der Homepage der Jungen ÖVP am 29. August 2016. Neben den politischen Diskussionen, etwa mit verschiedenen ÖVP-MinisterInnen, standen auch noch eine "traditionelle Speckjause“ und ein gemeinsamer "gemütlicher Ausklang“ des Abends an.

Konservatives Business as usual also beim Forum Alpbach. Pikant ist allerdings der Autor des Berichts, der hier über gemeinsame Zeiten mit Außenminister Sebastian Kurz berichtet.
Christoph Diensthuber war Mandatar der Fakultätsvertretung Jus der AktionsGemeinschaft AG und bis zumindest August 2016 Pressesprecher der Jungen ÖVP (JVP). Und ist nun einer der Beteiligten beim Skandal um antisemitische und neonazistische Postings in internen Social Media-Gruppen von mehreren ÖVP-nahen Jugendorganisationen.

...................

Diese Angelegenheit wurde auch vorgestern im Parlament besprochen und das Wissenschaftsministerium um eine lückenlose Aufklärung aufgefordert.

jani schrieb am 18.05.2017 16:55

Antwort: @hebs

aber ob ich meine meinung schreibe und ob das zufällig jemand interessiert, stellt sich ja erst heraus in einem meinungsforum.

ich bin ja auch dagegen, dass man kinder prügelt, ob das jemand interessiert oder nicht

was den kurz betrifft, glaub ich nicht, dass er ein faschist ist und was er früher vielleicht alles ausprobiert hat, würde ich ihm auch nicht nachtragen. ein junger mensch ist ja beim lernen.

allerdings denke ich, er ist noch nicht "ausgelernt", so wie dieses remmidemmi vonstatten geht. ein politikerwechsel ist ja eigentlich nichts besonderes.

und an den stimmenregen bei der övp glaub ich auch nicht. da ziehen schon vorher kern und strache an einem strang.

ob ich das gut finde oder nicht, spielt keine rolle, hebs Grafik, Smiley für :D da hast du schon recht .

kalamitsi schrieb am 18.05.2017 21:00

Antwort: @ Hebs

Die Ursache für den wieder aufkeimenden Faschismus sind nicht die Flüchtlinge, sondern die Faschisten, die die Flüchtlingsproblematik für ihre miese Propaganda benützen. Für die Lösung dieser Probleme brauchen wir weder Faschisten noch Rechtsextremisten.

jani schrieb am 18.05.2017 21:59

Antwort: das phänomen faschismus

ist durch unsere geschichte auf deutsch so ausführlich auf und ab untersucht, dass man sich wirklich leicht ausführlich informieren kann.
man kann eigentlich nur dafür oder dagegen sein.
oder einfach mitlaufen, wo die grössten schreier sind. das sind die meisten ....eben mitläufer wie der herr karl .....qualtinger unerreicht als herr karl Grafik, Smiley für :D

gute nacht allseits !
ps auf ORFIII gibts dzt viel interessantes unnenpolitisches.

Inana100 schrieb am 18.05.2017 22:47

Antwort: Herr Karl

@jani schrieb am 18.05.2017 21:59
das phänomen faschismus

...meinst du nun den "Austrofaschismus"?...oder mehr...


Grafik, Smiley für :teufel2:

Hebs schrieb am 19.05.2017 09:13

Antwort: an jani

Ich glaube auch an keinen warmen Stimmenregen
Es ist nämlich eine Sache, jemanden als AM gut zu finden, aber eine andere Sache jemanden zum Kanzler zu wählen.
Schüssel/Pröll - wenn sich zwei alte Männer vornehmen als graue Eminenzen den Taktstock schwingen zu müssen, kann das auch in die Hosen gehen.Grafik, Smiley für :)

Hebs schrieb am 19.05.2017 09:15

Antwort: kalamatsi

Man kann Ursachen sehen oder eben nicht sehen wollen, mit Hass und Schimpfkanonen war aber auch noch nie jemande geholfen

Hebs schrieb am 19.05.2017 09:20

Antwort: Phänomen faschismus

Er wird immer verteufelt und verdammt und bis jetzt haben sich wirklich alle erfolgreich dagegen gewehrt, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Nicht, dass ich den Faschismus an sich gut finde oder befürworte, aber was könnte man - angelangt am Grund - wohl finden? Vielleicht ganz banal ein Volk will sein Land zurück? Wie auch immer zu formulieren wäre, es wird sich niemand finden, auch nur einen mm tief nachzusehen. Das ist wie eine nie ausgeheilte Krankheit die mit der Zeit chronisch wird.

jani schrieb am 19.05.2017 15:40

Antwort: @inana100

ein fachgespräch über geschichte und arten von faschismen kann ich mit dir nicht führen, du scheinst da besonders beschlagen, ich weiss das, was halt ein politisch interessierter normalbürger weiss....dass kein faschismus zu einem guten ende führt, sondern zu krieg.

@hebs, du suchst ursachen? es wird wohl die grundfrage aller menschlichen aktivitäten sein "was ist ein gutes leben" und "wie kann ich es erreichen?".

du schreibst selber:
mit Hass und Schimpfkanonen war aber auch noch nie jemande geholfen"

das machen aber die faschisten. oder glubst du, es macht dein leben besser, wenn du romadörfer zerstörst in ungarn?? na, siehst du, das machen aber die faschisten in ungarn .
also warum auch immer, das darf man nicht als anständiger mensch und es bringt auch nicht das erwünschte ergebnis.

, ich verabschiede mich für heute.
@hebs, ich glaub eh, du verstehst was ich meine.

jani schrieb am 19.05.2017 15:42

Antwort: @inana100

ein fachgespräch über geschichte und arten von faschismen kann ich mit dir nicht führen, du scheinst da besonders beschlagen, ich weiss das, was halt ein politisch interessierter normalbürger weiss....dass kein faschismus zu einem guten ende führt, sondern zu krieg.

@hebs, du suchst ursachen? es wird wohl die grundfrage aller menschlichen aktivitäten sein "was ist ein gutes leben" und "wie kann ich es erreichen?".

du schreibst selber:
mit Hass und Schimpfkanonen war aber auch noch nie jemande geholfen"

das machen aber die faschisten. oder glubst du, es macht dein leben besser, wenn du romadörfer zerstörst in ungarn?? na, siehst du, das machen aber die faschisten in ungarn .
also warum auch immer, das darf man nicht als anständiger mensch und es bringt auch nicht das erwünschte ergebnis.

, ich verabschiede mich für heute.
@hebs, ich glaub eh, du verstehst was ich meine.

SanPedro schrieb am 19.05.2017 20:37

Antwort: In Kroatien..

.. gibt es von Seiten der Regierung Bestrebungen, die Geschichte des Ustasa-Faschismus aufzuarbeiten sowie Verharmlosungen und Rechtfertigungen entgegenzutreten.

"Wir werden das (faschistische) Ustascha-Regime, das zahlreiche Verbrechen begangen hat, klar verurteilen“, kündigte der neue Regierungschef Andrej Plenkovic heute in Zagreb an: "Diese Diskussion ist niemals grundsätzlich geführt worden.“

http://orf.at/stories/2376886/

Der rechtsextreme Kultusminister Hasanbegovic wurde im Vorjahr durch eine gemäßigtere Kraft ersetzt. Er hatte zwar die Verbrechen der Ustasa, nicht aber das faschistische Regime selbst abgelehnt. Nach heftigen Protesten der kroatischen Zivilgesellschaft - allen voran Kulturschaffende, deren Bereich er autoritär beschneiden wollte - wurde er abgelöst.

Er war ein Befürworter des jährlichen Ustasa- Aufmarsches in Bleiburg/Kärnten.

Kroatien kommt nicht zur Ruhe und es könnte wie bei uns im Herbst vorgezogene Neuwahlen geben.

Eine Entwicklung zum autoritären Staat wie in Ungarn und Polen ist in Kroatien nicht ganz gebannt.

Login

Klub