Sicheres Zuhause

schlafende Senioren

Untersuchungen haben ergeben: Wer sich sicher fühlt, dem geht es auch gesundheitlich besser, denn Stress und Angst wirken sich negativ auf unseren Körper aus. Setzen Sie in Ihrem Zuhause Maßnahmen, damit auch Sie Ihren Kopf auf ein Ruhekissen der Sicherheit betten …

Die größte Angst der Östereicherinnen und Österreichern ist jene um ihr Eigentum – das geht aus dem jährlichen Sicherheitsbarometer des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hervor, bei dem repräsentativ für Österreich 500 Personen befragt wurden. Auf die Frage nach konkreten Ängsten wurde am häufigsten die Angst vor Einbruchsdiebstahl (10%) genannt, gefolgt von der Angst vor Krankheit oder dem eigenen Tod (8%) und der Furcht vor Überfall, Raub oder Diebstahl (7%). Ein Einbruch bedeutet für die Opfer nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern zieht für die Betroffenen auch meist eine starke psychische Beeinträchtigung nach sich. Die Zerstörung der Privat- und Intimsphäre oder die Furcht vor einer Wiederholung werden für die Opfer sehr oft zum bösen Traum. Viele Betroffene werden nach der Tat von Ängsten geplagt, leiden unter Schlafschwierigkeiten, Alpträumen und Nervosität.
Um schon im Vorfeld sein Zuhause richtig zu schützen und um solche Leiden zu vermeiden, ist es wichtig, umfassende Schutzmaßnahmen im Auge zu behalten, die nicht immer teuer sein müssen.

Wohnt hier jemand?
Einbrecher scheuen grundsätzlich den Kontakt mit den Bewohnern. So hat eine Täterbefragung ergeben, dass das Delikt Einbruchsdiebstahl unter anderem deshalb gewählt wurde, weil die Täter im Gegensatz zu Räubern ihren Opfern nicht begegnen bzw. ihnen keine Gewalt antun wollten.
Lassen Sie den Eindruck entstehen, dass jemand in der Wohnung oder dem Haus anwesend ist. Ziehen Sie die Rollläden hoch, und schließen Sie sie nachts. Das signalisiert Einbrechern ständige Anwesenheit.
Mit Zeitschaltuhren lassen sich bei längerer Abwesenheit Lampen, aber auch Radios oder TV-Geräte ein- und ausschalten.

Leichte Beute?
Schließen Sie Ihre Tür wirklich gut ab und verstecken Sie keine Schlüssel unter Fußmatten oder in Blumentöpfen – das ist fast eine automatische Einladung, denn Einbrecher finden wirklich alles!
Auch sollten Sie auf Ihrem Anrufbeantworter keine Nachricht hinterlassen, wie lange Sie z. B. auf Urlaub oder abwesend sind. Einstiegshilfen wie z. B. Leitern im Eingangsbereich des Hauses oder in der Nähe des Fensters stehen zu lassen, ist förmlich eine Einladung zum Einbruch. Denn Täter suchen immer die schwächste
Stelle.
Schmuck, Wertgegenstände, Bargeld, Sparbücher haben nichts in der Wohnung verteilt zu suchen, sondern gehören in einen Tresor – besser noch in ein eigenes Schließfach.

Auf gute Nachbarschaft
Nachbarn, die Augen und Ohren offen halten, können wesentlich dazu beitragen, dass Einbrecher die Finger von der Beute lassen. Gerade in der anonymen Großstadt, in der es Einbrecher oft zu leicht haben, kann Nachbarschaftshilfe einiges bewirken. Das belegt auch die KfV-Studie. So machen sich die Einbrecher die Gleichgültigkeit mancher Nachbarn zu Nutze, wie dieses Originalzitat eines inhaftierten Täters belegt: "Ich mache mit Ihnen eine Wette, Sie stehen zehn Meter daneben, Sie hören vielleicht das Geräusch, aber Sie denken sicher nicht an einen Einbruch. Das ist ja das Interessante“.
Es reicht schon aus, den Nachbarn zu informieren, wenn man länger verreist ist – verdächtige Geräusche werden so bestimmt viel rascher bemerkt. Als guter Helfer erweisen sich Nachbarn auch dann, wenn Sie länger weg sind und Werbematerial vor der Tür entfernt und Briefkästen geleert werden müssen.

Mehr als eine Barriere
Die Zeit ist Teil des "Berufsrisikos“ von Einbrechern – alles muss schnell gehen! Deshalb ist eine Sicherheitstür nach der ÖNORM B5338 mit Widerstandsklasse 3 eine für den Einbrecher beschwerliche Barriere. Diese Türsicherung ist gerade für den privaten Gebrauch sinnvoll, weil sie die Widerstandszeit der Tür um einige wertvolle Minuten erhöht. Der Einbrecher braucht dadurch länger, um in die Wohnung zu kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nachbarn den Einbruch bemerken, wird immer größer, je länger es dauert die Tür zu öffnen. Der Einbau von einbruchshemmenden Türen wird in Wien gefördert (Information und Einreichstelle: MA 50 Wohnbauförderung, Tel.: 4000-74860).

Qualität ist genormt
Achten Sie beim Kauf von Sicherheitsprodukten wie Beschläge, Zylinder, Balkenriegel, Türen etc. auf genaue Beschreibungen und die Angaben oder das Vorhandensein international anerkannter Kennzeichnungen und Normen.
● Türen und Fenster: ÖNORM B 5338 (für Heimgebrauch ab Klasse 3)
● Schließzylinder: DIN 18254 Klasse 1-3 (höchste Stufe); ÖNORM B 5454
● Beschläge: DIN 18257 ES1-ES3 (höchste Stufe); ÖNORM B 5455
● Schlösser: DIN 18251; ÖNORM B 5453
● Einbruchmeldeanlagen: TRVE 31-7
In Technik investieren lohnt sich, denn fast 40 Prozent der Einbruchsversuche scheitern an extra gesicherten Fenstern und Türen.

Technik schreckt ab
Bei Häusern ist der Einbau einer Alarmanlage oftmals ratsamer, da rein mechanische Sicherheitsvorkehrungen aufgrund vieler Einstiegsmöglichkeiten sehr teuer kommen können. Alarmanlagen bieten Komfort und Sicherheit: In drei Viertel der Fälle werden die Einbrecher bei der Tat geschnappt. Besonders gefürchtet ist die stille Alarmierung, bei der ein Dieb nicht sicher sein kann, ob und wann er sie ausgelöst hat. So können Sie sich umfassend schützen:
● Einbruchmeldeanlage mit Qualitätsbestätigung und Installationsattest
● Beleuchtung mit Bewegungsmelder und Zeitschaltuhr
● Videoüberwachung
Eine der natürlichsten "Alarmanlagen“ ist nach wie vor der Hund. Denn Bello will auf gar keinen Fall, dass seinem Rudel Schaden zugefügt wird …

Weiterempfehlen Drucken Quelle: Guide 50 plus/mgö

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