Das Handy als Bürgerkarte

Handy in Betrieb

Seit sieben Jahren verfügbar, fristet die Bürgerkarte bisher ein Nischendasein. Auf dem Handy soll die digitale Signatur nun neu durchstarten. Hauptzielgruppe sind 1,5 Millionen Finanzonline-nutzer, die ihr Mobiltelefon einfach via Web als elektronischen Ausweis mit digitaler Signatur freischalten können - kostenlos, ohne Kartenlesegerät und Software-Installation. Beim Online-Banking ist das Freischalten von Transaktionen mittels Mobile TANs (Transaktionsnummern) schon lange üblich, nun hält die Identifikation via Handy auch bei Online-Amtswegen Einzug.

Mit der digitalen Signatur via Mobiltelefon sollen vor allem private Gelegenheitsnutzer angesprochen werden. Jeder Österreicher kommt 1,8-mal pro Jahr mit dem Amt in Kontakt", so Christian Rupp von der im Bundeskanzleramt angesiedelte Plattform "Digitales Österreich". Bisher nutzen 75.000 Privatanwender ihre E-Card als Bürgerkarte. Viele Interessenten wurden vom Bürgerkarten Registrierungsprozess abgeschreckt. Dieser setzte unter anderem die Anschaffung eines Kartenlesegeräts voraus, das auch bei der anschließenden Nutzung der Bürgerkarte zwingend zur Identifikation nötig war und somit die theoretische Flexibilität der Online-Behördengänge (immer und überall) zunichte mache. Diese Hürde fällt nun weg.

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4 Kommentar(e)

Elihu schrieb vor 619 Tag(en) 18 Stunde(n) 7 Minute(n)

Würde manche Funktionen nicht nützen!

So praktisch das Online-Banking ist, ich würde mir nie meine "TANs" über das Handy geben lassen.
Deshalb, da ein Handy-Vertrag ja doch relativ kurzlebig ist. Es gibt immer wieder neue, günstigere Angebote, was mitunter auch mit einer neuen Nummer verbunden ist. Da müsste man sich auch immer darum kümmern, dass die TANs auch über die neue Nummer zu erhalten sind, sicher umständlich.
Die Mitnahme der Nummer ist nicht immer einfach und auch nicht (immer?) kostenlos.
Scheint mir wieder eine Vereinfachung für die Banken zu sein, wo man die Arbeit immer mehr selbst erledigen muss und die Kreditinstitute fast schon ohne Leistung Geld verdienen.
Die Übermittlung von TANs per Post bewährt sich für mich.
Die E-Card als Bürgerkarte finde ich gut, auch wenn ich das noch nicht habe.

Girard schrieb vor 619 Tag(en) 17 Stunde(n) 49 Minute(n)

die E-Card als Bürgerkarte ...

wäre an sich der zielführende Weg,
wenn da nicht die langsame Bearbeitung über das "Lesegerät" wäre
und die zusätzlichen Jährlichen Kosten für die A-Trust Zertifizierung ...

Hatte die "Bürgerkarte" (Bankomatkarte), bin aber gerne und schnell wieder zum "TAN" System, fürs Internet Banking, zurückgekehrt, für die Amtswege ist das System immer noch zu wenig ausgereift, bzw. umständlich.

EUKOLIE schrieb vor 619 Tag(en) 17 Stunde(n) 36 Minute(n)

Handy als Bürgerkarte?

Auch ich hatte das Ansinnen meiner Bank abgelehnt, über meine TANs nur mehr per Handy verfügen zu können. Wie schon @Elihu richtig schreibt, Handys und deren Provider werden öfters gewechselt (ich selbst mußte für die Mitnahme meiner Nummer klarerweise zahlen). Und Handys werden auch verloren.

Ich hatte mir vor längerem, im Rahmen einer Bundeskanzleramtsführung, die eCard auch in eine Bürgerkarte umwandeln lassen und dabei auch das angebotene Kartenlesegerät erstanden. Letztlich habe ich sie in dieser Funktion nie verwendet, denn zuerst gab es Probleme mit dem Downloaden der entsprechenden Software, dann, als ich sie endlich auf meiner Festplatte hatte, startete mein PC langsamer als eine Schnecke, weil dieses Datei eine enorme Größe hatte. Ich habe sie wieder entfernt und verwende für den einmal jährlich Antrag auf KEST Rückerstattung den alten, guten Postweg.

Allerdings wird das in nächster Zukunft auch erschwert, wurde auch hier in meiner Gemeinde bereits von der Post angekündigt, dass unser Postamt "zu wenig" (!) Gewinn macht und daher geschlossen wird. Und alle Postkästen sind ohnehin schon vor zwei oder drei Jahren abmontiert worden... Sollte sich kein "Postpartner" melden, wird ersatzlos geschlossen, so dieser Vertreter der österr. Post...

evaki schrieb vor 619 Tag(en) 9 Stunde(n) 36 Minute(n)

Ich wechsle nie den Anbieter

... habe immer A1 und bin sehr zufrieden damit. Es geht immer und überall, auch das Modem. Man hat mir als langjähriger Kundin auch einen sehr günstigen Tarif gemacht, man muss halt nur anrufen und sich kümmern.

Übrigens kostet es nur 2 - 3 Klicks die Rufnummer zu ändern. Unter Voreinstellungen....

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