Wie Banken zu Bonitätsdaten kommen

Symbolbild für Bankberatung

Wenn Sie zu ihrer Bank gehen, um beispielsweise einen Kredit zu beantragen, dann wird man den von ihrer Bonität abhängig machen. Wie geht das vor sich, wie kommen die Banken zu solche Daten? Die Arbeiterkammer wollte das genau wissen und hat die großen Institute in Österreich getestet., wobei sich herausstellte Bank Austria, Bawag PSK, Erste Bank, Hypo Landesbank und Volksbank – beziehen die Bonitätsdaten ihrer KundInnen primär aus den Selbstauskünften, der Bankenwarnliste und der Kleinkreditevidenz. Einige Banken (Erste Bank und Volksbank) geben an, dass sie zusätzlich auf Informationen aus sonstigen Kreditauskunfteien und öffentlichen Registern (Volksbank) zurückgreifen

Ob Kunden kreditwürdig sind, dazu reichen nicht nur Stamm- und Einkommensdaten. Es fließen vor allem Daten über laufende Finanzierungen und Zahlungsunregelmäßigkeiten in die Prüfungen ein. Oft wird auch ein Blick auf das Kontoverhalten geworfen, ob etwa die Gehaltseingänge regelmäßig sind. Einige Bankinstitute lassen auch allgemeine Angaben in ihre Bewertungen mit einfließen, etwa Alter, Familienstand, Zahl der Kinder, Beruf, Art des Wohnsitzes.

Alle befragten Bankinstitute geben an, dass die Bonitätsbewertung durch Mitarbeiterinnen erfolgt. Dabei kommen aber auch so genannte automatisierte Scoringverfahren zum Einsatz. Das heißt, mit dem Kreditscoring wird die Rückzahlungswahrscheinlichkeit der KundInnen ermittelt. So wird versucht, mit Hilfe von Fakten über eine Person, allgemeinen Erfahrungen und statistischen Werten möglichst zuverlässig das Verhalten eines Kunden vorherzusagen. Die Mehrzahl nutzt nur unternehmensinterne Scoringsysteme.

Bei einer negativen Entscheidung, werden dem Kunden die Ablehnungsgründe auf Nachfrage erklärt. Sie können ihren Standpunkt einbringen, um das Ergebnis noch zu beeinflussen.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: ak/hma

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