Golden Oldies

Golden Oldies

Die jungen Alten konsumieren gut und gerne. Aber sie sind auch bereit, einen Teil ihres Vermögens zu veranlagen. Einige Tipps für Konservative bis Wagemutige, vom Sparbuch bis zur Aktie.

Wer spart, hungert bloß für die Erben – oder für den Staat“: So lautet nach Meinung der Sozialforscher das Motto der sogenannten "jungen Alten“, wenn es ums Geld geht. Sie seien mobil, ausgesprochen aktiv und vielseitig interessiert. Das kurbelt den Konsum an. Vor allem seit Marketing-Gurus in den letzten Jahren begonnen haben, diese neue, großteils potente Zielgruppe zu entdecken. Und weil der Begriff "alt“ ja in unserer Gesellschaft nicht gern gehört wird, bekommen die 50- bis 60-Jährigen neue Attribute verpasst. Sie heißen jetzt "Golden Oldies“ oder "Silver Ager“. Das steht für pralle Brieftaschen. Laut Wirtschaftskammer Österreich sind fast 60 Prozent der über 55-Jährigen bereit, für besondere Qualität mehr zu zahlen. Gesundheit, Körperpflege, Kosmetik und Kulinarisches sind dabei gefragte Ausgabeposten. Doch die Generation 50 plus ist nicht homogen. Es gibt aktivere und weniger aktive, gesündere und weniger gesunde Menschen darunter. Und es gibt sozial besser Gestellte und schlechter Gestellte.

Sparbücher
Wenn man mit Vertretern der großen Banken, wie zum Beispiel der Bank Austria oder Raiffeisen, spricht, erfährt man, dass die Gruppe der sozial etwas besser Gestellten zur treuesten Klientel der Kundenbetreuer zählt. Die Motive reichen vom kurzfristigen Körberlgeld bis zur Pflegevorsorge im hohen Alter. Sparbücher zum Beispiel tragen Zinsen für kleine Urlaube, diverse Anschaffungen, Reparaturen, Geschenke. Beide Großbanken bieten derzeit verschiedene Arten von Kapitalsparbüchern von ein bis fünf Jahren an. Die Rendite ist aufgrund der weltweit niedrigen Zinssätze mager, aber dafür sicher: zwischen eineinhalb und vier Prozent (minus 25 Prozent KESt).

Anleihen
Um in Anleihen zu investieren, braucht man nicht besonders wagemutig zu sein. Man braucht bloß ein bisschen Zeit. Denn nach Ablauf der jeweiligen Laufzeit bekommt man das eingezahlte Kapital zu 100 Prozent zurück. Wer frühzeitig verkaufen will, muss mit möglichen Kursverlusten rechnen, was die Zinserträge schmälern kann. Es empfiehlt sich daher, sich bei der Bank laufend über den aktuellen Kurs zu informieren. Zwei Dinge sind dabei zu beachten: der Einstiegskurs: Wenn Sie beispielsweise zum Kurs von 104 oder 105 kaufen, zahlen Sie dafür bei 1.000 Euro 40 oder 50 Euro mehr. Diese Summe müssen Sie in Ihrer Rechnung vom Zinsertrag abziehen. Zweitens: das Rating der Anleihe. Das richtet sich vor allem nach der Bonität des Unternehmens, welches die Anleihe begibt. Kaufen Sie daher nur Anleihen von Firmen, denen Sie vertrauen. Gerade in letzter Zeit kamen hoch verzinste Anleihen mehrerer renommierter österreichischer Unternehmen auf den Markt.

Wohnbauanleihen
Ein besonderes Zuckerl bieten Wohnbauanleihen. Sowohl Bank Austria als auch Raiffeisen haben diese in ihrem Portfolio. Bei diesen Wohnbauanleihen fällt bis zu vier Prozent Zinsen keine KESt an. Auch hier ist der Einstiegskurs wichtig, weil viele Wohnbauanleihen relativ langfristig sind. Bei dieser Veranlagungsform bekommen Sie in der Regel Ihre Zinsen jährlich ausgeschüttet. Dieses zusätzliche Geld können Sie auch weiter veranlagen. Vielleicht geht dann in einigen Jahren der lange Traum von einer Weltreise in Erfüllung.

Bausparen
2010 sinkt die staatliche Prämie beim Bausparen von vier auf 3,5 Prozent. Dafür bieten die Banken und ihre Bauspartöchter einige Verbesserungen an. Flexiblere Verträge innerhalb der sechsjährigen Laufzeit, kurzfristige Spareinlagen oder leichtere Umstiegsmöglichkeiten nach der Ablauffrist. Es empfiehlt sich ein intensiveres Gespräch mit dem Kundenberater. Und falls in den nächsten Jahren nicht gerade die Hyperinflation über uns hereinbricht, ist dann sicher eine thermische Sanierung des eigenen Hauses oder ein Terrassenausbau möglich.

Zukunftsvorsorge
Diese längerfristige Anlageform für die "jüngeren Alten“ ist in letzter Zeit im Zuge der Weltfinanzkrise gehörig in Verruf geraten. Spekulative Verluste vernichteten Zuwächse, die Renditen schmälerten sich gewaltig. Dabei sind staatlich geförderte Zukunftsvorsorgeprodukte eine absolut sinnvolle Ergänzung zur künftigen Pension: Es ist schon ein Unterschied, ob man dann, wenn man aus dem Arbeitsleben ausscheidet, mit viel weniger auskommen muss oder vielleicht um ein paar hundert Euro mehr im Monat zur Verfügung hat. Nun wird die private Pensionsvorsorge sicherer gemacht. Die staatliche Prämie sinkt zwar ab 2010 auf neun Prozent (204 Euro), doch wird künftig der Aktienanteil mit steigendem Alter abgesenkt. Ab dem 55. Lebensjahr beträgt er überhaupt nur noch 15 Prozent. Wer einen bestehenden Vertrag hat, kann umsteigen.

Aktien und Gold
Für private Anleger nichts anderes als Spielkapital. Um es klug zu machen, braucht man viel Erfahrung und Wissen. Aktien konnten 2009 zu Schnäppchenpreisen erworben werden und waren daher ein Renner. 2010 wird es – wahrscheinlich – langsamer bergauf gehen. Auch hier empfiehlt sich: an bekannte Unternehmen halten und nicht alles auf eine Karte setzen. Und Gold befindet sich derzeit auf hohem Niveau. Doch aufgrund des Booms in China und Indien sind noch Renditen möglich. Man sollte es aber nur zu einem geringen Prozentsatz für Spekulationen verwenden.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: Guide 50 plus/rst

2 Kommentar(e)

Dander schrieb vor 403 Tag(en) 11 Stunde(n) 37 Minute(n)

Anlage in Gold

Gerade sein Erspartes in Gold anzulegen kann derzeit nur empfohlen werden ! Es ist richtig, dass der Goldpreis auch in absehbarer Zeit weiter steigen wird, und ausserdem sagte schon Voltaire: Papiergeld kehrt zu seinem inneren Wert zurück - NULL. Wenn jemand Interesse an einer risikolosen Goldveranlangng hat kann ich ihm eine seriöse Adresse empfehlen. Habe selber dort bereits physisches Gold erworben - zu einem Preis der die Banken im wahrsten Sinne des Wortes als dass darstellt was sie sind: Abzocker !

vietnam schrieb vor 198 Tag(en) 11 Stunde(n) 49 Minute(n)

software zum geldverdienen

http://goo.gl/3sX0w schaut mal rein, ist interessant.
Gruß
Gerhard
es dauert seine Zeit, bis man damit zurecht kommt, doch dann kann man vor allem durch das Partnerprogramm gut Geld verdienen..

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