Gratis ist oft nicht umsonst

Dubiose Internetanbieter

Die unfairen Tricks im Internet

Vom Führerscheintest, über Fabriksverkäufe, bis zu Psychotests, Lebensprognosen oder Namens- und Ahnenforschung, sowie gratis Software, wird von dubiosen Firmen im Internet alles "gratis“ angeboten. Wer sich bei den meist inhaltlich dürftigen Seiten voreilig registriert – im Glauben, dass sie gratis sind – bekommt auch schon eine saftige Rechnung. Die vermeintlichen Gratis-Angebote erweisen sich als Kostenfallen. Denn, dass etwas zu bezahlen ist, ist oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Beschwerden häufen sich.

In den Konsumentenschutzberatungen der Arbeiterkammern in ganz Österreich gibt es über unseriöse Internetanbieter rund 30.000 Beschwerden und Anfragen im Jahr.

Den Verbraucher werden dann für künftige Vorsorge gute Ratschläge mitgegeben:

* Registrieren Sie sich nicht vorschnell auf Webseiten mit Angeboten und Informationen über z.B. Lebensprognosen, SMS-Diensten, Vornamen, Lehrstellen etc. Solche Seiten sind oft nur am Tag der Registrierung gratis, dann verlängern sie sich in einen teuren Abo-Vertrag.

* Lesen Sie die gesamte Webseite und die Geschäftsbedingungen, bevor Sie sich auf Angebote oder Tests einlassen. Das Kleingedruckte gibt’s auch im Web!

* Drucken Sie Mails, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder Screenshots aus, und heben Sie sie auf. Im Zweifelsfall können Sie sich vor eine Registrierung bei den Arbeiterkammern über den Anbieter informieren.

* Gehen Sie mit Ihren Daten wie Name, Adresse, Telefon sorgsam um. Geben Sie nie persönliche Daten ein, ohne genau nachzulesen, wozu sie benötigt werden.

* Seien Sie gegenüber "Gratis“ misstrauisch, und suchen Sie nach versteckten Preisangaben. Diese befinden sich bei unseriösen Anbietern oft an unüblicher Stelle auf der Homepage im Kleingedruckten.

* Sollen Sie Teilnahmebedingungen bestätigen, dann lesen Sie diese nach.

* Geben Sie nie Ihre Bankdaten für Probezusendungen oder "Gewinne“ ein.

* Seien Sie skeptisch, wenn Sie Ihre Handynummer angeben sollen. Es könnten teure Mehrwert-SMS drohen.

* Was beim Rücktrittsrecht gilt: Haben Sie sich auf einer vermeintlichen Gratisseite angemeldet oder haben Sie eine Zahlungsaufforderung bekommen, nutzen Sie umgehend Ihr Rücktrittsrecht nach Paragraf 5e Konsumentenschutzgesetz. Tun Sie das schriftlich und eingeschrieben.

Für bestimmte Geschäfte, die im Fernabsatz geschlossen werden, besteht ein kostenloses Rücktrittsrecht innerhalb von sieben Werktagen ab Vertragsabschluss. Vorausgesetzt: Es wurde über das Rücktrittsrecht ordentlich, also schriftlich, per E-Mail, Fax oder mit der Post, informiert.

Wurde nur auf der Webseite oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf das Rücktrittsrecht verwiesen, verlängert sich die Frist auf bis zu drei Monate.

Unerklärbare Rechnungen nie sofort zahlen. Überprüfen Sie die Fakten und wenden Sie sich im Zweifelsfall an eine Konsumentenberatungsstelle.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: ak/hma

3 Kommentar(e)

gwandlaus schrieb vor 831 Tag(en) 12 Stunde(n) 55 Minute(n)

ich bin einmal eingefahren

man möchte es nicht glauben: auf einer tierseite. habe ordnungsgemäß gekündigt, doch es wurde nicht angenommen. im gegenteil, ich wurde mit mails bombardiert, dann mit schreiben von rechtsanwälten (vordruck, gedruckte unterschrift, nicht eingeschrieben).
habe die AK angerufen, deren schreiben ausgefüllt und mich so verhalten, wie empfohlen: nicht reagieren.
es kamen weitere schreiben seitens der inhaber der tierpage, richtig bedrohlich mit angaben über angeblich "verurteilte" etc. etc. etc. der witz dauerte monate.

herausgekommen ist zum glück nichts, seit einem jahr habe ich nun ruhe.

evaki schrieb vor 831 Tag(en) 2 Stunde(n) 22 Minute(n)

Mir auch

Ich war ungeschickt beim Runterladen von avira und bin irgendwie in ein download - Abo reingerutscht, d.h. ich hab ein Häkchen übersehen, das aber sicher schon vorher da war. Gemacht habe ich es nicht. Ich habe aber ohnehin einen falschen Namen und eine falsche Adresse und eine alias-Internet Adresse angegeben. Kann natürlich sein, dass sie mich aufgrund des IP oder über gmx oder sonstwie rausfinden. In dem Fall gehe ich zur AK. Die haben mir auch in einem Fall geholfen, wo meine Mutter wo reingetappt ist.

sophia.philo schrieb vor 830 Tag(en) 14 Stunde(n) 6 Minute(n)

Partnervermittlung im Netz: Gewinn, durch unlauteres Spiel mit Gefühlen?

Ein österreichischer Bekannter hat mir folgende unglaubliche Geschichte erzählt.
Er wurde von der Partnerbörse, die nur mit ELITEn kann und sich auch so nennt, angeschrieben und hat sich zu einen Kurzversuch (14 Tage a 69,90.-) entschlossen. Korrekt hat er alle Daten ausgefüllt, inklusive seines österreichischen Bankkontos. Sein Profil wurde auch prompt freigegeben uind nach einer Woche plötzlich: ALLES AUS!

Weil das Unternehmen scheinbar das Geld nicht vom (korrekt angegebenen) Bankkonto abbuchen konnte haben die Leute von der Partnerbörse, Geschäftsführerin: eine gewisse Katherina Allendorf, am Anfang der Woche das Profil gesperrt, er kann nicht mehr hinein, eventuelle interessierte Damen, die er angeschrieben hat, erhalten die Nachricht, daß das Profil gesperrt wurde, klar, daß sie ihn nicht nochmals besuchen und obendrauf ist es ihm nicht möglich gewesen, wenigstens die inaktive Mitgliedschaft rechtzeitig in der Webseite zu kündigen, womit eine automatische Verlängerung des Abonnements auf ein Jahr in Kraft tritt!
Er überlegt nun den Rechtsweg, irgendwie verständlich!

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