Altbaumieten stark gestiegen

ein Zinshaus

10.06.2005

Eine AK Analyse der Mikrozensusdaten der Statistik Austria zeigt: Von 1999 bis 2004 stiegen die Gesamtmieten in Altbauwohnungen (vor 1945 errichtet) um rund 30 Prozent.

Damit erhöhten sie sich etwa dreimal so stark wie die Inflationsrate (10,6 Prozent). Altbaumieten stiegen aber auch doppelt so stark wie die Mieten in nach 1945 gebauten Mietwohnungen. Ein wesentlicher Grund liegt in der unwirksamen Mietbegrenzung für Altbaumietwohnungen durch das Richtwertmietsystem. Die AK fordert angesichts der Teuerungen klare Mietobergrenzen für Altbaumietwohnungen und eine Mieterentlastung bei den überwälzbaren Hausbetriebskosten.

Die starke Steigerung der Altbaumieten geht nur zu einem geringen Teil auf die Kategorieaufwertungen zurück, sagt die AK. Denn auch die durchschnittlichen Mieten in Kategorie A Altbauwohnungen sind von 1999 bis 2004 mit 26 Prozent weit stärker als die Inflation gestiegen.

Im Gegensatz dazu sind die Mieten in den nach 1945 errichteten Mietwohnungsbauten "nur" um rund 16 Prozent gestiegen. Diese Mietwohnungen wurden zu einem Großteil von gemeinnützigen Bauvereinigungen und Gebietskörperschaften errichtet und vermietet. Für die Mietwohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen gibt es klare Mietobergrenzen, die dazu beigetragen haben, dass die Mieterhöhung deutlich geringer ausgefallen ist wie im Altbau.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: seniorkom/ak

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