10 Wege zur wahren Schönheit

Wahre Schönheit kommt nicht vom „Messer", sondern von innerer Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und natürlichem Selbstbewusstsein.

Bedeutet älter werden auch gleich hässlich und unansehnlich werden? Die ­Modediktate von Medien und Schönheitsindustrie suggerieren dies. Im Folgenden ein paar Regeln, die das Gegenteil beweisen.

1 Verlustängste
Machen wir uns nichts vor: Altern ist mit Verlusten verbunden. Verlust an Konzentrationsfähigkeit, Verlust an Schnelligkeit, Spritzigkeit, Verlust von glatter Haut, Verlust von Haaren, Zähnen …
Solche Verlustängste hat einst schon der kluge Johann Nestroy so zusammengefasst: "Ja alt werden will halt alles, aber alt sein will kein Mensch.“ Um auf den brutalen Kern der Diskussion zu kommen: Ist "alt sein“ gleich "hässlich sein“? Neuerdings wird dies von den Apologeten des Schönheits-Jugendwahns wieder frech behauptet, es findet quasi eine symbolische Hexenverbrennung statt.

2 Modediktat
Das hat sehr viel mit dem Modediktat der Lifestyle- und Frauenzeitschriften und der haarsträubenden Oberflächlichkeit vieler Medienproduzenten zu tun. Dieser Druck, der auch die Ideologie des Fitnessirrsinns beinhaltet, führt dazu, dass sich viele ältere Menschen schämen: Ihres Aussehens wegen oder schlicht infolge der Tatsache, dass sie glauben, "mit der Zeit“ nicht mehr mithalten zu können.

3 Neue Schönheitsideale
Dabei eifern selbst viele junge Menschen Idealen nach, die sie in der Wirklichkeit nie erreichen können. Es ist halt nicht jeder ein Richard Gere oder George Clooney, nicht jede eine Penélope Cruz. Und überhaupt: Der Schönheitsbegriff hat sich im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer wieder geändert. Die Ägypter legten vor allem Wert auf Hygiene, Römer und Griechen pflegten in ihren gesellschaftlichen Hoch-Zeiten vor allem die Ästhetik des Körpers. Ein Ideal, das im Spätmittelalter und in der Renaissance wieder auferstand und Künstler wie Miche­langelo berühmt machte. Barock und Rokoko waren vielfach von geschnürter und verpackter Leibesfülle geprägt. Ab dem 20. Jahrhundert wechselten die Schönheits­ideale rasant und sollten Sie gerade als Typ nicht "in“ sein: Warten Sie ab – Ihre Zeit kommt noch.

4Warum ist man schön?
Aber haben Sie sich schon gefragt, warum Ihnen auch viele ältere Menschen schön, interessant, einfach ästhetisch vorkommen – nicht nur edel gealterte Film- und Fernsehstars wie Sophia Loren oder Senta Berger, auch Menschen, mit denen Sie im Alltagsleben zu tun haben? Die Persönlichkeit des Großvaters, der Omi, fast zum Verlieben?

5 Persönlichkeiten
Das muss wohl an der Persönlichkeit dieser Menschen liegen. Es sind ­ältere Menschen, die eine Geschichte haben, die etwas zu erzählen wissen, deren Augen leuchten, auch wenn sie Falten auf der Stirne oder den einen oder anderen ­
Leberfleck haben, während so manche jungen Leute mit glatter Haut wie ein Kinderpopo und strahlend weißen Zähnen Greisenhaftigkeit ausstrahlen.

6 Innere Schönheit
Dieses ewig Jugendliche ist ein Ausdruck der sogenannten "inneren Schönheit“. Der Dichter Christian Morgenstern schrieb: "Der Körper ist ein Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ Wer mit sich selbst im Reinen ist, wer zu sich und seinem Körper mit all seinen Fehlern steht, wer über seine eigenen Schwächen auch Scherze machen kann, wer nicht ständig an irgendwelchen Unebenheiten herumnörgelt, wer mit möglichen Minderwertigkeitskomplexen umgehen kann, kurz, wer jenes normale – nicht übersteigerte – Selbstbewusstsein besitzt, der wird auch nach außen hin strahlen.

7 Selbstbewusstsein
Wie gewinnend kann ein selbstbewusstes Lächeln wirken, wie ­sicher der aufrechte Gang oder der gute "Schmäh“. Das alles kann man zwar üben, aber erlernen kann man es nicht. Man muss "Persönlichkeit“ in sich tragen, die man durch Lebenserfahrung, Reife, Siege, aber auch Niederlagen, Bildung und Kultur gewinnt.

8 Mode und Geschmack
Persönlichkeit beweist man auch im Bereich der Mode. Mit viel Geschmack kann man auch einen vielleicht zu dicken oder alternden Körper kaschieren. Egal ob man sich elegant oder sportlich kleidet. Wer ­jedoch glaubt, dass er oder sie sich gewaltsam auf jugendlich trimmen muss, wird Schiffbruch erleiden. Wenn der Hals oder die Oberarme faltig sind, sollte man diese Körperteile bedecken. Mit Leggings und T-Shirts werden manchmal ebensolche Lacheffekte erzielt, wie bei reichen Zittergreisen, die sich mit jungen Models in der Öffentlichkeit zeigen.

9 Schönheitschirurgie
Alle künstlichen Eingriffe am Körper können nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch sehr kostspielig werden. Miss und Mister Botox lassen sich die – meist leider doch sichtbare – gekünstelte Jugendlichkeit schon etwas kosten. Das Geschäft mit der Schönheitschirurgie boomt auch in Österreich: Jährlich glauben an die 25.000 Menschen, sich plastisch verschönern lassen zu müssen. Vielleicht hilft es manchen, abstehende Ohren oder Dauertränensäcke operieren zu lassen, um zu ihrem Wohlbefinden zu kommen. Man sollte aber auch dabei mit Maß vorgehen.

10 Körperpflege
In vielen Fällen schafft jedoch regelmäßige Körperpflege Abhilfe. Bei Zähnen, bei den Haaren, bei der Haut. Das ist vergleichsweise preiswert und erspart später vielfach seelischen und körperlichen Kummer. Und eine Regel gilt dabei sicher: Je früher man damit anfängt, desto mehr Freude wird man später mit seinem Aussehen haben.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: Guide 50 plus/rst

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