Schokolade mindert das Risiko von Herzerkrankungen

Symbolbild dunkle Schokolade

Ostereier und insbesondere Schokolade mit hohem Kakaoanteil können, in kleinen Mengen konsumiert, die Gesundheit fördern. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im European Heart Journal, einer Zeitschrift der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie, veröffentlicht wurde. Sie belegt, dass ein kleines Stück Schokolade pro Tag den Blutdruck senken und Herzerkrankungen vorbeugen kann.

Deutsche Forscher untersuchten im Rahmen einer Studie 19.357 Testpersonen im Alter von 35 bis 65 Jahren über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Dabei fanden sie heraus, dass Personen, die mehr Schokolade aßen (durchschnittlich 7,5 Gramm pro Tag) einen niedrigeren Blutdruck und ein um 39 Prozent geringeres Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen aufwiesen als Menschen, die durchschnittlich nur 1,7 Gramm Schokolade pro Tag zu sich nahmen. Der Mengenunterschied zwischen den beiden Testgruppen beträgt sechs Gramm Schokolade, das entspricht weniger als einem Stück einer 100- Gramm-Tafel. Obwohl es noch weiterer Untersuchungen bedarf, gehen die Forscher davon aus, dass Flavanole im Kakao für die positiven Auswirkungen auf den Blutdruck und die Gesundheit des Herzens sorgen. Dunkle Schokolade ist daher aufgrund des höheren Kakaoanteils gesünder. Die Testpersonen unterzogen sich im Rahmen der Potsdamer Teilstudie der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) zwischen 1994 und 1998 zahlreichen medizinischen Voruntersuchungen, darunter Messung des Blutdrucks, der Größe und des Gewichts. Zudem mussten sie Fragen zu ihrer Ernährung, ihrem Lebensstil und ihrem Gesundheitszustand beantworten.

Angesichts der gesundheitsfördernden Wirkung von Kakao ist es natürlich verlockend, sich der Versuchung der Schokolade hinzugeben, so die Autoren der Studie. Allerdings müssen die Ergebnisse der Untersuchung zunächst durch weitere Studien bestätigt werden, bevor Schokolade als Teil eines Ernährungsplans zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt wird.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: news b&k/hma

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