Franz Dungl: Reise in die Vergangenheit

11.01.2004
Franz Dungl wurde 1924 in Wien geboren und absolvierte ganze 45 Dienstjahre bei einer Versicherung. Schon immer hielt er sich durch zahlreiche Hobbies in Schwung. Auf Seniorkom wird er über die spannende Tätigkeit der Ahnenforschung erzählen, aber auch über andere Erfahrungen berichten.
Der Betriebs- und Gewerkschaftsfunktionär geht auch seiner
Leidenschaft des reisens gerne nach oder schreibt Gedichte, mit
welchen er bereits Preise gewann. Auf Seniorkom werden wir wohl
noch öfter in den Genuss seiner schreiberischen und dichterischen
Fähigkeiten kommen. Den Anfang macht jedoch erstmal ein Bericht
über die schon erwähnte Ahnenforschung. Vielleicht ist dies für
andere der Anstoß, sich ebenfalls mit Stammbäumen und Vorfahren zu
beschäftigen.
"Bei mir fing es so an: Nach genauer Ordnung aller sich in meinem
Besitz befindlichen Dokumente schrieb ich alles, was ich von meinen
Vorfahren wusste, ganz gleich, ob sie noch lebten oder schon
gestorben waren, in kurzen ,Lebensläufen' auf. Dann kam mir vor
zwei Jahren ein Zufall zu Hilfe, der mich in Kontakt mit einem
professionellen Familienforscher brachte. Die ,Grundforschung' war
für mich - aus Werbegründen - kostenlos, ich musste aber auf die
Forschungsergebnisse ein Jahr warten. Weiter zurückreichende
Forschungen sind sehr zeitraubend und, wenn man die Kosten hierfür
übernimmt, entsprechend teuer.
Inzwischen hatte ich mich über das Internet, in dem ich ebenfalls
ein Newcomer war, weitere Informationen geholt. Auch eine
"genealogische Software“ unterstützte mich beim Erstellen
meines Familienstammbaumes.
Ist man einmal ,infiziert', nimmt die Lust, mehr zu erfahren, wie
bei jeder anderen Forschung, zu. Wo liegen die Wurzeln meiner
Vorfahren? Wo lebten sie? Welche Berufe übten sie aus? Das sind nur
einige Fragen, die immer wieder auftreten. Es muss in diversen
Archiven und Pfarrämtern gesucht werden. In Wien hat man es etwas
leichter. Manchmal stößt man auf Kuriositäten. Bei einer
Urgroßmutter meiner Frau fand ich die Anmerkung, dass sie ihre
Tochter bereits auf dem Wege in die Gebärklinik ,auf der Gasse'
entbunden hat. Doch manch anderes Kurioses erfährt man beim
Blättern in alten Journalen. Man kann dabei viel Spannendes
entdecken und gleichzeitig Geschichte und Geografie kennen lernen -
bei dieser Reise in die eigene Vergangenheit."
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Quelle: seniorkom.at - Die Plattform für Seniorinnen und
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