Gedächtnisprotokoll eines Zeitzeugen

Ich habe einen Bericht inklusive Rezension verfasst, da ich vor Erscheinen meines Buches immer von einigen der derzeit 12053 Mitgliedern gefragt wurde, ob nicht meine Einträge als Buch erscheinen würden. Hier jetzt ein kurze Besprechung dieses Buches:
"Zeitzeugen, die zwischen den beiden Weltkriegen und in der
Nachkriegszeit ab 1945 gelebt haben, wird es bald nicht mehr geben.
Man wird sie daher auch nicht mehr fragen können: "Sag, wie war das
damals?“ schreibt der 85-jährige, österreichische Autor Franz
Dungl im Vorwort zu seiner Autobiographie, die den Titel trägt "Ein
Leben lang – Standort Wien“ und macht damit ein
wichtiges Motiv für das Niederschreiben seiner Biographie deutlich.
Dungl will seine Erinnerungen und Erfahrungen für die Nachwelt
erhalten, will ein Stück davon weitergeben an kommende
Generationen. "Die Vergangenheit ist es, auf der unsere Gegenwart
aufgebaut werden konnte“. Sein Werk liest sich wie ein
spannender Roman, der den Leser in eine Geschichte zurückführt, wie
sie nur das Leben schreiben kann."
Franz (Friedrich) Dungl wird am 4.Juli 1924 in Wien geboren. Kurz
vor ihrem 22.Geburtstag, Dungl ist drei Jahre alt, stirbt die
Mutter. Ein Jahr später lernt der Vater wieder eine Frau kennen,
doch Dungls Vorfreude auf die "neue“ Mutter, währt nicht
lange. "Für mich begannen als Kind, von meinem vierten bis zu
meinem vierzehnten Lebensjahr, die furchtbarsten Jahre meines
Lebens, “ schreibt er in seiner Biographie. Die Stiefmutter
entpuppt sich als Sadistin, die den Jungen in einer Tour
schikaniert. Schläge bekommt er, ob er die Wahrheit sagt oder lügt.
Doch er lernt, sich mehr und mehr durchzusetzen. Sein
Überlebenswille ist stark. Eine immer größere Rolle beginnt in
seinem Leben schon früh das geschriebene Wort einzunehmen.
Zeitungen interessieren den Zehnjährigen, er beginnt zu lesen,
später, als junger Mann, selbst zu schreiben.
Gedichte von ihm erscheinen ab 1948 im Europäischen Verlag in der
Buchreihe "Österreichische Lyrik". Dungl nimmt an öffentlichen
Veranstaltungen für Wiener Komponisten und Autoren teil, die von
dem Schriftsteller Philipp Munk veranstaltet werden. Er beteiligt
sich rege an Bewerben wie 1990 am "Luitpold Stern
Förderungspreis“. Seine Gedichte erfreuen sich in einer
breiten Öffentlichkeit großer Anerkennung.
Als Dungl sich im Jahre 2002 einer Herzoperation unterziehen muss,
gelangt sein Leben an einen neuen Wendepunkt. Der 78-jährige, der
in den Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit einen
unerbittlichen Lebenswillen entwickelt hat, muss schmerzlich
begreifen, dass es zwischen Himmel und Erde mehr zu verstehen gibt,
als er bisher gekannt und geglaubt hat. Seine Gefühle, Gedanken und
Erfahrungen, die er während der Operation gemacht hat, sind in
einem klaren, detailreichen Sprachstil verfasst, so dass es die
Leser mitreißt und zu Teilhabern der Situation werden lässt. Die
Schilderungen Dungls ähneln denen von Menschen, die so genannte
"Nahtoderlebnisse“ hatten, die schon einmal an der Schwelle
des Todes gestanden haben und deren Seelen im letzten Moment von
den Ärzten ins Leben zurückgeholt werden konnten. Dungl zeigt bei
der Schilderung dieser Erfahrungen, dass er mit Sprache umgehen
kann. Hier entfaltet sich sein schriftstellerisches Talent in hohem
Maße. Der Freiburger Professor Dr. Dr. Walter von Lucadou, der das
bekannte Institut für Parapsychologie leitet, bewundert vor allem
den Detailreichtum, in dem Dungl seine außerkörperlichen
Erfahrungen schildert. "Wer weiß, wie alt wir wirklich sind, wo wir
doch viele Tode sterben, und immer wieder kommen, um zu
lernen“.
"Ein Leben lang – Standort Wien“ ist ein bewegendes
Buch, das nicht nur die Höhen und Tiefen eines Menschenlebens
anschaulich darstellt, sondern die Leser darüber hinaus auch
mitnimmt auf eine zeitgeschichtliche, historische Reise in das Wien
der Dreißigerjahre bis in unsere Gegenwart. Ein Buch, das zu lesen
sich lohnt.
Dr. Nicolette Bohn
(Schriftstellerin und Drehbuchautorin)
DÜSSELDORF
Ausgestellt auf folgenden Buchmessen:
WIENER BUCHMESSE VOM 20. bis 23. November 2008
LEIPZIGER BUCHMESSE vom 12. bis 15. März 2009
INTERNATIONALE MESSE FÜR BUCH UND PRESSE vom 22. bis 26. April 2009
in Genf
FRANKFURTER BUCHMESSE vom 14.–18.10.2009
EXEMPLARE U. A. AN
Margit Fischer, First Lady
Dr. Michael Häupl, Bürgermeister von Wien
Prim. Dr. Thomas Maca, FA für Innere Medizin, Leiter der Angiologie
und Kardiologie an der Klinik für Innere Medizin Evangelisches
Krankenhaus Wien
Dr. Brigitte Aloy-Meixner, Hausärztin
"Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“
(Bücherliste 2008/09)
Franz Dungl: Ein Leben lang – Standort Wien, 2008; 367 S.,
21,90 EURO; ISBN 978-3-85022-452-9 Vergangenheit ist es, auf der
unsere Gegenwart aufgebaut werden konnte! In den früheren
Errungenschaften sind die Wurzeln unseres Wohlstands und der
Freiheit seit der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu finden.
Viele Ereignisse vergangener Jahrzehnte– mein bisheriges
Leben – habe ich in diesem Buch beschrieben. Kein Roman, aber
auch kein wissenschaftliches Werk“, formuliert der 1924
geborene und in Wien-Brigittenau aufgewachsene Autor über sein
Buch, das neben vielen zeitgeschichtlichen Bezügen bis herauf in
die 1990er Jahre auch Reisebeschreibungen,einen Erfahrungsbericht
über eine schwere Herzoperation, Erinnerungsbilder, Gedichte und
diverse "Gedankenspielereien“ ernster wie heiterer Art
enthält.
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Quelle: Franz Dungl
3 Kommentar(e)
bachgasse schrieb vor 572 Tag(en) 19 Stunde(n) 50 Minute(n)
Franz Dungl
Ich habe schon einmal darüber geschrieben über den Wert seiner Lebenserinnerungen, möchte dem noch hinzufügen, wie sich die Sache abrundet, wenn man das Glück hat, den Autor persönlich zu kennen! Wieviel steckt da noch in den Gesprächen, welche sich daraus ergeben! Danke!
SalzburgerEngerl schrieb vor 537 Tag(en) 18 Stunde(n) 35 Minute(n)
Franz Dungl-Lebenserinnerungen
Meinen Dank an Dich, dass du mich jahrelang an Deinen Gedanken und Erinnerungen vom Standort Wien u.a. teilhaben liessest,es war jedes Wort eine Bereicherung und ich freue mich, dass es Dir soweit in allem gut geht und Du Deine Jahre noch ein wenig geniessen kannst.Auch ich hätte Vieles zu erzählen, was sich so seit 1932 bis 2010 in Salzburg ereignete, es gibt leider nicht mehr viele Zeitzeugen. Doch jedes Jahr wird das Schreiben für uns eben mühsamer und nicht alle Generationen bzw. Jahrgänge können mit dieser "erlebten Zeit " auch etwas anfangen und sich was darunter vorstellen,leider- wäre aber manchmal besser, um keine schlechten Wiederholungen zu erleben.Es bleibt also doch immer wieder die LITERATUR ! Die Jahrzehnte überdauert und damit bleiben auch die ERINNERUNGEN. Danke !












galerieausstellung schrieb vor 591 Tag(en) 16 Stunde(n) 45 Minute(n)
Lieber Franz Dungl
eine beeindruckende Fülle, die Sie da gebracht haben! Gratulation und danke, daß Sie im Seniorkom schreiben! Amie