Die Trends der Zukunft

Am Ende des Jahres 2009 lässt wohl jeder Mensch die Geschehnisse der vergangenen Tage, Wochen und Monate nochmals in Gedanken und in einer stillen Stunde abrollen. Für einige war es ein hartes Jahr mit Krankheit und anderen schweren Schicksalsschlägen und mit Verzicht auf Vieles und für andere wieder ein erfolgreiches.
Mit wem man dieser Tage auch redet: Alle meinen, dass nach der
Krise endlich eine Zeit der Wende kommen muss, dass die Dinge sich
ändern müssen, denn die Schieflage rundherum ist unübersehbar
geworden.
Die Trends der Zukunft:
Das Maß der Dinge sollten nicht die Ausbeutung der natürlichen
Ressourcen, Verelendung und Hunger - obwohl genug für alle da
wäre-, Terror, Fanatismus, Gier und Neid und Machtspiele sein. Das
Menschliche, das Ausgleichende und Nachhaltige, die Kooperation,
das Miteinander sollte wieder mehr Platz bekommen und in den
Mittelpunkt rücken.
Die Götzen der Zeit, die Geld- und Machtversessenheit, die
Egozentrik und Beziehungslosigkeit, der Egoismus, die
Lieblosigkeit, die Brutalität und Rücksichtslosigkeit, der Burn-out
des Klimas wurden zum Sinnbild destruktiven Treibens in aller Welt.
Die Not, die dadurch auch entstanden ist, die Mangelzustände sind
überdeutlich
geworden.
Das "Happy Shopping" in überfüllten Einkaufszentren mit
nachfolgenden Schuldenlasten macht sicher niemals wirklich
glücklich, wie man es den überreizten Menschen in den Konsumtempeln
ja auch ansieht, trotzdem wird es "überspielt " mit Musik, die am
Ende keiner mehr hören kann.
Was lindert die Not und führt zum Besseren? - Kritisch konsumieren,
und zwar fair gehandelte, saisonale, regionale und gesunde Produkte
kaufen und sich nicht vom Konsumrausch für alles Mögliche verleiten
lassen, was uns nur auf lange Sicht gesehen
schadet. Die bedingungslose Jagd auf Profit generiert eine Menge an
Problemen. Eine extrem ungleiche Wohlstandsverteilung, die seit
langem im Gange ist, wird zum Pulverfass. Ausdrucksformen sind der
Terror ebenso wie die Einbruchs-, Überfalls- und Mord-Kriminalität
von Banden aus den Elendsländern des Ostens.
Auch die autobetriebene Mobilität mit ihren nervenden
Begleiterscheinungen ist eine Form der Freiheit, für die wir alle
einen hohen Preis zahlen müssen. Auch in anderen Ländern entsteht
eine globale Verbraucherklasse, die ähnlich leben wollen, doch
dieser völlig falsche Lebens- und Produktionsstil hat uns den
Treibhauseffekt eingebrockt, der nun anscheinend unmanövrierbar
geworden ist.
Wir sollten nicht blind konsumieren, auch mal Konsumverzicht üben
und stattdessen mit den liebsten Menschen Dinge unternehmen, die
Freude machen. Jeder hat doch eine diffizile Trendnase und
plädiert innerlich für die Wiederbelebung der Kardinaltugenden, wie
Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.
Wo bleiben die Perspektiven für Millionen von Menschen, die ihre
Zukunft aufbauen wollen? - Ist die Migration als neue
Völkerwanderung der Verarmten eine zulässige Perspektive in einem
an zweiter Stelle am Weltmarkt stehenden Wohlstandsland? - Sicher
niemals!
Die Kerndynamik im neoliberalen Wirtschaftssystem ist, dass der
Egoismus als gut gilt und belohnt wird. Diese Dynamik führt zu
Gewinnstreben, Konkurrenz und permanentem Wachstumsstreben und ist
die gemeinsame Ursache für die Banken- und
Weltwirtschaftskrisen. Ein System, welches nur Egoismus und
Gewinnstreben an die Spitze stellt, ist ein völlig falsches System!
Es geht einzig und allein nur darum, weniger zu nehmen, aber mehr
zu geben, dann wäre für alle mehr da. Ein anderes Wirtschaften und
Konsumieren ist für eine bessere Zukunft unabdingbar.
Für eine neue Lebensqualität ist es auch höchste Zeit mehr Zeit zu
haben und beweglichere Arbeitsmodelle. Wer jung ist, kann 40
Stunden arbeiten, auch mit Nebenjobs. StudentenInnen, deren bereits
unverschämte Forderungen schon zu hoch sind, in der Familienphase
kann es weniger sein, damit man mit 60 nicht als ausgelaugtes
Wrack in Pension geht. Mit mehr Liebe und bewusster leben zu
können, wäre sehr gefragt.
Die sozialen Strukturen gehören neu begutachtet und einer Umdenk-
und neuer Begutachtungsphase zugeführt, denn zur Zeit besteht nur
ein "abzocken " im Sozialbereich, aber zu wenig an HILFE für
Notleidende, Behinderte, Kranke und SeniorenInnen. Nicht das ALTER
behindert uns Menschen - wir MENSCHEN behindern das Alter!
Die Besitzenden könnten auch tatsächlich noch mehr abgeben. Der
Wohlstandspuffer ist trotzdem hoch, wir leben mit 20, 30 Prozent
weniger im Norden immer noch zu gut. Solange noch Brot auf der
Strasse weggeworfen und in Mülltonnen von vielen noch weit Ärmeren
Reste gesucht und gefunden werden, wird auch ein Land wie
Österreich nur an
den Schwächsten gemessen.
Solange reiche Grundbesitzer, wie z.B. die r.k. Kirche in ihrer
Starrheit und Einsichtslosigkeit sich verhält und sich anmaßt um
Spenden bei der Bevölkerung zu betteln um ihre Kirchen und Paläste
renovieren zu können und sich als "arm" darstellt, wird die heikle
Religionsfrage - auch für alle Religionen der Welt - in vielen für
die Menschen und Noch-Gläubigen lebenswichtigen, familiären
Belangen auch nicht gelöst werden können.
Gerade in dieser Zeit sollte man sich an den großen alternativen
Nobelpreisträger, Philosophen und Ökonomen Leopold Kohr (1909-1994)
erinnern, der als geistiger Vater des Begriffes "SMALL IS
BEAUTIFUL" gilt und der in seinen Werken vieles bereits
vorhersagte, was falsch in dieser Welt läuft. Er sprach u. a. immer
vom Anstoß zur Veränderung, da sie zum Wesentlichen führt.
Allerings müsse die Politik endlich den Mut zu einer
Umverteilungsdebatte in Sachen Wohlstand und Armut aufbringen! Und
einigen unbelehrbaren Machtbesessenen zeigen, wo es lang geht . Die
Menschen machen sich anlässlich der kommenden Jahreswende jetzt
wohl noch mehr Sorgen, wie es denn weitergehen werde in allem. Es
beginnt aber langsam vielleicht nun doch eine flächendeckende
Aufbruchsstimmung. Man frägt sich nun doch bereits: "Was kann der
Mensch dazu tun? -Was kann der
Mensch tun, damit sich endlich etwas ändert?"-
In diesem Sinne also: Die Hoffnung auf ein besseres Jahr 2010 und
für alle kommenden stirbt zuletzt!
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Quelle: Erna Mayer/Salzburger
Engerl/HobbyRedakteurin
2 Kommentar(e)
bachgasse schrieb vor 194 Tag(en) 18 Stunde(n) 39 Minute(n)
Zum neuen Jahr
Ich denke, man sollte sich nicht so in ein vergangenes Jahr vergraben, man sollte es so sein lassen, wie es sich uns geboten hat und auch nicht viel Vorsätze für das Neue Jahr sich vornehmen, es kommt ja ohnedies so, wie es kommen wird. Die Freude an einem neuen Tag halte ich da viel sinnvoller, der läßt sich auch viel schneller gestalten, als ein ganzes Jahr. Und ist ein Tag wirklich so gelungen, wie man es sich vorgestellt, dann kann man sich zufrieden in die Federn überantworten. Ist das kein Erfolgserlebnis?










mumsch schrieb vor 206 Tag(en) 16 Stunde(n) 24 Minute(n)
ZUKUNFT
Freunde haben, gesund sein, positiv denken, fröhlich sein..... ich habe Freude an meinem Leben.... eine Pensionistin :-))