Pensionssystem in Schwierigkeiten

Die Wirtschaftskrise bringt das Pensionssystem in Österreich zunehmend in größere Schwierigkeiten. Beitragseinnahmen sinken, der notwendige Zuschuss aus dem Staatshaushalt steigt deshalb drastisch an. Lag dieser Zuschuss 2003 noch bei 2,3 Milliarden Euro, dürfte der Staatsbeitrag heuer auf 4,3 Milliarden Euro steigen. Diese Zahl gilt allein nur für die Pensionsversicherung. Beamte- und andere Sonderpensionen sind noch nicht eingerechnet. Dazu kommt, dass die Zahl der Pensionisten ständig steigt, aber durch die Arbeitslosigkeit immer weniger an Beiträgen eingezahlt werde, sagt die OECD.
Aus diesem Grund fordert der OECD-Rentenexperte Christopher Prinz in einem aktuellen Radiointerview deutliche Einschnitte, andernfalls sei das österreichische Pensionssystem langfristig nicht mehr finanzierbar. Immer wieder seien nämlich Regelungen geschaffen worden, die das Wertvolle im derzeitigen System völlig aushebelten. Etwa die so genannte Hacklerregelung. Sie hätte laut Prinz nie eingeführt werden dürfen und sollte auch so rasch wie möglich abgeschafft werden.
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Quelle: oecd/orf/hma
7 Kommentar(e)
evaki schrieb vor 607 Tag(en) 14 Stunde(n) 12 Minute(n)
Auch mein Zahnarzt
fragt ungeniert, ob ich eine Rechnung haben will, ohne ist es um 10-20% billiger. Wer würde da nicht zugreifen? Ich kann es ja nicht absetzen !
despina schrieb vor 607 Tag(en) 13 Stunde(n) 17 Minute(n)
Zahnarzt
Weil Du es hier erwähnst, @evaki, auch ich bekam keine Rechnung beim Zahnarzt und das war mit einem ordentlichen Preisnachlaß verbunden.....
amie schrieb vor 607 Tag(en) 13 Stunde(n) 8 Minute(n)
Zahnarzt und Co
Steuerbetrug gibt es dort, wo es sich auszahlt. Und deshalb ist es unverständlich, daß der Herr Finanzminister, der bald vor leeren Staatskassen steht, weil das Familiensilber zugunsten der Banken und Investoren verscherbelt wurde, sich nicht auf die Bekämpfung desselbigen (Steuerbetrugs) konzentriert und stattdessen den angeblichen Sozialschmarotzern mit einer Transparentdatenbank den Kampf ansagt. Es wäre interessant die Höhe des verursachten Schadens durch Steuerbetrug bzw. Missbrauch von sozialen Zuwendungen zu vergleichen. Dass das Pensionssystem schon aufgrund der "Überalterung" in der bestehenden Form nicht aufrecht zu erhalten ist und dass immer mehr der Staat aus der Steuerkasse dazustießen muß weiß man doch nicht seit heute? Das Problem ist halt, daß die Staatskasse aus oben genannten Gründen leer ist, und daß nur ein eiserner Sparkurs (vorherhand nur auf dem Buckel der Steuerzahler) das ändern wird können.
nassersepperl schrieb vor 607 Tag(en) 8 Stunde(n) 36 Minute(n)
wie immer...
...diskutiert ihr am problem vorbei.
angeblich zahlte der staat im letzten jahr an pensionszuschüssen 4
milliarden euro (was ich ohnehin bezweifel, weil wir alle nur
angelogen werden)
aber wenn, na und? ist das so schlimm? für die griechen hatten wir
22 milliarden übrig und es wird noch mehr werden was wir noch
bezahlen müssen.
aber für die asylanten, die ausländer insgesamt, für die
mindestsicherung, für die banken usw. da fehlt es nie am geld, doch
wenn es um die brave, arbeitende bevölkerung geht, die das alles
finanziert, da ist natürlich dann kein geld mehr übrig.
und was meine angebliche, priviligierte superpension als
gemeindebeamter angeht.
ich könnte nächstes jahr ab april in pension gehen, allerdings mit
erheblichen abschlägen. meine nettopension würde 1100-1200 euro
betragen und dafür hab ich dann 46 jahre gearbeitet (wirklich
gearbeitet, nicht am schreibtisch gesessen)
wobei ich von den 46 jahren 20 jahre in der privatwirtschaft tätig
war.
das was ihr meint, mit den superpensionen der beamten, dass
betrifft ausschliesslich die A und B beamten, weil es,
ungerechterweise, keine höchstbemessungsgrundlage bei den beamten
gibt, dass ist wirklich eine ungerechtigkeit gegenüber den ASVG
pensionen.
doch die mehrheit der beamten sind in C-D-und E eingestuft und die
verdienen einen "nosnraumi" und haben eine kleine pension.
wäre ich kein beamter, dann könnte ich mit 60 ohne abschläge mit
der hacklerregelung in pension gehen, weil die hacklerregelung gibt
es bei der gem. wien nicht.
was allerdings wirklich ein vorteil ist, ist der sichere
arbeitsplatz.
liebe grüsse Helmut
amie schrieb vor 607 Tag(en) 7 Stunde(n) 42 Minute(n)
Helmut
Dein Beitrag bestätigt einmal mehr die Ungerechtigkeiten des herrschenden Kranken-und Pensionsversicherungssystem. Sei froh, daß Du nie in die Mindestsicherung abgerutscht bist, das kann Mann/Frau heute sehr schnell. Und sei froh, daß Du nie Dein Land verlassen mußtest, wie jene, denen Du Sozialschmarotzertum vorwirfst. Was wären wir für ein Land, daß sich nicht mehr um die Schwächsten der Gesellschaft kümmert und ihnen ein halbwegs menschliches Leben ermöglicht. Was sind denn schon 740 € Mindestsicherung? Die offizielle Armutsgrenze ist mittlerweile bei 950 € angelangt bitte! Um was es geht: Es geht um einen skrupellosen Finanzminister, einen noch immer zu schwachen Bundeskanzler und einen offenbar reformunwilligen Gesundheitsminister. Es geht um einbetonierte Gewerkschaften und Kammern. Es geht darum, daß in Wirklichkeit nicht mehr die Politik das Land regiert sondern die Politiker in Geiselhaft des Geldmarktes und der Wirtschaft sind. Auf der Strecke bleiben wir alle, Helmut, die wir brav unsere Abgaben und Steuern zahlen. Und wir haben keine Lobby.
nassersepperl schrieb vor 607 Tag(en) 7 Stunde(n) 7 Minute(n)
amie
sei mir nicht böse, aber du schreibst unsinn. vielleicht soll
ich noch ein schlechtes gewissen haben, dafür das ich in österreich
geborgen bin und mir da die gebratenen tauben in den mund
fliegen.
weisst du wir mir das vorkommt? wie, wenn ich eine famlilie habe
und mein geld das ich verdiene meinen armen nachbarn gebe, weil die
ja keine arbeit haben und für meine kinder ist dann nichts mehr
übrig, so agieren heute die politiker.
die eigen bevölkerung soll nur fest blechen, damit die anderen was
haben.
es ist erst dann was anderen zu geben, wenn die eigenen bedürfnisse
befriedigt sind. nicht voher, und dann ist nichts mehr übrig. wenn
man so politik machen würde, dann würden sich reformen, im grossen
und ganzen, erübrigen. was nicht heissen soll, dass immer alles
beim alten bleibt.
ich lasse mir jedenfalls von euch gutmenschen kein schlechtes
gewissen machen, nur weil ich mir einen lebensstandard geschaffen
habe und in österreich geboren bin.
österreich zuerst und dann kann man über andere dinge reden, so
schauts aus.
aber ich kenne diese deine meinung nur zu gut von meinem sohn. seit
der auf die uni geht, ist er dort einer gehirnwäsche unterzogen
worden und pflegt genau die selben ansichten wie du amie. das
studium nennt sich politikwissenschaften, wusste gar nicht das man
sowas auch studieren kann...........















amie schrieb vor 607 Tag(en) 17 Stunde(n) 5 Minute(n)
Dieser Beitrag
schließt in der Problematik vollkommen dem Vorgängerbeitrag über:" Wer abnimmt, zahlt weniger" an. Staatliche bzw politische Misswirtschaft, eine halbherzige ungerechte Schüssel Pensionsreform mit unzähligen Privilegienrittern, neoliberale Wirtschaftideologien, wonach Teilzeit/Beschäftigte, als Humankapital, den größten Gewinn bei kleinstem Lohn bringen müssen, unkontrollierte, staatlich geförderte Kurzarbeit, Firmen, die ganz ungeniert "zweigleisig fahren" (brauchen Sie eine Rechnung?) und dafür Schwarzarbeiter, meist aus dem Ausland beschäftigen, bzw. als sog. Ich AG Subunternehmer auftreten usw.... hire und fire, die Moral aller Beteiligten ist am Sand, der Verwaltungsapparat dieser Bananenrepublik aufgebläht bis zum Zerplatzen, was bald der Fall sein wird...