Pensionskassenreform muss 2010 kommen

Die Pensionskassen erzielten zwar zuletzt positive Ergebnisse - im Durchschnitt 9 Prozent Plus. Die Bezieher einer Pensionskassen-Pension haben aber sehr wenig davon: Sie bekommen magere 1 bis maximal 2 Prozent drauf. Und das nach zuletzt vielen Jahren der Kürzungen, die in Summe bis zu 45 % ausmachten und die nicht mehr aufholbar sind. Die derzeitige Gesetzeslage limitiert die Kürzungen der Pensionen nach unten nicht, die Steigerungen nach oben aber de facto schon.
Die Jubelmeldungen über die Vorjahres-Performance der
Pensionskassen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine
Reform des Pensionskassen-Gesetzes an Haupt und Gliedern
unerlässlich ist", erklärte Pensionistenverbands-Generalsekretär
Andreas Wohlmuth. "Die den Seniorenvertretern für Anfang des Jahres
zugesagten Verhandlungen müssen jetzt rasch aufgenommen werden, um
ein umfassendes und sorgfältiges Reformgesetz zu den Pensionskassen
2010 beschließen zu können".
Der Österreichische Seniorenrat - die im Range eines Sozialpartners
befindliche Interessensvertretung der Pensionisten - fordert
konkret für die bereits in der Pension befindlichen
Leistungsberechtigten:
* Ein Abfindungs-Steuermodell (bei Verbleib in der Pensionskasse)
oder Auszahlung der Deckungsrückstellung: jeweils mit steuerlicher
Begünstigung.
* bei der Schwankungsrückstellung: Befreiung von der
Dotationsverpflichtung - wenn der vereinbarte Rechnungszinssatz
nicht erwirtschaftet wurde.
* die Vertretung von Pensionskassen-Leistungsberechtigten in den
Aufsichtsräten von Pensionskassen.
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Quelle: sr/hma














