Erkennen Sie einen Schlaganfall?

Erkennen Sie einen Schlaganfall?

Alle sechs Minuten erleidet ein Mensch in Österreich einen Schlaganfall. Dabei handelt es sich um eine plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns. Betroffen sind meist über 70-Jährige (Männer häufiger als Frauen), aber auch junge Erwachsene und sogar Kinder können einen Schlaganfall bekommen.

Die Zeit drängt – schnelles Handeln ist gefragt
Egal ob leicht oder schwer, jeder Schlaganfall ist ein Notfall und der Betroffene muss sofort medizinisch versorgt werden. Nur so kann einem dauerhaften Schaden vorgebeugt werden. Rufen Sie also den Notarzt und teilen Sie ihm mit, dass es sich vermutlich um einen Schlaganfall handelt.

Die häufigsten Symptome
Krankheitszeichen eines Schlaganfalls sind je nach betroffenem Bereich des Gehirns

  • plötzliche Schwäche oder Lähmung einer Gesichts- oder Körperhälfte (z.B. ein Mundwinkel hängt herab),

  • plötzliche Gefühlsstörung einer Körperhälfte (der Betroffene greift z.B. öfter daneben),

  • plötzliche Probleme beim Sprechen und Verstehen,

  • halbseitige Blindheit auf einem Auge, Störung des Gesichtsfeldes (z.B. stößt man auf Hindernisse, die man nicht mehr sieht),

  • plötzlicher Schwindel und/oder

  • plötzlich rasende Kopfschmerzen.


  • Machen Sie den Schnelltest
    Auch als medizinischer Laie können Sie recht einfach die Diagnose "Schlaganfall" stellen. Die betroffene Person hat Schwierigkeiten

  • zu lächeln (das Gesicht wird einseitig verzogen),

  • gleichzeitig beide Arme mit den Handflächen nach oben zu heben,

  • Aufforderungen zu verstehen und auszuführen (z.B. kann die Anweisung "Schließe
    die Augen und strecke die Zunge vor!" nicht befolgt werden),

  • einen einfachen Satz nachzusprechen.


  • So können Sie helfen
    Nach einem Schlaganfall sollte der Betroffene mit erhöhtem Oberkörper liegen. Körperliche Belastung, Essen und Trinken sind absolut tabu. Lockern Sie beengende Kleidungsstücke und öffnen Sie die Fenster. Entfernen Sie eventuell vorhandene Zahnprothesen und kontrollieren Sie regelmäßig Puls- und Herzschlag.

    Schützen Sie sich!
    Eine gesunde Lebensweise reduziert Ihre Risikofaktoren für einen Schlaganfall, aber auch für viele andere Krankheiten:

  • Hören Sie mit dem Rauchen auf (es verdoppelt Ihr Schlaganfallrisiko!).

  • Verzichten Sie auf hohen Alkoholkonsum und Drogen (in geringen Mengen wirkt Alkohol allerdings schützend).

  • Bewegen Sie sich regelmäßig.

  • Verabschieden Sie sich von Ihrem Übergewicht.

  • Nehmen Sie wenig Salz und tierische Fette zu sich.

  • Lassen Sie Ihren Cholesterin-, Blutzuckerspiegel und Blutdruck untersuchen und gegebenenfalls behandeln.


  • Was nützt mir die Unfallversicherung bei einem Schlaganfall?
    Ein Unfall ist unter anderem definiert als ein Ereignis, das plötzlich von außen auf den Körper einwirkt. Demnach sind Krankheiten nicht inkludiert. Haben Sie jedoch einen Unfall infolge eines Schlaganfalls (oder eines Herzinfarkts), so ist dieser bei der Zurich Connect Unfallversicherung versichert. Ein Beispiel: Sie sind mit dem Fahrrad unterwegs, erleiden einen Schlaganfall, stürzen und verletzen sich schwer.

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    8 Kommentar(e)

    quicksilver schrieb vor 809 Tag(en) 9 Stunde(n) 25 Minute(n)

    man kann wirklich nicht oft genug darauf hinweisen!

    und die symptome können schleichend kommen, man muß nicht plötzlich damit konfrontiert sein.
    aber man muß wissen, was sie beduten können.

    marijke1948 schrieb vor 809 Tag(en) 9 Stunde(n) 16 Minute(n)

    wenn man Risikopatient ist

    und dazu genügt schon ein zu hoher Cholesterin-Spiegel, kann man sich mittels Duplexsonographie die beiden Halsschlagadern (Carotiden) und die Arteria vertebralis anschauen lassen. Ist eine schmerzlose Untersuchung, die ca. 10 Minuten dauert und von der Krankenkasse bezahlt wird.

    bachgasse schrieb vor 809 Tag(en) 7 Stunde(n) 7 Minute(n)

    Schlaganfälle

    Es kann auch so passieren, wie bei mir der Fall, daß man erst später draufkommt im Rahmen einer Untersuchung "Sie wissen ja eh, daß sie einen Schlaganfall gehabt haben?" Das ist, so möchte ich sagen, die angenehmere Art, damit konfrontiert zu werden, wenn sich sonst keine Nebenerscheinungen eingestellt haben.

    streber66 schrieb vor 809 Tag(en) 3 Stunde(n) 10 Minute(n)

    ist ja echt toll

    da macht man die leute auf einen 'schlaganfall' aufmerksam und includiert gleich eine werbung fuer einen versicherung!
    naja von irgendwas muss ja SK leben, gg

    editta schrieb vor 809 Tag(en) 34 Minute(n)

    Marijkes Beitrag

    Die Gebietskrankenkasse zahlt die Untersuchung nur dann, wenn ein berechtigter Grund dazu vorhanden ist und muss vom Chefarzt genehmigt werden, genauso wie die Schädelthomografie!

    Ich habe die Untersuchung machen lassen müssen und man hat festgestellt, dass meine beiden Halsschlagadern altersgemäß verkalkt sind. Ich nehme seither ThromboASS - leichtes Blutverdünnungsmittel. Verstehe ich zwar nicht ganz, denn wenn meine Verkalkung altersgemäß normal ist, dann müssten eigentlich alle Leute in meinem Alter ThromboASS nehmen.

    marijke1948 schrieb vor 808 Tag(en) 5 Stunde(n) 50 Minute(n)

    das stimmt nicht

    ich habe lediglich einen erhöhten Cholesterinspiegel gehabt und bekam eine Überweisung für eine farbkodierte Duplexsonographie. Es war auch keine Genehmigung durch den Chefarzt notwendig. Der Internest hat mich überwiesen. Bei mir ist GsD alles in Ordnung.

    editta schrieb vor 808 Tag(en) 4 Stunde(n) 40 Minute(n)

    Marijke

    Vielleicht sind die Bedingungen in NÖ leichter als in Wien. Ich habe die Voruntersuchung im Spital gemacht und habe trotzdem eine Unterschrift vom Chefarzt der Wiener Gebietskrankenkasse gebraucht. Genauso genügt die Überweisung eines praktischen Arztes in so einem Fall nicht, da würde kein Chefarzt sein OK geben, es muss eine Überweisung von einem Facharzt sein, erst dann gibt der Chefarzt seine Unterschrift. Der Facharzt war in meinem Fall eben im Spital.

    Amicelli schrieb vor 808 Tag(en) 1 Stunde(n) 15 Minute(n)

    Schlaganfall was tun?

    Ich hab erhöhten Blutdruck aber nur fallweise, der leichteste Betablocker verursacht bei mir eine Halsenge, als wenn dir die Luft abgeschnürt wird, das ist eine Allergie auf Betablocker. Haben angeblich nur 4% der Menschen. Lt. Hausarzt (von Österreich oder wo ?? keine Ahnung) jedenfalls kann ich keine Blutdrucksenker nehmen. Trinke Misteltee, der wirkt sofort und ganz ohne Nebenwirkungen. Was den Schlaganfall betrifft, bin ich leider vorbelastet. Meine Großmutter hatte 6 leichte bis mittlere Schlaganfälle (hatte Herzprobleme) und so hängt über meinem Bett schön eingerahmt, die Anweisungen was bei einem Schlaganfall zu tun ist. Mein Mann kennt das und meine Tochter auch. Denn wenns in der Nacht passiert, was macht man dann? Wenn man allein lebt, gute Nacht! Allen Patienten, wünsche ich eine gute Besserung, und das sich sowas nie wiederholt.
    Amicelli

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