"Ich habe noch so viele Ideen!“

Im März erscheint Chris Lohners erster Roman: "Der Krokodilmann"

Ihre Sachbücher führten die Bestsellerlisten an. Mit 66 Jahren … fängt sie was Neues an! Jetzt kommt ihr erster Roman. Und er erzählt sehr viel von der ganz jungen Chris.

Anna ist dabei, als Model die Welt zu erobern. Anna, knapp 20 Jahre jung, geht nach der Matura und nach einem Jahr Auslandsstipendium in den USA in den frühen 1960ern nach Paris und findet ihr Gesicht bald auf Plakatwänden für Marken wie "Lancôme“ und auf Covers von Modezeitschriften wie "Elle“ wieder.

Anna ist Chris, die Tochter eines Wiener Volkshochschuldirektors, der sie in ihrem Tun nicht gerade nach Kräften unterstützte und ihr riet, nicht "Model“ als Beruf anzugeben. Das war damals einfach noch zu anrüchig. Die Mutter ist zu den ersten Aufnahmen noch mitgegangen. Sicher ist sicher.

In Paris und bald bei Aufnahmen in der halben Welt ist sie dann ganz auf sich gestellt. Doch sie hat Glück; lernt wunderbare Menschen kennnen – eine Agentin, die ihre beste Freundin wird. Und die erste große Liebe ihres Lebens. Alles ist perfekt.

Und dann die Katastrophe. Eigentlich: die Katastrophen. Anna wird in nicht einmal einem Jahr aus dem Leben in Glück und Glamour gerissen. Unerwartet, beinhart und schonungslos. Sie ergreift die Flucht; hat selbst einen Unfall, der sie in tiefe Bewusstlosigkeit fallen lässt. Anna – Chris – fällt in einen Traum.

Der Rest des Buchs ist (eine) Geschichte. Geschichte, die viele tausend Jahre alt ist. Und sie spielt im Ägypten zur Zeit des Pharaos Ramses II. "Ich habe sehr viel recherchiert“, erzählt uns Chris Lohner über ihre Arbeit an ihrem "Erstlingswerk“. Und: "Ägypten und seine Menschen haben mich immer schon fasziniert. Seit ich das erste Mal dort auf Urlaub war.“ Reisen, Orte und Menschen kennenlernen – das ist eine ihrer Leidenschaften. Sie sagt: "Länger als drei Monate halte ich es nirgends aus. Dann muss ich einmal weg.“

Autobiographie? – Noch nicht. Wie viel aus dem ägyptischen Teil ihres Romans "Der Krokodilmann“ autobiographisch ist, überlässt Chris Lohner gerne der Interpretation der Leserschaft. Fest steht: Das Buch ist definitiv keine "klassische“ Autobiographie. "Die schreibe ich, vielleicht, wenn ich 80 bin“, erzählt sie uns.
Bis dahin hat sie erstens noch mehr als 13 Jahre und zweitens einfach zu viel vor, um irgendeine Art von Lebensresümee zu ziehen.

Dabei leugnet sie das Älterwerden nicht. Im Gegenteil: Sie geht sehr bewusst damit um. Das war auch schon das Erfolgsrezept ihrer Rat-geber-Bücher, wie z. B ",50 plus. – Na und?“ 150.000 Stück davon hat sie allein im ersten Jahr verkauft. Dann hat sie "aufgehört, zu zählen.“
"Altern ist kein Einzelschicksal“, weiß Chris Lohner und weiter sagt sie: "Ein alter Mensch ist etwas sehr Kostbares. Weil der hat so viel erlebt und so viel Erfahrung, die er weitergeben kann.“ – Wohlverdienter Ruhestand, Pension? "Das gibt es nicht“, meint sie, "man geht nicht in Pension, solange das Hirn noch funktioniert. Das ist das Allerwichtigste, dass das funktioniert. Bis zum Schluss.“

Dazu sind immer neue Herausforderungen gut.Wie jetzt für sie der erste Roman.Geplant war dieser Umstieg ins Genre Roman nicht. Obwohl sie erzählt: "Ich trage die Geschichte schon sehr viele Jahre mit mir herum. Jetzt war die Zeit dafür. Ich bin ein Mensch, der im Jetzt lebt, lasse die Dinge gerne an mich herankommen. Und ich bekomme immer wieder neue Kraft aus den Überraschungen, die passieren, fange immer gerne etwas Neues an und habe noch so viele Ideen.“ – Wir freuen uns schon darauf.

"Der Krokodilmann“ von Chris Lohner erscheint im echomedia verlag und ist ab März 2010 im Handel zum Preis von € 19,90 erhältlich (ISBN 978-3-902672-21-6)

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1 Kommentar(e)

bea.fischer schrieb vor 155 Tag(en) 3 Stunde(n) 50 Minute(n)

chris lohner meint:

"man geht nicht in Pension, solange das Hirn noch funktioniert. Das ist das Allerwichtigste, dass das funktioniert. Bis zum Schluss.“

wie wahr! eine gescheite, vorbildhafte frau! ich freue mich auf ihr neues buch!

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