Das lange, teure Leiden vermeiden

Aktuelle Studie: Schon 600.000 Diabetikerinnen und Diabetiker in Österreich
Die neu gegründete "Diabetes Initiative Österreich“
(DIÖ) veröffentlichte kürzlich die erste umfassende
Bevölkerungsstudie zum Thema Diabetes in Österreich. Das
wichtigste Ergebnis: Rund 600.000 Menschen in Österreich leben mit
Diabetes, das sind 20 Prozent mehr als bisher angenommen.
Dramatisch: 170.000 davon sind betroffen, ohne noch die Diagnose
erhalten zu haben, weil Diabetes oft erst nach Auftreten einer
Folgeerkrankung entdeckt wird. Neben dem immunologisch bedingten
Typ-1-Diabetes gehört die überwiegende Mehrzahl der Diabetiker zur
Gruppe der so genannten "Altersdiabetiker“.
"Diabetes ist heute vor allem eine lebensstilbedingte Erkrankung,
die durch eine Summe von Faktoren verursacht wird“, so
DIÖ-Sprecher Prof. Dr. Bernhard Ludvik. "Vor allem jahrelange
falsche Ernährung und zu wenig Bewegung sind die Hauptursachen für
Diabetes – für eine Krankheit, die nicht geheilt werden
kann. Diabetes ist aber heute gut therapierbar und kann bei
frühzeitigen Gegenmaßnahmen verhindert werden.“
Erkennen, vorbeugen, handeln.Zusammenfassend lassen sich aus
der aktuellen Studie drei klare Arbeitsaufträge ableiten, wie
Dr. Ludvik betont: "Erstens: eine umfassende
Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung für Diabetes, die
Ursachen und die Konsequenzen. Zweitens: ein Schwerpunkt in Sachen
Vorsorge, insbesondere im Hinblick auf den Lebensstil.
Drittens: die Etablierung moderner
Therapiestandards – einheitlich und flächendeckend
in ganz Österreich.“
Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreich (PVÖ)
weiß: "Diabetes ist ein Thema, das vor allem ältere Menschen
betrifft. Sie sind in Österreich die größte von Diabetes
unmittelbar betroffene Gruppe. Es ist uns ein besonderes Anliegen,
auf die Notwendigkeit einer optimalen medizinischen und
pflegerischen Betreuung von älteren Diabetikerinnen und Diabetikern
hinzuweisen. – Wir hoffen, dass diese Initiative ihren
Beitrag dazu leisten kann.“
Wie notwendig das ist, erklärt Studienautorin Astrid Eßl: "Wir
haben 430.000 diagnostizierte Diabetiker in Österreich, von denen
wir wissen, dass 32 Prozent nicht optimal betreut werden, obwohl es
in (fast) allen Bundesländern Diabetes-Programme geben
würde.“
Weitere Informationen über die -Diabetes Initiative Österreich
erhalten Sie unter www.diabetesinitiative.at
oder unter Tel.: 01/80 1 85-1110 Dw.
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Quelle: UG














