75 Jahre und noch immer spritzig

Symbolbild Bierdose

In den letzten Jännertagen vor 75 Jahren kam die Bierdose auf den Markt und wurde über Nacht zum Star. Früher eine Besonderheit, nun alltäglich: Heutzutage gelangen weltweit 30 Prozent aller Biere in Dosen zu ihren Konsumenten. Eines muss man ihr lassen: auch nach 75 Jahren ist sie noch immer in Form, erfrischt und ist für viele der Inbegriff von Freiheit. Die Bierdose begann 1935 ihren bis dato einmaligen Siegeszug. Zu verdanken ist das Ganze dem aus Deutschland in die USA ausgewanderten Brauer, Gottfried Krueger. Der Deutsche wollte sein Bier mit einer exklusiven Verpackung schmücken und kam auf die Idee, etwas Besonderes zu kreieren. Bis dahin lohnte es sich für Brauereien nämlich nur, Flaschen in einem Umkreis von 50 Kilometer zu verkaufen, um sie selbst wieder nachfüllen zu können.

Die Dosenfirma "American can“ war der Sache bereits auf der Spur und so wurde eine Dose mit geschmacksneutraler Innenbeschichtung entwickelt. 1933 war es schließlich so weit: Brauer Krueger ließ 2000 Bierfreunde erstmals in Dosen abgefülltes "Krueger‘s Special beer“ probieren. Der Testlauf gelang und am 24. Jänner 1935 kam das Dosenbier auf den Markt. Allein im Premierenjahr wurden 200 Millionen Dosen verkauft. Wer damals Krueger’s Beer aus der Dose trinken wollte, brauchte Muskeln: Die Getränkedose wog fünfmal so viel wie heute und musste mit einem separaten "Dolch“ aufgestochen werden. Seither hat sich einiges getan. Die Getränkedose ist heute ein Leichtgewicht, deren Entwicklung durch stete Verbesserungen geprägt wurde. Die klassisch zylindrische Form blieb dabei erhalten. Ob Bier, Cola, Energy-Drinks, Kaffeemischgetränke, Grüner Tee, exotische Cocktails oder Wein – es gibt kaum ein Getränk, das heute nicht auch in Dosen vermarktet wird. Dabei war vor 75 Jahren die Nachricht, dass ein Getränk wie Bier nun auch in "Blechgefäßen“ angeboten wird, geradezu revolutionär.

Seitdem hat sich die Getränkedose unter Verbrauchern eine Fangemeinde erobert. Allein in Europa wurden 2009 rund 56 Mrd. Getränkedosen verkauft. 1936 schafft die Bierdose, die eine Zeit lang noch einen Hals wie eine Flasche hatte und als Verschluss einen Kronkorken, den Sprung über den Atlantik nach Europa. Die Dose erlebte dann noch einige äußerliche Änderungen. Die Form, wie wir sie heute kennen, erhielt sie schließlich durch den Amerikaner Ermal Fraze, der 1963 die im Deckel integrierte Lasche zum Aufreißen beisteuerte.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: ag/hma

4 Kommentar(e)

Gerdest schrieb vor 225 Tag(en) 2 Stunde(n) 53 Minute(n)

Ich bin kein Biertrinker

aber einen Zweck hat die Bierdose für mich doch: Sie besteht aus dünnem elastische federndem Blech und ist im zerschnittenen Zustand sehr gut für allerlei mechanische Behelfe zu gebrauchen.

quicksilver schrieb vor 225 Tag(en) 2 Stunde(n) 4 Minute(n)

ich habe noch nie

dosenbier gekauft und werde es auch nie machen.
erstens kann und will ich nicht aus einer dose trinken und zweitens ärgert mich diese rohstoffvergeudung,
denn nur ein bruchteil der dosen landet in den containern zum receyceln, der großteil im müll.

peugeot schrieb vor 219 Tag(en) 14 Stunde(n) 13 Minute(n)

Dosenbier

Als Biertrinker kaufe ich mir nur Bier in Dosen, denn der Transport von Bier in Flaschen ist mir einfach zu schwer.
Ich trinke ja das Bier deswegen nicht aus der Dose.

ahna schrieb vor 217 Tag(en) 6 Stunde(n) 33 Minute(n)

Dosenbier

Dosenbier hat den Vorteil das es leichter im Rucksack ist als Flaschen voll und leer

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