Wie schützt man sich gegen Ozon?
01.06.2007
Umweltschutz. Der Sommer bringt wieder eine neue Gefahr in der Luft.
In unserer Jugendzeit galt Ozon sogar als Heilmittel. Kinder mit
Keuchhusten wurden in die Berge geschickt, um ozonreiche Luft zu
atmen. Vor etwa 30 Jahren setzte sich allmählich die Erkenntnis
durch, dass Ozon nicht hilft, sondern schadet. Es ist ein
gefährliches Reizgas, das vor allem bei Kindern, Älteren und
chronisch Kranken die Atemwege, aber auch die Augen beeinträchtigen
kann. Augenbrennen, Husten, Heiserkeit und eine Schwächung der
Lungenfunktion sind die Folgen.
Ozon ist eine besondere Konzentration von Sauerstoff, die
vor allem aus Stickoxid und Kohlenwasserstoffen in Bodennähe
entsteht. Direkte Sonneneinstrahlung spielt dabei eine wesentliche
Rolle. Hauptverursacher sind, genau so wie beim Klimaschadstoff
Treibhausgase, alle Arten von Verbrennungen, also besonders der
Autoverkehr.
Wien, Niederösterreich und Burgenland haben ein gemeinsames
Ozon-Warnsystem eingerichtet, das entsprechend den internationalen
Vereinbarungen zwei Warnstufen aufweist. Bei
"Informationsschwelle“ (180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft)
ist normaler Aufenthalt im Freien unbedenklich, aber jede
ungewohnte Anstrengung soll vermieden werden. Bei
"Alarmschwelle“ (240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft) wird dem
gefährdeten Personenkreis empfohlen, sich möglichst in
geschlossenen Räumen (in denen nicht geraucht wird)
aufzuhalten.
Im Mai gab es bereits mehrmals Überschreitungen der
Informationsschwelle. Die weitere Entwicklung wird vor allem vom
Wetter abhängen. Wien informiert rund um die Uhr über eine Hotline
4000-88288 sowie über das Radio.
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Quelle: UG/pKamleitner











