Kiribati hat Geburtstag und hat Angst vor der Wärme

Eine Landkarte, die Südsee und die Ausdehnung von Kirabati zeigt

Haben Sie den Namen schon einmal gehört: Kiribati? Richtig ausgesprochen wird das in der Landessprache ja “Kiribass“ . Kiribati ist ein Inselstaat im Pazifik. Es erstreckt sich über eine Vielzahl von Inseln in der Südsee. Warum wir heute darüber etwas schreiben? Dieser Ministaat hat heute Geburtstag. Der 12. Juli ist der Jahrestag der Unabhängigkeit. Und so wie es aussieht wird es Kiribati in einigen Jahrzehnten nicht mehr geben. Kirabatis Zukunft fällt buchstäblich ins Wasser.

Der Großteil des Landes liegt nämlich weniger als zwei Meter über dem Meeresspiegel. Kiribati wird eines der ersten Länder sein, welche im 21. Jahrhundert in Folge des Klimawandels zum Großteil überflutet werden. Zwei Inseln sind bereits im Meer versunken. Der Regierungschef hat schon einmal vorsorglich Neuseeland um Evakuierungshilfe gebeten.

Bis 1979 gehörte Kiribati als Kolonie den Briten. Seit dem 12. Juli 1979 unabhängig, wurde es am 14. September 1999 Vollmitglied der Vereinten Nationen. Das Territorium hat eine West-Ost-Ausdehnung von sage und schreibe 4.835 km und eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1.973 km Kiribati, verteilt sich über eine Meeresfläche von rund 5,2 Mio. km². Das Staatsgebiet liegt - grob gesagt - auf der Hälfte des Weges zwischen Hawaii und Australien in der Mikronesischen Region des Südpazifiks.

Die gut 130 000 Einwohner leben heute von der Kopraproduktion, also der Veredelung von Kokosnüssen und dem Fischfang und etwas Tourismus. Die kommerziell interessanten Phospatvorkommen waren zur Zeit der Unabhängigkeitswerdung schon erschöpft. Die Kolonialmacht Großbritannien hatte sie ausgebeutet. Zumindest erhält Kiribati aber noch Zinsen aus einem Fonds, den die Engländer bei ihrem Abzug 1979 wenigstens als Entschädigung für den Raubbau an den Phosphatvorkommen hinterlassen haben.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: hma

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