Heute ist "Leonhardi“.

An Leonhardi werden mancherorts wieder die traditionellen Leonhardiritte abgehalten. Die Leonhardifahrt oder der Leonhardiritt ist eine Prozession zu Pferde, die zum Brauchtum in Österreich und Bayern zählt. Sie findet zu Ehren des Benediktinerabts Leonhard von Limoges an seinem Patronatstag, dem 6. November, aber auch an einem benachbarten Wochenende statt. Als Schutzpatron der landwirtschaftlichen Tiere werden zu Leonhardi Wallfahrten mit Tiersegnung, insbesondere von Pferden, abgehalten.
Wie kommt der Heilige Leonhard nun dieser Ehre. Leonhard galt
zunächst als Schutzpatron all derer, die in Ketten liegen. Der
heilige Leonhard wird als Fürsprecher Schutzpatron der Stallknecht,
Fuhrleute, Schmiede, Schlosser und Obsthändler angerufen. Seit dem
13. Jahrhundert wird Leonhard fälschlicherweise als Benediktinerabt
mit Buch, Stab, Kette und meist auch mit Pferden und Ochsen
dargestellt. Die Kette symbolisiert dabei die von ihm erwirkten
Befreiungen von Gefangenen. Im Laufe der Zeit wurde sie falsch
interpretiert und als Viehkette angesehen, weswegen es zu seinem
Patronat über das Vieh kam.
In Österreich gibt es einen Leonhardiritt u.a. in Thiersee in
Tirol. Dieser geht zurück auf ein Gelöbnis im Jahre 1704 während
des bayrischen Rummels und wird seit dem jedes Jahr am vorletzten
Sonntag im Oktober durchgeführt. Im Tiroler Kundl wurde as Fest
1963 wiederbelebt. Im Salzburgischen Leogang und in Sankt Leonhard
bei Freistadt in Oberösterreich gibt es ebenfalls eine berühmte
Leonhardifahrt, desgleichen im oberösterreichischen
Desselbrunn.
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Quelle: hma












