Der Stefanitag

Heute gedenkt die Christenheit dem HL. Stephanus. Der Stefanitag wird seit dem 5. Jahrhundert am 26. Dezember in Erinnerung an den Tod von Stephanus begangen. Der Hl. Stephanus ist Namenspatron des Wiener Stephansdomes. Er wurde 40 nach Christus vor den Toren Jerusalems zu Tode gesteinigt. Er ist auch Patron der Kutscher und Pferdeknechte, sowie der Pferde selbst.
Stephanus war Mitglied des so genannten Siebenerkollegiums und
von den Aposteln durch Handauflegung geweiht. Seine entschiedene
Kritik am Tempel und am Gesetz, in der er Themen der Botschaft
Jesus Christi aufgriff ist ein Beispiel seinen kritischen Umgang
mit den kirchlichen Funktionären der damaligen Zeit, insbesondere
mit dem Hohen Rat. Dieser Unterschied in der Auffassung von Tempel
und Gesetz zu jener der Apostel, hat offensichtlich zu Reibungen
zwischen den beiden Gruppen geführt. Der Hohe Rat verurteilte ihn
schließlich wegen Gotteslästerung zum Tode durch Steinigung. Das
war in der damaligen Zeit die Form, mit der man Kritiker zum
Schweigen brachte. Nach dem Gesetz müssen die Verleumder die ersten
Steine werfen; sie ziehen ihre Kleider aus, damit sie nicht durch
Berührung verunreinigt würden, und legen sie zu Füßen eines
Jünglings, der Paulus Saulus hieß. Stephanus aber sieht den Himmel
offen, kniet, seinen Widersachern vergebend, im Gebet nieder und
stirbt den Märtyrertod
In katholisch geprägten Gegenden existierten bis weit in das 20.
Jh. am 26. Dezember zahlreiche Bräuche, die in Zusammenhang
gebracht werden mit der Person des Heiligen, dessen überlieferte
Biographie und insbesondere dessen Todesumstände. So z.B. das
"Stephanus-Steinigen", das bestimmte Trinkrituale, vor allem der
männlichen Bevölkerung nach dem Kirchgang bezeichnet. Zum Teil
werden diese Bräuche in reduzierter Form auch noch im 21. Jh.
gepflegt.
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Quelle: hmair












