Für 83% der Österreicher ist Gesundheitsvorsorge die Zukunft

Dr. Günther Beck (Revital Aspach) und Prof. Dr. Werner Beutelmeyer (market Institut)

25.01.2018

83 % der Österreicher setzen sich aktiv mit dem Thema Gesundheitsvorsorge und der damit verbundenen Aufrechterhaltung der eigenen Gesundheit auseinander. Dies ergibt eine aktuelle, repräsentative Umfrage zum Thema "Wertigkeit der Gesundheit in Österreich", durchgeführt vom market Institut im Auftrag von Revital Aspach.

Mit dem Alter steigt auch die Auseinandersetzung mit der persönlichen Gesundheitsvorsorge. Während dies für 78 % der 25-39-Jährigen ein Thema ist, beschäftigen sich 88 % der 60-75-Jährigen stark bzw. sehr stark mit der Vorsorge für die eigene Gesundheit. "Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit ist über alle Altersklassen hinweg ein relevanter Aspekt. Überlegungen in Richtung gesicherter Lebensabend (68 %), Leistbarkeit des Gesundheitswesens (68 %) sowie Zwei-Klassen-Medizin (56 %) nehmen aber im Alter zu“, erklärt Prof. Dr. Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des market Instituts. Mehr als jeder zweite Österreicher fragt sich, ob es in Zukunft eine Zwei-Klassen-Medizin geben wird, bei den 60-75-Jährigen sind es 65 %.

Was tun die Österreicher für ihre Gesundheit?
Dass mehr Bewegung und gesunde Ernährung zu einem langen und glücklichen Leben beitragen können, ist altbekannt. Konkret nach den Aktivitäten für die persönliche Gesundheit gefragt, gibt die Mehrheit der Bevölkerung an, nicht zu rauchen und grundsätzlich über eine positive Lebenseinstellung zu verfügen (jeweils 68 %). Weiters geben Herr und Frau Österreicher an, Hobbies auszuüben, die ihnen gut tun (48 %) und wenig Alkohol zu trinken (45 %). Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind für 40 % der Österreicher wichtig, knapp jeder Dritte versucht sich gesund zu ernähren. Auch hier gilt wieder: Je älter die Bevölkerung, umso stärker wird auf Voruntersuchungen Wert gelegt. "Die Studie zeigt, dass von den 25-39-Jährigen nur gut jeder Vierte regelmäßig zum Arzt geht, bei den 60-75-Jährigen ist es jeder Zweite. Genau bei diesem Denkmuster – ‚ich bin jung, ich benötige noch keine Vorsorge‘ – muss die Gesundheitspolitik aber auch der Hausarzt ansetzen“, betont Dr. Beck.

Ein Großteil gibt die Verantwortung für die eigene Gesundheit an Ärzte ab
Doch von wem erwarten sich die Österreicher eigentlich, dass sie in Sachen Gesundheitsvorsorge unterstützt werden? Laut aktueller Umfrage sieht fast jeder zweite Österreicher die Mitverantwortung beim Hausarzt. Genauer gesagt, setzen 47 % die Unterstützung des Arztes voraus. "43 % sind überzeugt, dass sie für Ihre Gesundheit ausschließlich selbst verantwortlich sind. Näher betrachtet sind vor allem ältere Bevölkerungsgruppen dieser Meinung“, erläutert Beutelmeyer. Je jünger die Befragten, desto eher wird diese Verantwortung in Richtung Haus- und Fachärzte abgegeben. "Diese Entwicklung zeigt uns einmal mehr, dass nicht nur der Patient selbst, sondern auch die Ärzte gefordert sind. Vorsorge muss unabhängig von Alter und Gesundheitszustand Thema sein“, bekräftigt Dr. Beck.

Junge fürchten Einschränkungen in der staatlichen Gesundheitsvorsorge
Was die Entwicklung der österreichischen Gesundheitsvorsorge betrifft, sind 88 % der Befragten überzeugt, dass es zu Einschränkungen kommen wird. Vor allem in der Altersgruppe der 25-49-Jährigen sind die Befürchtungen am größten. Konkret denken die Österreicher hier an einen höheren Selbstbehalt bei Kur- und Reha-Aufenthalten (74 %), dass der Arzt weniger Zeit für Patienten hat (72 %), dass Kuren schwieriger bewilligt werden und es zu längeren Wartezeiten kommen wird (66 %).

*market Institut, Online Interviews unter n=812 Personen repräsentativ für Österreich zwischen 25 und 75 Jahren. Umfragezeitraum 19.12. bis 27.12.2017.

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6 Kommentar(e)

levi, 25.01.2018 19:10

Fehler in der Kopfzeile

Es sollte wohl heißen "Die Zukunft"

krista, 26.01.2018 08:51

das Zukunft

@levi, das stimmt schon. Es ist nur verstümmelt.
Eigentlich heißt es: Für 83 % der Österreicher ist Gesundheitsvorsorge das Zukunftsthema.
Siehe
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180124_OTS0108/revital-aspach-gesundheits-praeventionsstudie-fuer-83-der-oesterreicher-ist-gesundheitsvorsorge-das-zukunftsthema-bild

levi, 26.01.2018 10:56

Ich wünsche mir

soviel Zeit zu haben, um alle Meldungen von umgefallenen Reissäcken in China durchlesen zu können.
(In meinem Urlaubsort in der Pfalz spricht man von umgefallenen Grumbeere-Säcken).

redaktion, 26.01.2018 12:55

stimmt, da war der Fehlerteufel unterwegs

LG und schönes Wochenende! :)

Die Redaktion

Nonstop, 30.01.2018 16:43

Gesundheitsvorsorge

Die Ärzte müssen auch von etwas leben! Ich mache mir schon Gedanken über meine Gesundheit und versuche jetzt in der Pension vernünftiger und gesünder zu leben. Nur,auf Ärzte allein würde ich mich nie verlassen,man muss schon selbst auch etwas für seine Gesundheit tun! Hätte ich das Alles gemacht,was Ärzte vor 2 1/2 Jahren wollten,wäre ich vermutlich schon in einer Pflegestufe! So aber erfreue ich mich bester Gesundheit!

Charly55, 04.02.2018 17:36

Vorsorge-Einrichtungen

Zwar war ich früher regelmäßig bei Vorsorgeuntersuchungen, aber das wurde immer mehr erschwert und ich war schon fast 20 Jahre nicht mehr. Gab es früher auch in meiner Nähe solche Einrichtungen, gibt es jetzt nur mehr 3 in ganz Wien. Seltsamerweise werben diese damit, Sprachen außerhalb Europas zu sprechen. Muss man nicht als Österreicher unsere Sprache zumindest in Grundzügen beherrschen?

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