"Silver Surfer“ sind im Urlaub mit Tablet und Co aktiv

Auch die sogenannten Silver Surfer nutzen im Urlaub gerne ihre Mobilgeräte

Eine repräsentative Studie des Mietwagenbrokers Auto Europe gibt Aufschluss über das Nutzungsverhalten von Tablet und Co bei älteren Urlaubern.

Wer bei "Silver Surfer“ an eine Comicfigur denkt, fällt damit schon einmal ziemlich sicher nicht unter das, was in diesem Zusammenhang mit dem Begriff gemeint ist. Die Rede ist von den Internetnutzern ab 50 Jahren - statistisch gesehen gibt es ab 50 ja öfter mal "silbernes“ Haupthaar. In seiner neuen Studie zum Urlaubs-Nutzungsverhalten von mobilen Endgeräten wie Smartphone, Tablet und Laptop hat der Mietwagenbroker Auto Europe herausgefunden, dass auch die älteren Nutzer im Urlaub nicht auf ihr Smartphone oder Tablet verzichten mögen. Zudem gibt die gemeinsam mit der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) herausgegebene Studie vom März 2017 Aufschluss darüber, wie lange und vor allem wofür die Silver Surfer ihr Mobilgerät in den Ferien nutzen.

Ältere haben die Nase vorn
Ganz grundsätzlich nutzen fast alle Urlauber auch in der Auszeit vom Alltag ein oder mehrere mobile Endgeräte, z.B. Smartphone, Tablet, Laptop oder Mobiltelefon, nämlich ganze 93%. Bei der Aufschlüsselung nach Altersgruppen zeigt sich: Auch die Silver Surfer (50-59) und sogar die Befragten über 60 stehen dem mit 89 bzw. 88 Prozent in nichts nach. Auch für sie spielen die Geräte auf Reisen eine wichtige Rolle. Auf den ersten Blick überrascht es vielleicht, dass kaum ein Unterschied zwischen den jungen und älteren Nutzern besteht. Wer allerdings einmal recherchiert, stellt fest, dass gerade die Älteren bei Themen rund um Technik, Internet und sogar in den sozialen Netzwerken längst die Nase vorne haben. So boomen z.B. auf Facebook die Neuanmeldungen bei der Zielgruppe über 55. Sie sind die am stärksten wachsende Altersgruppe des sozialen Netzwerks.

Silver Surfer genauso aktiv wie Jüngere
Auch was die Dauer der Nutzung angeht, würde man den älteren Usern wohl eher weniger zutrauen. Irrtum: Tatsächlich zeigte sich in der Studie von Auto Europe, dass die Nutzungsdauer eines mobilen Endgerätes im Urlaub nur wenig mit dem Alter zu tun hat. In den jüngeren Altersgruppen (14-19, 20-29 und 30-39 Jahre) waren die angegebenen Werte jeweils sehr ähnlich, ebenso unter den Befragten im Alter von 40 bis 60 und älter. Dazu sei allerdings gesagt, dass die meisten Befragten angaben, ihr Smartphone oder anderes Mobilgerät in den Ferien ohnehin nicht übermäßig zu benutzen. Die Mehrheit (28%) schätzt ihre Zeit an Tablet und Co auf zwischen einer und zwei Stunden täglich.

Unterschiede vor allem beim Thema Medien
Wirklich spannend wird es natürlich, wenn es darum geht, wofür die Silver Surfer ihr Mobilgerät im Urlaub denn schlussendlich nutzen. Hier sind die Unterschiede zwischen Jung und Alt nun doch deutlich zu erkennen. Besonders stark unterscheidet sich das Nutzungsverhalten bei allen Aktivitäten rund um das Thema Medien. So geben zum Beispiel über 60% der 14- bis 19-Jährigen an, im Urlaub Filme und Musik über ihr mobiles Endgerät zu konsumieren. Bei den beiden Gruppen der älteren Befragten (50-59 und 60+) waren es dagegen nur zwischen 11% und 13%. Insgesamt also ein Unterschied von über 50 Prozentpunkten.

Auch bei Social Media ziehen die Älteren nach
Allerdings: Die sozialen Netzwerke werden über die meisten Altersgruppen hinweg fast gleich ausgeprägt genutzt. (20-29-Jährige: 58% 30-39-Jährige: 42% 40-49-Jährige: 37%) Erst ab 50 Jahren fällt die Kurve der Social Media-Nutzung dann deutlich, auf knapp 20%. Dennoch gaben sogar bei den über 60-Jährigen noch 13% der Befragten an, im Urlaub Social Media zu nutzen. Am meisten nutzten alle Befragten Tablet, Smartphone und Co übrigens für die private Kommunikation, Fotografie und für Nachrichten. Dabei ist die Nutzung auch bei allen Altersgruppen ähnlich hoch.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: COMEO Public Relations; Bild: © Auto Europe

2 Kommentar(e)

2015, 05.05.2017 13:02

Studie

hätte das keine gebraucht, wo doch Jeder heute schon besessen ist von Tablet und Co.
Ich war vor kurzem in Malle, das saßen die Ehepaare, Eltern, die Partner beim Frühstück, Abendessen und sprachen kaum ein Wort miteinander, weil sie nur auf das Gerät starrten und tippselten;
Man kann/will sich nicht mehr unterhalten, denn das Andere ist wichtiger
Schade; arme Welt, wo gehst du hin?

nassersepperl, 05.05.2017 16:33

Silversörfer

Das ist ganz normal, man kann sich dem Neuen nicht verschliessen.
Das war doch immer schon so, wahrscheinlich haben unsere Vorfahren auch über das Telefon gewettert als es erfunden wurde und über das Auto usw usw.
Einzig was mich an den Smartphons und Tablets beunruhigt, sind die noch immer nicht gänzlich ausgeschlossenen, gesundheitsschädlichen Einwirkungen der Strahlenbelastung. Meine subjektive Meinung dazu ist, daß es sehr wohl ein Risiko für die Gesundheit darstellt. In geschlossenen Räumen überhaupt. wie U Bahn und dgl.
Ich denke aber, um des Profites Willen wird dieses Risiko halt eingegangen und ausserdem ist diese Technoligie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, da würde alles zusammenbrechen.

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