Reiselust statt Krisenfrust?

Grafik

19. Österreichische Tourismusanalyse

Vorausschau auf das Reisejahr 2015
- 41 % der ÖsterreicherInnen planen für 2015 konkret eine Urlaubsreise – fast ein Drittel ist noch unentschlossen.
- Nur jede/r Vierte ist sich sicher heuer nicht zu verreisen (2014: 33%)

Nur Reisezielplanung:
- Kroatien kann bei den geplanten Reisezielen zum Inland aufschließen und überholt erstmals Italien
- Auch Spanien kann zulegen und liegt nun klar vor Griechenland und der Türkei
- Weniger Reisen in außereuropäische Länder geplant

Reiseverhalten 2014
- Leichte Abnahme an Nichtreisenden und Zunahme an KurzurlauberInnen im Vergleich zu 2013
- Das Inland war das beliebteste Reiseziel – allerdings auch 2014 auf vergleichsweise eher niedrigem Niveau
- Kroatien zieht erstmals mit Italien gleich – Griechenland war deutlich weniger gefragt

Institutsleiter Prof. Peter Zellmann: "Wir weisen in unseren Langzeitanalysen nach, dass es kaum nennenswerte Abweichungen in der Urlaubsplanung wie im dann tatsächlichen Reiseverhalten gibt. Geträumt wird vom sonnigen Süden und dann doch der Urlaub im eigenen Land verbracht. Immerhin urlaubt jede/r zweite Urlaubsreisende am Mittelmeer, aber mindestens jede/r Vierte genießt die Berge und Seen in der Heimat. Um so erwähnenswerter ist der unaufhaltsame Aufstieg der Urlaubsdestination Kroatien: Verbrachten im Vorjahr erstmals etwa gleich viele ÖsterreicherInnen ihren Haupturlaub in Italien wie an der dalmatinischen Küste, kommt in der heurigen Urlaubsplanung Kroatien sogar an Österreich heran!“


Resümee der Forschung
Aus der Vorausschau für das Reisejahr 2015 ergibt sich, dass sich bereits jetzt 41% der ÖsterreicherInnen zu einer Urlaubsreise entschlossen haben – fast ein Drittel ist noch unentschlossen, etwas mehr als ein Viertel will sicher nicht verreisen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das vor allem eine deutliche Zunahme an noch Unent schlossenen.

Die Gewinner bei den für heuer geplanten Reisezielen sind Kroatien und auch Spanien. Kroatien kann in der Planung für die Reisesaison 2015 weiter an Beliebtheit zulegen, überholt Italien und zieht sogar mit dem Inland gleich. Spanien liegt nun mehr klar vor Griechenland und der Türkei bei den ins Auge gefassten Auslandsreisezielen.

In außereuropäische Länder werden für 2015 weniger Reisen geplant. Besonders die afrikanischen Länder wie Ägypten oder Tunesien müssen mit Einbußen rechnen.

Das Reisejahr 2014 schloss an die Entwicklungen im langjährigen Vergleich des Reiseverhaltens an: Im Vergleich zu 1995 ist eine Abnahme an Nichtreisenden und LangurlauberInnen und im Gegenzug eine Zunahme an Kurzreisenden und KurzurlauberInnen zu beobachten.

Das Inland ist nach wie vor das beliebteste Reiseziel der ÖsterreicherInnen. Im Vergleich mit dem Vorjahr (Tiefpunkt an Inlandsreisenden) konnten wieder mehr UrlauberInnen angezogen werden – im langjährigen Vergleich stellt sich der Anteil an Inlandsreisenden jedoch immer noch als unterdurchschnittlich dar.

Bei den Auslandsreisezielen konnte 2014 Kroatien – wie auch in der Reisezielplanung – in der Beliebtheit zulegen und mit Italien gleichziehen. Italien und Kroatien führen nun an der Spitze der Urlaubergunst vor Spanien, der Türkei, Griechenland und Deutschland. Griechenland musste dabei im Vergleich zum Vorjahr doch deutliche Einbußen hinnehmen.

Alle Informationen und Zahlen zu der aktuellen Forschung des IFT finden Sie unter: www.freizeitforschung.at

Weiterempfehlen Drucken Quelle: Peter Zellmann / Sonja Mayrhofer
IFT Institut für Freizeit- und Tourismusforschung
Links: www.freizeitforschung.at

5 Kommentar(e)

Maedle, 18.02.2015 16:23

Reise"Lust oder Frust"

bei dem zur zeit herrschenden weltweiten terror ist es gut zu überlegen noch eine reise in andere länder zu machen;
gerade in der großen urlaubszeit kann es leicht überall zu anschlägen kommen.
wollen wir es nicht hoffen, aber die gefahr besteht.

nassersepperl, 18.02.2015 16:45

Reisen

Urlaub in andere Länder sind für mich schon seit Jahren kein Thema. Einzig nach Jesolo bin ich noch gefahren, aber selbst da kann man nicht mehr hinfahren, weil die okupieren dir gleich dein Auto und versteigern es. Das ist alles nicht mehr normal auf der Welt, alle sans voi deppat geworden. Und schuld an dem ganzen Dilemma ist der Gorbatschof, der hat das alles eingeführt mit seiner Galsnost und Peristroika. Heute würden sich die Mehrheit wieder die früheren Verhältnisse wünschen, da konnte man gefahrlos überall hin fahren.

italienbianca64, 18.02.2015 22:33

Reiselust

Wenn man sich normal benimmt und die im Land geltenden Gesetze befolgt passiert dir nirgends etwas. Ich weiß nicht wie oft ich schon in Italien war -auch in Jesolo- aber nirgends habe ich Strafe bezahlt noch wurde mein Auto versteigert. Wartet nur bis in Kroatien auch der Euro kommt dann wird es teuer. Aber Gott sei Dank fahren nicht alle in die gleiche Richtung. Das wäre ja furchtbar.
Liebe Grüße italienbianca64

Gerdest, 19.02.2015 07:15

Ich wurde gefragt:

"Fährst du heuer nicht nach Teneriffa?"
Ich antwortete:
"Nicht nach Teneriffa fuhr ich voriges Jahr. Heuer fahre ich nicht in die Karibik".

nassersepperl, 19.02.2015 08:06

Italien

Mag schon sein das ich übertrieben habe, trotzdem ist Italien nicht mehr das gemütliche, lebensfrohe eben der italienischen Mentalität entsprechende Land. Ich halte mich immer an die Gesetze und Bräuche, aber passieren kann einem immer was überhaupt mit dem Auto, Unfall oder so und da möchte ich schon sehen, wie sie mit einem umgehen. Da ist man gleich eingesperrt und das muss ich nicht haben.
Und in anderen Ländern scheint es ja noch krasser zu sein.

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