Chaos beim Umweltpickerl

Umweltzonenhinweis

Mit seiner Verordnung zum Immissionsschutzgesetz-Luft wird Umweltminister Berlakovich Österreich in das reinste Pickerlchaos stürzen, warnt der ARBÖ: "Geht es nach seinen Plänen, sollen die Autos gleich in sieben verschiedene Umweltklassen eingeteilt werden. Es wird auch nicht drei Farben wie in Deutschland geben, sondern gleich sechs verschiedene." Statt Verwaltungskosten zu sparen wird Bürokratie aufgebaut. Das Pickerlchaos auf der Windschutzscheibe wird obendrein noch größer, weil die österreichischen Umweltpickerln nicht mit den deutschen Umweltplaketten abgestimmt sind, die es schon seit zwei Jahren gibt. Wer also nach Deutschland muss, muss doppelt kleben!

Nach Informationen des Autofahrerclubs will Berlakovich's Ministerium die heimischen Autos in sieben Klassen einteilen:

1. Autos ohne irgendein Umweltpickerl: Für sie gilt in Umweltzonen ein komplettes Fahrverbot, sie bleiben davon völlig ausgesperrt. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 0 und Euro 1, die vor dem 1.1.1997 zugelassen wurden.

2. Autos mit rotem Pickerl: Sie dürfen nur dann in der Umweltzone fahren, wenn es spezielle Bestimmungen erlauben. Diese können von Stadt zu Stadt völlig unterschiedlich sein, so dass in einer Stadt die "roten" fahren dürfen, in der anderen aber nicht. Ein rotes Pickerl bekommen Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 2, die vor dem 1.1.2001 zugelassen wurden.

3. Autos mit gelber Plakette: Auch sie dürfen nur in die Umweltzone hinein, wenn es die speziellen Umweltzonen-Bestimmungen erlauben. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 3, die vor dem 1.1.2006 zugelassen wurden.

4. Autos mit grünem Pickerl: Sie sind derzeit die einzigen, die in allen Umweltzonen problemlos fahren dürfen. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 4, die seit 1.1.2006 zugelassen wurden.

5. Autos mit hellblauer Plakette: Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5, die erst mit Zulassung ab 1.1.2011 verpflichtend wird.

6. Autos mit rosa Plakette: Es handelt sich um Fahrzeuge der Euroklasse Euro 6, die erst mit Zulassung ab 1.1.2015 gelten wird.

7. Autos mit weißer Plakette, die in Umweltzonen immer fahren dürfen, weil sie vom Umweltzonen-Gesetz generell oder von der Behörde speziell ausgenommen sind, z.B. Rettungsautos.

Weiterempfehlen Drucken Quelle: bmu/arbö/hma

4 Kommentar(e)

Seki_001 schrieb vor 529 Tag(en) 3 Stunde(n) 56 Minute(n)

Wer braucht so viele Pickerl?

Das ist ja wieder typisch Österreich, oder eher typisch für einen Minister welcher sich besonders hervortun will.
Würde mich nicht wundern, wenn sich diese Vielfalt an Pickerln in paar Jahren als unnötig herausstellt und dann wieder neue einheitliche kommen.
Aber dann plädiere ich dafür, dass der verantwortliche Minister, das aus seiner EIGENEN Tasche bezahlt.

seki

P.S. ob ich dann eventuelle auch eine Unterstützung von den Grünen bekäme würde ich klagen wegen zu hoher und unnötiger Kosten? ;)

bachgasse schrieb vor 529 Tag(en) 3 Stunde(n) 15 Minute(n)

Umweltpickerln

Hurra! Und alle werden gut davon leben! Der Herr Minister mit seiner Idee, die Pickerlhersteller und nicht zuletzt die Beamten, welche die Kontrollfunktion ausüben werden! Na? Gehts uns nicht gut? Der Autofahrer zahlts eh! Tu felix austria!

Chrimiger schrieb vor 529 Tag(en) 2 Stunde(n) 37 Minute(n)

Umweltpickerl

HurraHurra , wir freuen uns !
Was denkt so ein "Minister" mit weit über Eur 5,000,00 netto + Zusatzversorgung(en)
aus der Industrie ?
Nehme an , nicht viel an die Wähler , eher , hurra , ich bin im Gespräch , bin wichtig , mein
Name wird gedruckt , das gibt meiner Person Gewicht + macht was her .
Ja so ähnlich könnten die Gedanken sein , wenn man diesen Umweltwahnsinn egal wo ,
betrachtet .
Selbst in Deutschland wurde erkannt , daß die Umweltzonen eigentlich nichts bringen -
es wird nur aus politisch-wahltaktisch-einnahmensseitiger Betrachtung nicht eingestellt .
Würden sich die "Volksvertreter" real um die Umwelt kümmern , wäre es ganz einfach ,
aus alt neu zu machen .
Es gibt genug Technik auch für alte/ältere Autos , die nicht auf den Markt dürfen , weil
die Konzerne einfach Politiker gekauft haben , um die "neuere-alte-schlechtere" Technik
zu verkaufen .
Es gäbe/gibt neue Technik , gebracht wird diese in ein paar Jahren , wenn die AltlastenLager verkauft sind , neue , konzernfreundliche Vorschriften eingeführt sind und dann sind die neuen umwelttechnisch guten Techniken schon wieder veraltet .
Das Spiel ist schon alt , wir Autofahrer können ja abkassiert werden + bezahlen die
Zeche , ob wir wollen od. nicht , wir sind auf die Autos angewiesen wenn wir leben
wollen .
Es wäre ganz einfach , die Konzerne zu verpflichten nur die neuesten Produkte in die
Verkehrsmittel einzubauen - wer nicht mitspielt darf nicht mehr verkaufen - bekommt keine milliardenschweren Forschungsgelder .
Wir Autobesitzer lassen es wieder mal zu , daß wir die Zeche zahlen anstatt gemeinsam dagegeen zu protestieren .
Richtig gemacht , 2 Monate Protest + das Ding mit den Pickerln ist vom Tisch .
Mit Grüßen ,Chrimiger

lainer schrieb vor 528 Tag(en) 21 Stunde(n) 31 Minute(n)

umweltpickerl

bitte welches umweltpickerl bekommen die fahrzeuge der diversen AUTO&MOTORRADRENNEN?????

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